Es ist üblich, dass die Mindener Innenstadt ein Mal im Jahr für zwei Tage „mobil macht“. Dann dreht sich (fast) alles um Autos, Design, PS oder Spritverbrauch. Doch die Veranstaltung am Samstag, 27. und Sonntag, 28. Mai, bietet auch ein Programm. Und das besteht aus einem kulinarischen Angebot, einem Schachturnier unter freiem Himmel am Obermarktstraße und sogar aus einem „Gefangenentransport“. // Von Carsten Korfesmeyer

„Minden macht mobil“ am 27. und 28. Mai mit verkaufsoffenem Sonntag / Spiel „Truck Escape“ am Obermarkt

Während die Autohändler sich auf dem Marktplatz und dem Kleinen Domhof mit aktuellen Modellen vorstellen, gibt es am Obermarkt ein etwas anderes Programm. Dort startet das zehnte Schachturnier unter freiem Himmel am Veranstaltungssamstag und tags drauf können sich die Besucher von „Minden macht mobil“ festnehmen lassen. „Natürlich ist das nur ein Spiel, an dem man freiwillig mitmachen kann“, sagt Michael Lax vom ADFC Minden. Es heißt „Truck Escape“ und findet in einem 50 Jahre alten Hanomag-Lkw statt. An dem Spiel können Einzelpersonen, aber auch Gruppen teilnehmen. Lax verspricht den Teilnehmern schon jetzt beste Unterhaltung. Die Spielregeln stehen im Hintergrundkasten zu diesem Beitrag. Dort erfahren Sie auch, wo es die „Haftbefehle“ gibt.

Das Schachturnier am Kaak (oberer Teil der Obermarktstraße) ist bei den Besuchern schwer angesagt. „Das ist Denksport für alle“, sagt Innenstadtkoordinator Michael Lax. Wieder setzt er auf spannende Partien und: Sollte es regnen, brauchen die Spieler keinen Regenschirm. „Dann geht es in die Obermarktpassage“, sagt er. Das Turnier wird von der ISG-Obermarkt ausgerichtet, die in der Obermarktstraße an beiden Tagen auch einen Flohmarkt startet. „Und dann stellen wir noch die Tische raus“, sagt Michael Lax. Das heißt, dass jedes Geschäft rechts und links der Straße einen Tapeziertisch aufstellt. Das zeigt nicht nicht nur die Angebote der Läden, sondern drückt zugleich die Attraktivität des Quartiers aus.

Ausrichter von „Minden macht mobil“ ist die Werbegemeinschaft. Sie bietet einen „Open-Air-Autosalon“, auf dem das Neueste aus Lack und Chrom gezeigt wird. Es darf gestaunt und natürlich Probe gesessen werden. Ob Kleinwagen, Van oder edle Limousinen: Informieren kann sich der Besucher an beiden Tagen aber nicht nur über das Aussehen und die Motorstärke, denn: Immer größeres Interesse hat der Autofahrer an der Umweltverträglichkeit. Wieviel Sprit verbraucht das Fahrzeug? Ist der Schadstoffausstoß gering? Für diese und viele andere Fragen stehen die Vertreter der einzelnen Autohäuser gern Rede und Antwort.

Minden macht jedoch nicht nur in Sachen Auto-mobil. So haben am Samstag die Geschäfte zu den bekannten Einkaufszeiten geöffnet. Am Sonntag ist zusätzlich verkaufsoffen. Von 13 bis 18 Uhr kann „geshoppt“ werden. Das wird an diesem Wochenende (wie auch schon in den vergangenen Jahren) wieder viele Menschen in die Mindener Innenstadt locken, sodass die Werbegemeinschaft von einem enormen Werbeeffekt spricht. Denn dann tummeln sich auch wieder jede Menge auswärtige Besucher in der Stadt, die Minden kennen, schätzen und lieben werden. Und dann sicherlich auch immer wieder gerne in der City zu Gast sind.

Hintergrund: Truck Escape

Das Spiel „Truck Escape“ macht aus den Gästen „Häftlinge“, die auf dem Weg zum Gefängnis sind. Der Wärter kleidet sie zunächst ein und behandelt sie erkennungsdienstlich.

Dann werden die Spieler im Truck „festgesetzt“ und die (simulierte) Fahrt zum Gefängnis beginnt. Nach kurzer Zeit gibt es einen „Unfall“ und ein Fluchthelfer wirft die Schlüssel für die Handschellen durch das Fenster.

Doch jetzt beginnt erst die eigentliche „Arbeit der Gefangenen“. Der „Ausbruch“ aus dem Gefangenentransporter gelingt nur dann, wenn Sie sich mit „Geistesblitzen“ den Weg in die Freiheit erkämpft haben.

Der Countdown beginnt, die Insassen haben nur wenig Zeit, aus dem Truck zu entkommen, bevor das Rettungsteam ankommt. Es ist also List, Intelligenz und pfiffiges Verhalten gefragt. Ein, auch für die Zuschauer, besser Zuhörer, spannendes Spiel. Denn sämtliche Unterhaltungen im Gefangenentransport, die (hoffentlich) den Weg in die Freiheit schaffen, werden nämlich nach außen übertragen.

Das Spiel findet in einem 50 Jahre alten Hanomag LKW statt.

Der Spielleiter ist ein Wärter. Außerhalb des Trucks können neugierige Zuschauer alles beobachten.

Wer mitmachen möchte, muss sich oder Freunde, Bekannte und Verwandte rechtzeitig anmelden. „Haftbefehle“ gibt es per Mail unter:

info@obermarktquartier.de oder persönlich in der Galerie Ober.AR.T von Mittwoch bis Freitag in der Zeit von 15 bis 18 Uhr sowie samstags von 11 bis 16 Uhr. Der Gefangenentransport startet jede halbe Stunde mit sechs  „Gefangenen“ an Bord. Der erste Transport startet um 13 Uhr, der zehnte und letzte um 17.30 Uhr.

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