Oktober und November konnten sich aus grün-weißer Sicher sehen lassen. Eine Menge Auswärtspunkte, zwei wichtige Heimsiege – die Mannschaft zeigt, dass sie mehr ist als eine Kellerassel. Ja, es war mehr drin. Aber eben auch weniger.

Spiel gegen TuS N-Lübbecke am 21. Dezember / Neue LED-Technik in der Kampa-Halle

Von daher gibt’s ein „gut“. Sogar das Spiel gegen die Füchse war über 40 Minuten ordentlich und besser. Der größte Knackpunkt in dem Spiel war Petar Nenadic. Der Star der Berliner machte sechs Tore und bereitete fünf direkt vor. Ein klasse Spieler. Das kommt auch nicht von ungefähr – die Gene sind vorhanden. Seine Mama war jugoslawische Basketballnationalspielerin. Sein Papa war Profi-Handballer, Olympiasechster mit Jugoslawien in Moskau. Und: Ex-GWD-Spieler!

Velibor Nenadic trug Ende der 80er das grün-weiße Trikot. Es war nicht gerade eine herausragende Saison für ihn in Minden. Allein konnte er es aber auch nicht stemmen – der war Mitspieler anderen Kalibers gewohnt. Er hat sein Talent und sein Können direkt weitergegeben – an Petar und seinen Bruder Drasko.

Donnerstag, 21. Dezember, 18.30 Uhr: Vorhang auf für Derby Teil 2 – allerdings mit völlig unterschiedlichen Vorzeichen. Sind im Umfeld von GWD Minden die meisten Menschen mit den meisten Dingen zufrieden oder sehr zufrieden, ist es beim TuS N Lübbecke andersherum. Bis Mitte November kein einziger Punkt zuhause – immerhin drei remis in Leipzig, Ludwigshafen und Erlangen. Der Abstand zum rettenden Ufer ist nicht allzu weit weg. Aber die Mannschaft kriegte es bis dahin in brenzligen Situationen einfach nicht auf die Kette.

Schnell kommt die Frage nach dem „Warum?“ – das ist natürlich auch berechtigt. Wenn die Verantwortlichen die Antwort parat hätten, wäre es vermutlich gar nicht erst dazu gekommen. Immerhin stellte sich die Frage nach dem Trainer nicht. Hut ab vor Armin Gauselmann, der nach der Heimniederlage gegen Gummersbach klar Stellung bezog und sich vor Aaron Ziercke stellte. Aaron weiß aber auch, dass sich irgendwie irgendwas ändern muss.

Aufgrund der Situation ist das Spiel für die Lübbecker also noch wichtiger als eh schon. Das Derby willst du sowieso immer gewinnen. In der jetzigen Lage musst du es fast schon gewinnen. Was ein Druck… Wie gehen die Nettelstedter damit um? Aber auch: wie gehen die Dankerser damit um? Ich denke die Merkur-Arena wird drei Tage vor Heiligabend aus allen Nähten platzen.

Bis zur Winterpause stehen noch vier weitere Spiele für GWD an. Dabei wird es allerdings deutlich schwieriger zu punkten, als zuletzt. Die Gegner heißen in der Reihenfolge zuhause Flensburg und Hannover, danach auswärts Kiel und nach dem Derby geht das Handballjahr am zweiten Weihnachtstag mit einem Heimspiel gegen Wetzlar zu Ende. Na ja, daraus vier Punkte wäre schon noch eine feine Sache…

Angebot für alle GWD-Fans: die Rückrunden-Dauerkarte ist im Verkauf. Es dreht sich um insgesamt sieben Spiele zwischen Februar und Juni. Im Einzelnen sind das die Partien gegen Hüttenberg, die Rhein-Neckar Löwen, Ludwigshafen, Lemgo, Magdeburg, Stuttgart und Kiel. Die günstigste Variante ist die Jugendstehplatzkarte ab 25 Euro. Dieses Angebot gilt auch für Schüler, Azubis und Studenten. Die Sitzplatzkarte für Erwachsene gibt es bereits ab 96 Euro – das Spitzenticket der ersten Kategorie kostet 168 Euro. Die Karten gibt es – wie üblich – bei allen Vorverkaufsstellen, in der GWD-Geschäftsstelle und auch online unter www.gwd-minden.de. Auf eines gilt es aufzupassen: die genauen Termine werden von der HBL (Handball-Bundesliga) noch bekanntgegeben.

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