Minden lässt es mal wieder krachen! Wenn am Samstagabend am Weserufer die bunten Raketen in die Luft steigen, die Weser voll von beleuchteten Booten und Schwimmern mit Fackelflößen ist und tausende Besucher am beleuchteten Ufer entlangflanieren, hat das vielleicht schönste Fest in Minden seinen Höhepunkt erreicht: Das Blaue Band der Weser wird in diesem Jahr vom 1. bis zum 3. September gefeiert – wie immer zwischen Schlagde und der Skatebahn am linken Weserufer. // Von Jan Henning Rogge

Blaues Band der Weser vom 1. bis 3. September mit viel Programm und Flair

Musik, viele Attraktionen, Karussells und spannende Wettkämpfe erwarten die Besucher bei dem dreitägigen Event, dass viel mehr als ein gewöhnliches Volksfest ist. Denn Tagsüber stehen bei der nach Angaben der Veranstalter größten Breitensport-Wasserveranstaltung Europas jede Menge Wettkämpfe im Vordergrund. Drachenbootrennen, Kanupolo-Turnieren, einer Ruder-Regatta und der berühmten Weserberglandrallye und dem Wanderfahrertreffen des Landes NRW stehen auf dem Programm.

Die Weser selbst wird Austragungsort verschiedener Rennen, am Samstag werden außerdem die Teilnehmer der Weserberglandrallye erwartet. Je nach Leistungsklasse sind die mit ihren Paddelbooten zuvor im rund 66 Flusskilometer entfernten Hameln (Goldstrecke), Rinteln (41 Kilometer, Silberstrecke) oder Vlotho (Bronzestrecke, 21 Kilometer) gestartet. Je nach Wasserstand und Fließgeschwindigkeit müssen die Sportler kräftig paddeln, um die Strecke zu bewältigen.

Wem das schon zu anstrengend klingt, ist am Ufer gut aufgehoben. Zahlreiche Imbissbuden werden dafür sorgen, dass niemand hungrig die Wettkämpfe verfolgen muss: Mit einem kühlen Getränk in der Hand ist es ja auch deutlich angenehmer, den schwitzenden Ruderern und Drachenbootfahrern zuzuschauen. Sportlich geht es auch beim Kanupolo-Turnier am Samstag und Sonntag im Sommerbad zu. Insgesamt 30 Mannschaften haben sich gemeldet, um sich im Freibad harte Kämpfe um den Ball zu liefern.

Die Ruderriegen von Herder- und Besselgymnasium werden derweil auf der Weser die Stadtmeister im Rudern ausmachen. Auf der 500 Meter langen Strecke wird es heiß hergehen, die Zieleinfahrt lässt sich am besten von der Fußgängerbrücke beobachten.

Platz müssen die Sportler nur den zahlreichen Plastik-Enten machen, die zum Entenrennen aus einem Netz ins Wasser gelassen werden. Beim Rennen für den guten Zweck werden auch in diesem Jahr wieder Quietschentchen als Lose aus der Weser gefischt. Die Losnummern können vorab erworben werden, zahlreiche Sachpreise warten auf die Gewinner.

Gefeiert werden kann dann am Freitag- und Samstagabend. Verschiedenen Bands auf verschiedenen Bühnen machen dann das Weserufer zur Partymeile. Bunte Lichter und der ruhig fließende Strom tragen zur besonderen Atmosphäre bei. Ob auch das beim letzten Blauen Band so erfolgreiche Ballonglühen auf Kanzlers Weide wieder stattfinden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab – einer davon ist das Wetter. Der Anblick der beleuchteten Fluggeräte vor dem Abheben ist alleine schon beeindruckend – mit ihren Reflexionen in der Weser entsteht ein unvergessliches Bild.

Der Augenblick auf den seit Jahrzehnten alle warten kommt dann am Samstagabend: Die Fackelschwimmer der DLRG steigen Stromaufwärts ins Wasser. Dabei haben sie kleine Flöße voller Fackeln, die die Weser in ein ganz eigenes Licht tauchen werden – ein unvergleichlicher Anblick. Dann werden weitere Boote in einem Umzug auf dem Fluss folgen, ebenfalls festlich beleuchtet, oft fantasievoll geschmückt. Den Abschluss bildet das Höhenfeuerwerk, das in jedem Jahr das Publikum besonders verzückt.

Hinter den Kulissen wird der Mindener Ortsverband der DLRG seinen vermutlich größten Einsatz des Jahres ableisten: Nicht nur während der Wettkämpfe und des Umzuges auf der Weser werden die Rettungsschwimmer für Sicherheit auf dem Wasser sorgen – während der gesamten Dauer des Festes sind die kleinen wendigen Rettungsboote der Lebensretter im Einsatz.

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