Herzlichen Glückwunsch GWD Minden zu 1000 Bundesligaspielen. Was eine Marke! Das haben bisher „nur“ vier andere Vereine erreicht. Es sind neben Dankersen der TV Großwallstadt, der VfL Gummersbach, der THW Kiel und der TBV Lemgo. Es sollen noch viele, viele dazukommen. Also, drinbleiben! // Von Carsten Dehne

Die Scandinavian-Connection bei GWD Minden wird größer / Motivation in der Liga stimmt

Und das sieht ja verhältnismäßig gut aus. Die beiden Siege gegen Leipzig und in Erlangen haben für Ruhe gesorgt. Ruhe, die Trainer und Mannschaft für die wichtigen Aufgaben gegen den Bergischen HC und Balingen gebrauchen kann. Voll reinhauen, bis zur letzten Sekunde – immer wieder höchste Konzentration und höchster Einsatz – das müssen sie zeigen, um die Spiele grundsätzlich in die richtige Richtung zu lenken. Und auch deshalb, um sich hinterher keine Vorwürfe machen zu müssen.

Natürlich sind die Kader der Rhein Neckar Löwen, von Flensburg oder Kiel deutlich stärker besetzt. Die können sich wegen ihrer Masse an Topspielern eventuell mal eine „kleine Auszeit“ gönnen. Aber selbst bei diesen Mannschaften passiert es ja immer wieder gerne mal, dass bei allen die Konzentration nachlässt und der Underdog kämpft und rackert und macht und tut und plötzlich gibt es eine faustdicke Überraschung.

Wenn die Grün-Weißen genauso agieren, dann sind sie ja selber schwer zu besiegen. Das hat das Spiel bei den Rhein Neckar Löwen gezeigt. Das beweisen solche Spiele wie das in Erlangen oder das gegen Leipzig. Denn da hat kaum einer im Vorfeld mit etwas zählbarem gerechnet. Das beweist aber was möglich ist, wenn man sich richtig reinhängt – durchgehend. Und es beweist, dass diese katastrophal hohe Niederlage gegen Flensburg ein Ausrutscher war – zwar kein schöner aber vielleicht ein lehrreicher.

Die Skandinavian-Connection bei den Grün-Weißen wird größer: Andreas Cederholm wechselt aus Toulouse nach Minden. Der 1,86 Meter große Linkshänder ersetzt Moritz Schäpsmeier und bildet mit Christoffer Rambo ab der neuen Saison das Duo im rechten Rückraum. Andreas wird im Mai 27 Jahre alt. Bevor er nach Frankreich wechselte, spielte er in Kristianstad. Dort wurde er zweimal schwedischer Meister und spielte auch Champions League. In bisher gut 30 Länderspielen erzielte er mehr als 60 Tore. Andreas gilt als zweikampfstarker Spieler der sehr gut Lücken in die gegnerische Deckung reißen kann – somit ist er die ideale Ergänzung zu „Wurfmaschine“ Christoffer Rambo.

Der Nachfolger von Gerrie Eijlers kommt aus Norwegen und heißt Espen Christensen. Der 31jährige holte mit seiner Nationalmannschaft die Silbermedaille bei der WM in Frankreich – dort war er zweiter Mann seines Teams. Von Gullerud und Rambo hat er eine Menge Informationen über seinen neuen Verein bekommen. Das übrigens auch von Tomas Axner – der ehemaliger Publikumsliebling in der Kampa-Halle war in Schweden eine Zeit lang sein Trainer.

Mit Cederholm und Christensen hat GWD nun zwei Neue für die kommende Serie verpflichtet. Außerdem wurden ja die Verträge mit der Flügelzange Sjöstrand/Svitlica bis Mitte 2018 verlängert. Der Kader nimmt mehr und mehr Formen an. Mal gucken, wenn Frank von Behren noch aus dem Hut zaubert…

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