Die Goethe-Freilichtbühne in Porta Westfalica sowie die Freilichtbühnen „Kahle Wart“ und Nettelstedt starten in die Spielzeit. An allen drei Orten gibt es hochkarätiges Amateurtheater zu sehen – und die Auswahl der Stücke zeigt, dass man gerne auch mal andere Wege beschreitet.

Freilichtbühnen der Region starten mit ihren Stücken in die Spielzeit

Die Goethe-Freilichtbühne spielt in diesem Sommer drei Stücke. Abends gibt es das Musical „Heiße Ecke“ zu sehen, das Kinderstück ist der Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und das so genannte Kinder-Kinderstück heißt „Der Drache mit den sieben Köpfen“. Alle haben im Juni ihre Premiere und im Jahr ihres 90. Jubiläums beweist das Ensemble des großen kultutragenden Vereins einmal mehr, wie enorm das Repertoire ist. Das Publikum darf sich auf Inszenierungen freuen, die für Top-Unterhaltung auf einem hohen schauspielerischen Niveau liegen.

Das Abendstück „Heiße Ecke“ hat seine Premiere am Samstag, 23. Juni, 20.30 Uhr. Am Imbiss „Heiße Ecke“ trifft sich ganz St. Pauli. Die Pinneberger Jungs Mikie, Frankie und Pitter, das Liebespaar Straube, der Hehler Henning, Hannelore von der Nachtschicht oder die Huren Nadja, Sylvie und Martina – für sie alle ist die „Heiße Ecke“ ihr Marktplatz. Hier fallen sie sich in die Arme – oder in den Rücken. Hier gibt’s schnell ’ne Currywurst auf die Hand und ’nen kessen Spruch gratis obendrauf. Hier treffen Lebenskünstler auf Versager und ganz normale Menschen auf ihr Schicksal. Liebe, Freude, Lachen, Leben, Weinen und der Tod inklusive.

Regie führt wieder Werner Pichler, der bereits 2016 mit „Dracula – das Grusical“ und im Vorjahr mit „Anatevka“ zwei Riesenerfolge landete. Mit ihm hat die Freilichtbühne einen Regisseur gefunden, dem musikalische Inszenierungen nicht fremd sind. Pichler wird mit dem Ensemble das mitreißende St. Pauli Musical rund um die schrägste Meile der Republik in eine temporeiche Show umsetzen – 24 Stunden Kiez-Alltag.

Das Kinderstück heißt „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ – jenes Stück, dessen Verfilmung von 1973 zu den Weihnachtsklassikern zählt. Premiere ist am Sonntag, 3. Juni, um 16.30 Uhr. Und wer nun meint, das Stück gehöre in den Winter, der kann sich vom Gegenteil überzeugen lassen.
Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen werden in diesem Sommer ein Prinzipal und eine Prinzipalin durch das Märchen vom liebenswerten Aschenbrödel, dem schönen Prinzen, der geldgierigen Stiefmutter, der zickigen Stiefschwester Dorchen, der Eule Rosalie und der vielen weiteren kleinen und großen Charaktere führen. Mit Marco Knille als Regisseur konnte die Freilichtbühne einen neuen jungen Regisseur gewinnen, der den Märchenklassiker um Liebe, Geheimnisse und Intrigen mit viel Witz, Charme, einer ordentlichen Portion spannender Romantik, Gesang und Tanz auf die Felsenbühne bringen wird.

Außerdem präsentiert die Kindergruppe das Theaterstück „Der Drache mit den sieben Köpfen“ unter der Leitung von Cornelia Horstmann. Die Premiere ist bei freiem Eintritt am Samstag, 30. Juni, 15 Uhr. Dann zeigen die Jüngsten der Bühne, was sie bereits drauf haben. Und das ist viel.

Alle Infos und Kartenreservierung unter

www.portabuehne.de

 

Freilichtbühne „Kahle Wart“

Auf der „Kahlen Wart“ sind in diesem Sommer ebenfalls drei Stücke zu sehen. Als Familienstück ist „Aschenputtel“ zu sehen, das bis Sonntag, 8. Juli, jeweils sonntags um 16 Uhr gespielt wird. Das Märchen der Brüder Grimm in einer Bühnenfassung von Andreas Becker. Komödiantisch bearbeitet von Frederik Kirchhoff und Jürgen Wiemer. Das Hochdeutsche Stück heißt in diesem Jahr „Landeier – Bauern suchen Frauen“, das am 9. Juni, 20 Uhr, seine Premiere feiert – und bis zum 21. Juli jewels samstags um 20 Uhr zu sehen ist. Nachmittagsvorstellungen gibt es an den Sonntagen, 15. und 22. Juli, jeweils um 16 Uhr. Fast so wie Adsche und Brakelmann in Büttenwarder, führen die drei Bauern Jens, Richard und Jan in tiefer und gottverlassener Provinz, fernab vom hektischen Stadttrubel, ein beschauliches Dasein. Die drei „Landeier“ machen sich im Zeitalter des Internets auf Frauensuche und sie tun dies mit herzerfrischender und zum Teil entwaffnender Naivität. Unterstützt bei „Bauern suchen Frauen“ werden diese drei liebenswerten Geschöpfe vom Kneipenwirt Heinz, der Urlauberin Hannah und der resoluten Postbotin Gertrud. Das Ensemble verspricht seinem Publikum eine mitreißende Komödie.

