Der Toyota C-HR fällt auf. Der Crossover-SUV weckt Emotionen und die Lust am Fahren. Mit ihm hat der japanische Autobauer ein Modell auf die Straßen der Welt gebracht, das in seiner Klasse wohl unverwechselbar ist. // Von Carsten Korfesmeyer

 

Heute im Test: Der neue Toyota C-HR Hybrid

 

Der C-HR hebt sich innerhalb der Toyota-Familie ab, in der vor allem die Zuverlässigkeit eine stets gelebte Tugend ist. Spätestens seit 2012 zeigt die Marke mit dem Sportcoupé GT86, dass sie auch im Design starke Akzente setzt. Mit dem Crossover-SUV C-HR, das seit Herbst in der türkischen Provinz Sakarya vom Band läuft, ist ein Typ auf die Straßen gekommen. Der C-HR überzeugt durch seine unverwechselbaren Konturen und hat ein starkes Design mit pfiffigen Ideen, die ihn einzigartig machen. Selbst in der mittlerweile schwer umkämpften Fahrzeugklasse ist das so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal. Und positiv aufzufallen ist sowieso gut.

 

Optisch macht der C-HR eine Menge her. Er wirkt sportlich, dynamisch und die hohen Griffe an den hinteren Türen verleihen ihm zusätzlichen Pep. Die markante Frontpartie mit den großen Scheinwerfern und die gesamte Heckpartie sind einer klaren Linie. Das kommt beim Autofan prima an. Dieser Toyota hat Ecken und Kanten, ohne dabei auch nur annähernd klobig zu wirken. Diesen Spagat müssen Konstrukte erstmal hinbekommen. Die von Toyota haben das beim C-HR toll hinbekommen.

 

Wer in dem Wagen Platz nimmt, sitzt hoch und dennoch sportlich. Die Sitze sind bequem und es gibt für alle Mitfahrer genug Kopf- und auch Beinfreiheit. Das macht den C-HR mit seiner Länge von 4,30 Metern zu einem Raumwunder, verleiht ihm zusätzlich aber noch die Qualifikation eines Familienwagens, mit dem man auch gern längere Strecken in den Urlaub zurücklegt. Die hochwertige Verarbeitung des Innenraums und der Armaturen sei an dieser Stelle auch noch erwähnt, obwohl man so etwas von Toyota längst gewohnt ist, aber bei einem Einstiegspreis von 21 990 Euro für das reine Basismodell durchaus auch erwarten darf.

 

Vieles gehört zur Serienausstattung und da sammelt der C-HR im Autotest von news – Das Magazin weitere Pluspunkte. Vor allem im Bereich der Sicherheit hat dieses Fahrzeug allerhand zu bieten, darunter sieben Airbags, eine autonome Notbremsfunktion, einen Frontkollisionswarner oder einen Spurhalteassistenten. Serie sind auch der Bremsassistent sowie ein Reifendruck-Warnsystem. Ein sinnvolles, aber leider auch von der Ausstattung abhängiges Angebot ist die Verkehrsschilderkennung, die beispielsweise auf Tempolimits oder Überholverbote hinweist.

 

Den C-HR gibt es in vier Ausstattungslinien und vier Motorisierungen, von der es eine als Hybrid gibt. Die Marke Toyota, die in dieser Technik die Vorreiterrolle hat, bietet in der Hinsicht eine neue Antriebsgeneration, die fasziniert. Die Kombination Strom und Benzin spürt der Fahrer bei der Beschleunigung besonders gut. Hier sind neue Akzente beim lautlosen Gleiten gesetzt und mit einer Systemleistung von 122 PS ist der C-HR mit einer angegebenen Spitzengeschwindigkeit von 170 km/h flott unterwegs. Dieser Hybrid wird zu einem guten Freund. 

 

Die Rundumsicht ist soweit gegeben, obwohl es aufgrund des Designs beim Blick nach hinten einen leichten toten Winkel gibt. Das ist zumindest anfangs noch ein wenig gewöhnungsbedürftig, nach kurzer Zeit aber schon ken Problem mehr. Rein fahrtechnisch gibt es gegenüber dem Japaner nichts zu meckern. Der Vollhybrid lässt sich prima bedienen und liegt auch jederzeit gut in der Spur. Bremsen und Lenkung sprechen supergut an und selbst bei stärkeren Kurven behält der C-HR alles so gut im Griff, dass sich die Insassen immer pudelwohl fühlen. Und Gespräche sind aufgrund der geringen Geräusche des Benzimotors auch bei hoher Geschwindigkeit sogar im Flüsterton möglich.

 

Fazit: Der C-HR ist ein Auto für jede Gelegenheit. Er ist zuverlässig, sieht gut aus und gibt was her. Sparsam und umweltschonend ist er auch noch.

 

 

Hintergrund Hybrid:

 

Ein Hybridauto wird durch zwei so genannte Energieumwandler betrieben. Meistens besteht die Kombination aus einem Eletromotor und einem Benzinmotor. Zunächst beschleunigt man mit dem Elektromotor, bevor sich bei höherer Geschwindigkeit der Benziner zuschaltet. Während der Fahrt lädt sich der Elektromotor wieder auf. Dadurch kommt es zu deutlich niedrigeren Verbrauchswerten und einer geringeren Umweltbelastung.

 

 

Unser Testfahrzeug:

 

Toyota C-HR 1,8 Hybrid

 

Hubraum:                                       1798 ccm

Leistung Elektro:                           72 PS
Leistung Benzin:                            98 PS
Systemleistung Hybrid:                122 PS

Höchstgeschwindigkeit:                170 km/h

Beschleunigung:                            11,0 Sek. (0 auf 100 km/h)

Verbrauch:                                               3,9 Liter Benzin (100 km, kombiniert)

Zylinder:                                        4

Antrieb:                                          Stufenloses Automatikgetriebe

Max. Drehmoment:                       142 Nm/3600 U/min

Tankinhalt:                                     50 Liter

CO2-Ausstoß:                                87 g/km
Abgasnorm:                                    Euro 6
CO2-Effizienzklasse:                    A-plus

Preis:                                               ab 21 990 Euro (Basisversion)

Preis Testfahrzeug:                        ab 27 390 Euro (Basis Hybridversion)

 

Unser Testfahrzeug ist uns vom Autohaus Nobbe, Porta Westfalica, zur Verfügung gestellt worden.

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