Eine Hochzeit zu planen, stellt den Normalbürger in aller Regel vor ein großes Problem, denn: Vom Brautkleid bis zum Blumenstrauß gilt es hunderte von Dingen zu organisieren. Garderobe, Ringe, Festsaal,  Einladungskarten, Sitzordnung sind dabei nur einige Punkte, die von den künftigen Eheleuten und ihrem jeweiligen Team bewältigt werden müssen.

Klingt nach viel – und ist es auch. Aber keine Angst: Mit der passenden Zeiteinteilung lässt sich die Hochzeitsfeier prima entspannt organisieren.

Für den perfekten Ablauf einer Hochzeit im größeren Stil raten Experten zu einer rund viermonatigen Vorlaufzeit. Wer also im Mai oder Juni 2018 vor den Traualtar treten möchte, sollte sich in diesen Tagen mit dem Heiratsantrag beschäftigen. Dieser wird normalerweise vom künftigen Bräutigam gestellt, der aber seltsamerweise gerade vor dieser Hürde den meisten Bammel hat. Ist es Angst, die Partnerin könnte Nein sagen? Oder die Panik, etwas Falsches zu sagen? Wahrscheinlich von beidem etwas, denn: Geht diese Sache daneben, wirft es nicht gerade ein tolles Licht auf das bevorstehende Ereignis.

Dabei gibt es so viele schicke Varianten, einen Heiratsantrag zu stellen. Kreativität ist sicherlich gefragt – und je nach finanziellem  Spielraum lassen sich einige Wege beschreiten. Preiswert, beliebt und effektiv sind nach wie vor die Klassiker. Man lädt die Partnerin beispielsweise an einen Ort ein, mit dem beide etwas Besonderes verbinden. Bei einem gemeinsamen Spaziergang oder Abendessen kommt die Gelegenheit dann garantiert, den Satz „Willst Du mich heiraten?“ stellen zu können. Steht dann auch noch ein Strauß roter Rosen parat, dürfte dem „Ja“ eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

Ausgefallene Heiratsanträge sind in den vergangenen Jahren ebenfalls in Mode geraten. So zieren Schriftzüge auf Bettlaken die Frage aller Fragen, die dann an Brücken oder Straßenrändern gestellt wird. Fährt die Liebste daran vorbei, wird ihr das sicher imponieren. Manche künftige Eheleute legen Laken mit großen Buchstaben aber auch auf Wiesen und Feldern aus – und mieten dann mit ihrer Partnerin ein Flugzeug oder einen Heißluftballon, um das „Ja“ in luftiger Höhe einzufangen. Pfiffig auch die Methode, eine Anzeige in einer Tageszeitung zu schalten oder gar eine Kinowerbung zu buchen.

Es gibt sicher noch viele Wege, einen Heiratsantrag zu stellen. Doch danach geht die Vorbereitung erst richtig los. Den Anfang bildet der Termin beim Standesamt und Pfarrer. Steht dieser fest, müssen alle notwendigen Papiere geordert werden. Danach gilt es, eine Gästeliste zu erstellen. Hierbei muss das Paar unbedingt darauf achten, ein zuvor  festgelegtes Budget einzuhalten und: Erst wenn das geklärt ist, sollte die Buchung eines entsprechenden Festsaals erfolgen. Die Gastronomen sind in aller Regel Experten, was den perfekten  Ablauf einer Hochzeitsfeier betrifft. Diese wissen auch ganz genau Bescheid, wenn es um das passende Essen oder die Dekorationen geht. Lassen Sie sich individuell beraten. Meist bestehen auch gute Kontakte zu Bands oder Entertainern, die für beste Stimmung sorgen.

Spätestens drei Monate vor dem Termin sollte man entsprechenden Urlaub beantragen. Ebenfalls ist es bereits zu diesem Zeitpunkt ratsam, sich um einen Fotografen oder Filmer bemühen. In aller Regel werden jetzt auch die Einladungskarten verschickt – und die Abläufe konkret festgelegt. Mit welchem Auto wird gefahren? Welche Sitzordnung? Ganz wichtig ist in dieser Phase die Wahl des Brautkleides. Hierzu gibt es in allen Städten Fachbetriebe, die ihren Kundinnen das perfekte Outfit für den Tag bieten. Kauf oder Leasing – vieles ist möglich. Die Experten arbeiten auch häufig mit Kosmetikerinnen oder Floristen zusammen, die ganz genau wissen, worauf es beim Hochzeitstag ankommt. Auf dieses Wissen zu setzen, ist mehr als empfehlenswert, denn: Man kann nicht an alles denken.

Selber kümmern sollte sich das Paar jedoch darum, ein paar Tanzschritte einzustudieren. In entsprechenden Kursen bieten die Tanzlehrer dafür eine perfekte Vorbereitung, um beispielsweise einen perfekten Walzer aufs Parkett zu legen. Der Kauf der Trauringe ist ebenfalls Sache des Paares. Juweliere bieten diese in verschiedenen Preisklassen an – und kümmern sich selbstverständlich auch darum, dass sie auf die Finger passen. Von dezent bis außergewöhnlich reicht das Angebot. Ist man sich bei der Auswahl unschlüssig, stört das normalerweise nicht. Juweliere wissen nur zu genau, dass Geschmäcker auch bei Eheleuten auseinander gehen können. Aber keine Angst: Die Experten schaffen es (fast) immer, auch dieses Problem zu lösen.

Rund einen Monat vor der Hochzeit wird die heiße Phase eingeläutet. Jetzt müssen Übernachtungsmöglichkeiten der Gäste festgelegt werden. Gleiches gilt auch für Termine beim Friseur. Ratsam ist es, ein paar Probefrisuren zu stecken, um verschiedene Varianten auszuprobieren. Außerdem gilt es, Blumenschmuck zu ordern – und mit den Blumenkindern zu proben. Etwas eine Woche vorher sollten mit Standesamt, Pfarrer, Restaurant, Unterhalter, Fotografen oder Autovermieter letzte Rücksprachen gehalten werden. Dann kann der heiß ersehnte Tag kommen, der für alle (und natürlich besonders für das Brautpaar) zu einem unvergesslichen Erlebnis werden wird.

Ach ja – und natürlich ist mit der Hochzeitsfeier noch nicht alles erledigt. Denn auch im Anschluss an das Fest gibt es Etikette zu achten. So ist es beispielsweise üblich, rund zwei Wochen später Danksagungen zu versenden. Üblicherweise werden diese heutzutage mit Bildern verschickt. Wichtig ist daher, beim Hochzeits-Fotografen rechtzeitig eine entsprechende Anzahl vorzubestellen. Dann sollten Sie auch nicht vergessen, ihre entsprechenden Papiere zu ändern. Ausweis, Versicherungen, Steuerkarte, Krankenkasse oder Sparbücher müssen entsprechend umgeschrieben werden. Das schieben viele nur allzu gern auf die lange Bahn. Sehr viel fixer sind die Paare hingegen bei einer Sache: So werden Namensschilder an Türen oder Briefkasten meist schon vor der Hochzeit auf den neuen Stand gebracht.

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