Autounfälle können passieren. Das Wichtigste in diesen Momenten ist, dass dadurch niemand gesundeitlich zu Schaden gekommen ist. Was das Material betrifft, ist alles ersetzbar. Und wer richtig vorsorgt sowie ein paar Tipps beherzigt, hat schnell alles geregelt.

Kleine Tipps gegen den großen Ärger im Schadensfall

Bei der Abwicklung eines Blechschadens gibt es erstaunlich viele Beteiligte. Die Werkstatt kümmert sich um Beulen, Karosserie oder Lack, der Sachverständige um die Berechnung der Schadenssumme, die Versicherungen um das Bezahlen oder die Anwälte um die rechtlichen Bewertungen. Wer Auto fährt, muss immer mit einem Unfall rechnen – und deshalb ist es wichtig, entsprechend vorzusorgen und die richtigen Helfer zur Seite zu haben. Denn kommt zum Unfallschreck auch noch ein finanzieller Schock, ist das schlimm. Dem lässt sich leicht vorbeugen.

Für jeden Autofahrer ist ein Versicherungsschutz unentbehrlich. Tarife und Varianten gibt es en masse und die Experten erstellen Verträge, die auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Jährliche Fahrleistungen finden in den Modellen ebenso eine Berücksichtigung wie die Erfahrung als Autofahrer oder das Lebensalter. Es kommt auch darauf an, was für ein Auto man versichern will und oder darauf, ob dieses nachts in der Garage steht. Bei der Berechnung des Tarifs kann es auch eine Rolle spielen, wer das Auto fährt. Nutzt es allein der Halter, kommt es in aller Regel billiger als wenn noch weitere Personen hinter dem Lenkrad sitzen. Zu beachten ist unbedingt auch darauf, dass die Insassen gut versichert sind.

Kommt es zu einem Unfall gilt es zunächst festzustellen, ob es Verletzte gibt. Denen ist Erste Hilfe zu leisten, was im Falle eines Unterlassens eine Straftat ist. Jeder muss einem Unfallopfer im zumutbaren Rahmen helfen, heißt es. Möglichst zeitgleich ist der Notarzt zu rufen – und am Handy müssen die wichtigsten Angaben erfolgen. Dazu zählen wer anruft, wo und wie sich der Unfall ereignet hat, wie viele Personen verletzt sind – und wie schwer. Diese Infos mitzuteilen klingt wie eine Selbstverständlichkeit, ist es aber keineswegs. In ihrer Aufregung machen viele Menschen oft einen Fehler, wenn sie die „fünf W´s“ mitteilen. Oft wird sogar das Gespräch vom Anrufer beendet, was der Schocksituation geschuldet ist. Wer bei einem Erste-Hilfe-Kurs regelmäßig sein Wissen auffrischt, ist im Ernstfall besser auf diese Ausnahmesituation vorbereitet und handelt überlegter. Der Notruf 112 kann von jedem Telefon kostenfrei abgegeben werden.

Ist medizinisch alles versorgt, wird der Unfall aufgenommen. Bei kleinen Blechschäden kommt man ohne Polizei aus, doch es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass alles protokolliert ist. Auch ohne das Hinzuziehen der Beamten sollten unbedingt Fotos von der Unfallstelle gemacht werden. Das verhindert spätere Unstimmigkeiten. In den Bericht gehören neben den Namen und den Anschriften der Unfallbeteiligten auch noch das Kennzeichen, der Fahrzeugtyp, die Versicherung sowie die dazugehörige Versicherungsscheinnummer. Liegt letztere nicht vor, können die genauen Daten unter Angabe es Autokennzeichens telefonisch beim Zentralruf der Kraftfahrzeugversicherer nachgefragt werden. Der Ablauf muss sich aber unbedingt darstellen lassen, um die Schuldfragen zu klären. Bei Unsicherheiten sollte man dann doch lieber die Polizei rufen.

Dann ist die Unfallstelle zu räumen – und sollten die Fahrzeuge nicht mehr betriebsbereit sein, müssen sie von einem Abschleppunternehmer abgeschleppt werden. Ohne langes Zögern ist auch die Versicherung zu informieren, die dann weitere Maßnahmen der Abwicklung vornimmt. Sind Personen zu Schaden gekommen, ist die Krankenversicherung zu informieren. Sind Beifahrer verletzt, greift die Insassenunfallversicherung. Auch die ist unverzüglich zu benachrichtigen. Bei der Höhe des Schadens greifen Versicherungen häufig auf Gutachter zurück. Dabei handelt es sich um Kfz-Sachverständige, die man auch privat einschalten kann, wenn man mit der Schadensabwicklung nicht einverstanden ist, denn: Um die Höhe des Schadens fachgerecht feststellen zu lassen, hat der Geschädigte Anspruch auf ein unabhängiges Sachverständigengutachten.

Sollte es bei der Abwicklung eines Verkehrsunfalls dann doch noch komplizierter werden – oder sind andere rechtliche Details zu klären, helfen einem Anwälte meist aus der Misere. Gut beraten ist, wer für diese Fälle eine Rechtsschutzversicherung hat. Dann wird der Fall einfach an die Juristen abgegeben, die dann alles Weitere veranlassen. Für die am Unfall beteiligten ist das die einfachste Variante und sie können abwarten, was entschieden wird. Das spart Zeit und schont vor allem die Nerven. Denn zusätzlichen Ärger nach einem Unfall sollte und möchte man sich möglichst vom Leibe halten. Besser ist aber, dass es gar nicht erst kracht.

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