Heute im Test: Der neue Toyota Prius Hybrid

Der neue Prius hat noch mehr an Charakter gewonnen. Er gibt sich sehr komfortabel, sportlich und sein Design hat auch etwas futuristisches. Der Japaner hat Stil, seine Optik verleiht im ein Alleinstellungsmerkmal. Denn der Prius ist im positiven Sinne ein eher kantiger Typ. Hochwertig ist seine Verarbeitung und im Innenraum haben fünf Erwachsene genügend Platz. Die Sitze sind bequem, alle Bedienelemente lassen sich gut zuordnen – und der relativ kleine blaue Schalter für das stufenlose Automatikgetriebe zeigt mir, dass ich es mit einem Hybrid-Auto von Toyota zu tun habe.

Der Fahrer spürt diese Technik spätestens an der Tankstelle. Drei Liter Super sind als durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch angegeben. Die CO2-Emiision beträgt 70 Gramm pro Kilometer – ein Top-Wert. Zu recht gilt Toyota als führender Hersteller dieser seit Jahren schwer gefragten Technologie. Denn Hybrid-Autos schlucken deutlich weniger, weil sie im Elektromotor einen starken Partner an ihrer Seite haben. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt. Denn der Schadstoff-Ausstoß ist geringer.

Mein Tag mit dem Prius beginnt an einem späten Nachmittag in Porta Westfalica. Er startet auf Knopfdruck, aber vom Motor ist rein gar nichts zu hören. Ja, so ist diese Technik – und dass der Wagen läuft, merke ich beim Treten des Gaspedals. Irgendwann gesellt sich dann der 98-PS-starke Benzinmotor hinzu. Bis dahin lief alles auf Elektrobasis mit 72 PS.

Mit gleichmäßiger Fahrt geht es Richtung Bückeburg. In diesen Momenten ist der Verbrennungsmotor der effizientere Antrieb. Doch die Hybrid-Technik schläft nicht. Während ich unterwegs bin, lädt sich die Batterie des Elektromotors auf. Ein eindrucksvolles Display verschafft mir jederzeit einen Überblick über das, was im Auto antriebstechnisch abgeht. Allerdings muss auch gesagt werden, dass sich der Überblick erst dann bietet, wenn man auch den Überblick zu dieser Technik gewonnen hat.

Auf der Bundeststraße 65 entfalten die 122 Pferdchen der Systemleistung ihre volle Wirkung. Rasant geht es auf der linken Spur zu. Während ich das Gaspedal trete – und beschleunige, tritt auch der Elektromotor in Aktion. Fahrgeräusche halten sich im Innenraum auf unterstem Level – und der ganze Komfort des Prius sorgt für eine Menge Fahrspaß. Und aus reiner Anwendersicht macht das Fahren mit einem Hybrid-Auto keine Unterschiede. Auch ein Hybrid-Auto hat Lenkrad, Sitze oder Tacho. Auch die Verkehrsregeln gelten – und wenn ich mich brav blinkend in Richtung Ausfahrt bewege, trete ich naturgemäß die Bremse. Und ich weiß, dass jetzt gerade die Hochleistungsbatterie aufgeladen wird.

Die Fahrt geht noch einige Zeit weiter. Ich fahre nach Stadthagen, Minden und dann wieder nach Porta Westfalica zurück. Es macht Spaß, was sicher auch an der hochwertigen Ausstattung meines Testautos liegt. Schon die reine Serienausstattung (Smart-Key-System , Berganfahrassistent oder Smarphone-Ladegerät) hat ganz nach Toyota-Tradition viel zu bieten. Der Wagen ist ausgereift, liegt bestens auf der Straße und gibt mir auch bei höchsten Geschwindigkeiten immer ein Gefühl von größter Sicherheit. Klasse ist auch der Rundumblick, der im Rückspiegel lediglich durch das geteilte Fenster im Heck ein wenig getrübt wird. Aber das ist nur eine Frage der Gewöhnung. Der neue Prius ist ein Hingucker, fährt sich klasse und dürfte daher auch in der neuen Generation in der Erfolgsspur fahren.

 

Unser Testfahrzeug      Toyota Prius Hybrid 1.8

 

Hubraum:  1798 ccm

Ventile: 16

Leistung Benzinmotor: 98 PS

Leistung Elektromotor: 72 PS

Systemleistung: 122 PS

Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h

Beschleunigung: 10,6 Sekunden (0 auf 100 km/h)

Verbrauch: 3,0 Liter (kombiniert)

Abgasnorm: Euro 6

CO2-Effizienzklasse: A+

CO2-Emission: 70g/km

Preis: ab 28 150 Euro (Basis)

 

Unser Testfahrzeug ist uns vom Autohaus Nobbe, Porta Westfalica, zur Verfügung gestellt worden.

Share Button