Die Hybridtechnologie setzt sich auf dem Automarkt immer weiter durch. Die Kombination Strom und Sprit ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch wirtschaftlich. Und der Fahrspaß ist garantiert, wie der Hyundai Ioniq im Test eindrucksvoll unter Beweis stellt. // Von Carsten Korfesmeyer

Heute im Test: Der Hyundai Ioniq Hybrid

In unter elf Sekunden beschleunigt der Hyundai Ionic von Tempo Null auf 100. Auf 141 PS bringt es der Mittelklassewagen, der mit Motoren aus Benzin und Strom gefahren wird. Ein starker Wert. Jeweils nach Bedarf schaltet sich der Verbrennungsmotor dazu, was der Fahrer hinter dem Lenkrad lediglich am Armaturenbrett erkennt. Ansonsten ist der Mix aus Elektro und Benziner nicht spürbar. Und das ist im Alltag wünschenswert.

Der Hyundai Ioniq Hybrid schneidet im Test gleich aus mehreren Gründen sehr gut ab. Dass er bis knapp vor Tempo 120 mit Strom gefahren werden kann, ist nur einer davon. Denn er bietet außerdem Fahrkomfort, ist schon in der Serie mit allerlei Schnickschnack ausgestattet und ganz auf Höhe der Zeit. Ein Tausendassa mit einer breiten Zielgruppe. Der Wagen aus dem Hause des südkoreanischen Autobauers wird Erfolge auf den Straßen dieser Welt fahren. Aber lesen Sie bitte trotzdem noch weiter.

Wer mit dem Ioniq unterwegs ist, erlebt sehr ruhige Fahrten. Dass er ein „Hybrid“ ist, macht ihn zu einem hochmodernen Auto. Ihn aber allein auf seine inneren Werte zu reduzieren, wäre nicht fair und würde diesem Auto vielseitigen auch nicht gerecht. Denn sein Äußeres ist ebenfalls nicht ohne und keineswegs auf die Stromtechnologie ausgelegt. Der Südkoreaner hat eine sportliche Figur, ohne ein Muskelprotz zu sein. Die markanten Wesenszüge hat das neue Modell (mehr oder weniger) aus der Hyundai-Familie übernommen. Das ist gut, denn Gutes bleibt gut. Ob vorn, hinten oder von der Seite: Wer ihn anschaut, verliebt sich recht schnell in ihn.

Mein Date mit dem Ioniq habe ich an einem sonnigen Donnerstag im Mai. Das Testauto hat eine sportliche Note, die sofort ins Auge sticht. Als ich in ihm Platz nehme, blicke ich zuerst auf das Armaturenbrett. Alles wirkt ein wenig wie bei Star Trek – allerdings nicht mehr so übertrieben futuristisch wie bei früheren Hybrid-Versionen aus den Anfangsjahren dieser Technologie. Und man muss nicht Captain des Raumschiffs Enterprise sein, um sich mit dem Ionic ruckzuck vertraut zu machen. Kurze fachliche Einleitungen zum Getriebe und zur Hybrid-Technologie reichen aus, um für den Verkehr gerüstet zu sein. Und dass der Hyundai mit Strom fährt, merkt der Fahrer nach kurzer Zeit höchstens noch an der Tankstelle.

Auf der Straße legt der Ioniq dann mächtig los. Beide Motoren geben sich durchzugstark, sodass es sich kombiniert prima beschleunigen lässt. Die Straßenlage ist auffallend gut. Selbst bei höherem Tempo in Kurven lässt sich der Hyndai nicht aus der Ruhe bringen. Das gilt auch bei der Höchstgeschwindigkeit, die laut Werksangaben bei 185 km/h liegt. Das sorgt beim Fahrer und den Mitinsassen jederzeit für ein sicheres Gefühl. Und Bremsen, Lenkung oder Automatikschaltung: Alles verdient Lob. Toll ist auch die Rundumsicht. Die Sitze sind sportlich und komfortabel, die Verarbeitung ist bestens und hochwertig. So geht Fahren heute.

Den Ioniq gibt es in drei Ausstattungsvarianten. Knapp zwei Stunden dauert die Testfahrt, die durch das Mindener Stadtgebiet und Teile von Porta Westfalica und Bückeburg führt. Es ist Zeit, die mit einem recht beeindruckenden Auto wie im Fluge vergangen ist. Mensch und Fahrzeug verschmelzen während der Reise sehr schnell zu einer Einheit. Der Ioniq ist ein markantes, sehr sicheres, sauberes und optisch gelungenes Auto mit sehr guten Fahreigenschaften. Ideal für die Stadt, aber auch für die Urlaubsfahrten ist dieses Auto bestens geeignet.

Unser Testfahrzeug ist uns vom Autohaus Meyer, Minden und Bad Oeynhausen, zur Verfügung gestellt worden.

Unser Testfahrzeug:

Hyundai Ioniq Hybrid

Hubraum: 1580 ccm
Leistung Benzinmotor: 105 PS
Leistung Elektromotor: 44 PS
Systemleistung: 141 PS
Zylinder: 4
Schaltung: Automatikgetriebe
Schadstoffeinstufung: Euro 6
Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h
CO2-Ausstoß: 79 g/km
CO2-Effizienzklasse: A+
Beschleunigung: 10,8 Sekunden ( 0 auf 100 km/h)
Verbrauch: 3,4 Liter Benzin (kombiniert)
Tankinhalt: 45 Liter
Preis: ab 24 200 Euro (Basismodell)

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