Das Plattdeutsche Stück „Dai Rousenkräig“ ist ab Samstag, 28. Juli bis Sonntag, 26. August, zu sehen. Sie Vorstellungen starten samstags um 20 Uhr, sonntags um 16 Uhr. Es ist die Geschichte um die die selbstgezüchtete Rose des Hobbygärtners Peter Schwemmer. Sie soll getauft und prämiert werden. Liebevoll hegt und pflegt er seinen Augenstern. Das Glück wäre perfekt, wenn nicht Tochter Nicole, frischgebackene Mutter, den Eltern standhaft verschweigen würde, wer der Vater ihres Kindes ist. Und dass ausgerechnet Kevin, der Sohn der Nachbarn, ein Grundstück erbt, mit dem die Schwemmers heimlich gerechnet hatten, lässt die Stimmung auf den Tiefpunkt sinken. Viele Lacher sind garantiert, schreibt die Bühne auf ihrer Homepage.

Alle Infos und Kartenreservierung unter

www.kahlewart.de

 

Freilichtbühne Nettelstedt

Der Klassiker „Emil und die Detektive“ ist als Kinderstück in diesem Sommer auf der Freilichtbühne Nettelstedt zu sehen. Die aufregende Gaunerjagd nach dem Buch von Erich Kästner ist noch bis zum 12. August jeweils sonntags um 16 Uhr zu sehen. Es geht um Emil. Eigentlich ist er ein ganz passabler Junge. Er hilft seiner Mutter im Waschsalon, ist immer nett und hat Freunde. Aber er hat ein schlechtes Gewissen. Ist er doch, ohne dass jemand davon weiß, ein Verbrecher…. Mit seinen Freunden hat er einer Statue im Park eine rote Nase und einen Schnurrbart verpasst und diese Schandtat wäre beinahe herausgekommen. Doch nun fährt er erst einmal nach Berlin um seine Oma und seine Cousine Pony Hütchen zu besuchen. Und dann sind da noch die 140 Mark, die er seiner Oma bringen soll…es wird ein großes Abenteuer, das jede Generation in den Bann zieht.

Abends gibt es die Show „Toast Hawaii“. Premiere ist am Samstag, 9. Juni – und die Vorführungen sind bis Ende August jeweils samstags ab 20.30 Uhr; freitags auch am 24. und 31. August. Es ist eine Reise von den späten 1950er in die frühen 1960er Jahre. Mitten im Wirtschaftswunder träumen Maria und Richard von heißen Rhythmen unter südlicher Sonne, von gefährlichen Abenteuern in verrucht-verrauchten Bars. “Ich will keine Schokolade”, “Ohne Krimi geht die Mimmi nie ins Bett”, “Marmor, Stein und Eisen bricht” – ein Wiederhören mit den schönsten Schlagern dieser Zeit. Regie führt Hermann Höcker. Und für Liebhaber der Musik aus den 1970er Jahren wird am 17. und 18. August nochmals die Vorjahresshow „Schlager lügen nicht“ um jeweils 20.30 Uhr aufgeführt.

Alle Infos und Kartenreservierung unter

www.freilichtbuehne-nettelstedt.de

 

„De goldene Mettwurst“ auf der Freilichtbühne Wagenfeld

Die Freilichtbühne Wagenfeld zeigt in diesem Somer das Stück „De goldene Mettwurst“. Premiere ist am Samstag, 7. Juli. Gezeigt wird die Inszenierung bis zum 8. August immer samstags und mittwocs um 20 Uhr sowie sonntags um 16 Uhr. Und darum geht es. Fred Kringel und Hans Strupp sind Schlachter aus Leidenschaft. Die beiden verbindet das gemeinsame Leid, von ihren Ehefrauen unterdrückt zu werden. Die Männer flüchten sich in eine Kneipe und trinken dort ein paar Bier zuviel. Als sie nach durchzechter Nacht vor Ihren Häusern aufwachen, können Sie sich an nichts mehr erinnern.
Erst als Bürgermeister Preuter ihnen erzählt, dass Sie gewettet haben, wer die beste Mettwurst macht, kommt die Erinnerung zurück. Der Wettkampf um die goldene Mettwurst ist, sehr zur Freude der Frauen, eröffnet. Die Männer finden in der hübschen Fleischereifachverkäuferin Mandy und Hans Strupps schlagersingendem Sohn Richy verbündete, die den Wettkampfkampf, angestachelt von den Frauen, nicht eskalieren lassen. Als dann noch die beiden amerikanischen Touristen Tom und Gloria Murphy ihre Liebe zur deutschen Wurst entdecken und Gloria zusätzlich in den Frauen Modelqualitäten entdeckt, scheint das Chaos perfekt.

www.heimatverein-wagenfeld.de

 

Saisonstart der Freilichtspiele im Weserbergland

„Vorhang auf und Bühne frei“ heißt es ab Mai wieder für alle Freilichtspiel- und Musical-Fans, wenn mittwochs, samstags und sonntags in verschiedenen Orten des Weserberglandes die Aufführungen rund um Rattenfänger, Münchhausen, Aschenputtel und Doktor Eisenbart in die neue Saison starten und die Zuschauer in ihren Bann ziehen. Das Besondere: Alle Vorführungen finden unter freien Himmel statt und das Zuschauen ist für Besucher kostenfrei.

In Hameln startet die Freilichtsaison mit dem legendären Rattenfänger-Freilichtspiel am Sonntag, den 13. Mai 2018 um 12 Uhr auf der Hochzeitshaus-Terrasse inmitten der Altstadt und mit insgesamt rund 80 Darstellern, die die Rattenfängersage wieder lebendig werden lassen. Sagenhaft und humorvoll geht es da bei der musikalischen Interpretation der Sage beim Musical „Rats“ zu, das ab Mittwoch, den 30. Mai um 16.30 Uhr jeden Mittwoch zu sehen ist und mit einer schwungvollen Inszenierung jedes Jahr das Publikum begeistert.

www.weserbergland-tourismus.de

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