Es ist die Zeit, in denen die Sommerreifen aufgezogen werden.

Für die Sicherheit im Straßenverkehr ist deren Zustand von entscheidender Bedeutung.

Im April werden Autos auf Sommerreifen umgerüstet. Die Profiltiefe sollte kontrolliert werden und auch das Alter spielt eine Rolle.

Schon bei einer Profiltiefe von vier Millimetern reduziert sich die Haftung eines Sommerreifens deutlich. Obwohl der Gesetzgeber auf ein Mindestprofil von 1,6 Millimetern verweist, ist sich die Fachwelt einig, dass eher gewechselt werden sollte. Empfohlen wird, die Reifen ab einer Profilstärke von drei Millimetern zu erneuern. Andernfalls laufe man Gefahr, sich in den Sommermonaten einem erhöhten Risiko auszusetzen. „Das sind dann Fälle, wo am falschen Ende gespart wird“, heißt es von einem Experten. Und auch der ADAC sehe das so.

Reifen sind beim Autofahren ein Sicherheitsfaktor. Sie müssen intakt sein, denn im Falle eines Versagens könnte es zu katastrophalen Folgen kommen. Jeder, dem schon einmal ein Reifen während der Fahrt geplatzt ist, weiß um die enormen Gefahren. Tödlich kann es ausgehen – und deshalb appelliert die Fachwelt an die Autofahrer, den  Reifen viel Aufmerksamkeit zu widmen – und sie oft zu kontrollieren.

In der kalten Jahreszeit mit Winterreifen zu fahren und bei steigenden Temperaturen im Frühjahr auf Sommerreifen umzurüsten, hat sich in der Gesellschaft inzwischen verankert. Vor allem der Gesetzgeber dürfte den Umdenkungsprozess gefördert haben, indem die Regelung vor einigen Jahren verschärft wurde. Wer beispielsweise im Winter mit Sommerreifen fährt und einen Unfall verursacht, riskiert seinen Versicherungsschutz – wenn der Unfall aufgrund der unsachgemäßen Bereifung geschehen ist. Das Risiko ist vielen Menschen dann doch zu hoch. „Es ist aber auch ein neues Bewusstsein eingetreten“, heißt es. Die Gefahren schlechter Bereifung seien viel deutlicher geworden.

Aber nicht nur abgefahrene Reifen gehören von den Straßen. Auch ältere, die noch über genug Profil verfügen, sollten ausgetauscht werden, wenn sie porös werden. Die Werkstätten und Reifenhändler können über den jeweiligen Zustand klare Aussagen treffen. In der Branche wird im Zweifelsfall zur Erneuerung geraten. Und das nicht, weil den Kunden gerne neue Pneus verkauft werden. Jeder Unfall, der durch schlechte Reifen passiert, ist einer zu viel, heißt es.

Reifen können prinzipiell von jedem Autobesitzer selbst umgerüstet werden. Empfohlen wird das allerdings nicht. Allgemein wird dazu geraten, dafür in die Werkstätten zu fahren. Dort sorgt nicht nur das geschulte Personal für den sachgemäßen Wechsel. „Es auch gibt die entsprechenden Werkzeuge und Geräte“, heißt es. So besteht in den Fachwerkstätten beispielsweise die zusätzliche Chance, die Reifen auszuwuchten. Dadurch laufen die Räder „runder“, ihre Lebenszeit verlängert sich und der Spritverbrauch hält sich auf niedrigem Niveau.

Und noch mehr spricht für die Werkstatt. Beschädigungen fallen den Experten sofort auf, was den Laien oft verborgen bleibt. Auch das ist ein Sicherheitsfaktor, der nicht zu unterschätzen ist. Letztlich geht der Wechsel durch die Experten aber auch wesentlich schneller. Wer einen Termin vereinbart hat, muss in aller Regel nie länger als eine halbe bis dreiviertel Stunde warten. Die Winterreifen können im Regelfall eingelagert werden. Und bezahlbar ist das Ganze auch.  

Wichtig: Nach 30 bis 200 gefahrenen Kilometern sollten die Schrauben der Räder noch einmal nachgezogen werden. Das geht in den Werkstätten ruckzuck. Eine Terminvereinbarung ist nicht nötig. Mit Winterreifen im Sommer unterwegs zu sein, sollte vermieden werden. Das Gummi reibt sich schneller ab und die Haftung ist schlechter.

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