Im Sommer 2008 ist das Medizinische Zentrum in Porta Westfalica eröffnet worden. Von Anfang an fest etabliert, ist das Gebäude heute ein Ort, an dem die Menschen eine medizinische Versorgung unter einem Dach erleben. Und das unmittelbar neben dem Johannes Wesling Klinikum.

Ein Ort für die Gesundheit

Zehn Jahre nach seiner Eröffnung ist das Medizinische Zentrum am Ortsrand von Barkhausen eine feste Institution. Patienten erleben dort nahezu eine Rundumversorgung – und das markante Gebäude ist eine Anlaufstelle. Optimal ist seine Lage. Nur wenige Gehminuten entfernt befindet sich das Johannes Wesling Klinikum, das im April 2008 seine Pforten öffnete. Seither ist das einstige Ackerland im Grenzgebiet der Städte Minden und Porta Westfalica zu einem Areal geworden, das für medizinische Kompetenz steht – und für die Bevölkerung sehr wichtig ist.

Wer die Menschen nach dem Medizinischen Zentrum fragt, bekommt sehr positive Resonanz. „Die Wege sind kurz“, sagt eine ältere Frau, die gerade vom Orthopäden kommt und mit ihrem Rollator zur Bushaltestelle geht. Eine junge Frau und ihre zwei Kinder kommen gerade vom Zahnarzt, ein leicht erkälteter Mann aus der Apotheke und zwei Frauen haben in dem Restaurant im Erdgeschosss gerade eine Kleinigkeit gegessen. All diese Menschen stehen für das, was dieses Gebäude seit einem Jahrzehnt leistet.

Und es ist ein Haus, das Maßstäbe setzt. Hinsichtlich seiner fachlichen Ausrichtungen genießt das Gebäude einen sehr guten Ruf, der weit über die Grenzen des Landes von news – Das Magazin hinaus hallt. Das Medizinische Zntrum am Klinikum ist sehr bekannt – und seit das Johannes Wesling Klinikum im Jahr 2016 zum Universitätskrankenhaus ernannt worden ist, stieg die Bedeutung des Nachbarn noch weiter an.

Die Menschen mögen das Haus. Es ist großflächig und bietet doch Raum für Privatsphäre. Blicken wir zurück auf das, was sich seit Sommer 2008 alles entwickelt hat. Das Gebäude am Flurweg 13 präsentiert sich mit ansprechender Architektur, die optische Gefälligkeit und Funktionalität verbindet. Während mit Blick auf Technik und Bauausführung modernste technische Standards erfüllt wurden, fügt sich der gesamte Neubau bestens in seine grüne Umgebung. Auf mehr als 5000 Quadratmeter vermietete Fläche erstreckt sich das Gebäude. Die rund 100 Mitarbeiter in knapp 30 verschiedenen Einrichtungen rund um die Gesundheit stehen dafür zur Verfügung, dass – bei vollem Geschäftsbetrieb – mehr als 1000 Patienten pro Tag versorgt werden können. Mehr als 220 kostenlose Parkplätze sowie eine gute Verkehrsanbindung mit Auto oder Bus ebnen ihrerseits den Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden. Und wenn demnächst am Klinikum ein weiteres Parkhaus entsteht, sind selbst zu den Stoßzeiten keine Parkplatzprobleme oder Verkehrsbehinderungen mehr zu erwarten.

Komplettiert wird der tagtägliche Austausch zwischen den und das Miteinander der Facharztpraxen und der übrigen Anbieter durch die Nachbarschaft zum Johannes-Wesling-Klinikum. „Das Zentrum ist genau hier entstanden, damit die Kompetenz beider Häuser nochmals gesteigert werden kann“, hieß es bereits 2008 vonseiten der Investoren des Gesundheitszentrums „Minden-Porta Westfalica“. So sollen medizinische Synergien genutzt und ausgebaut werden. Beispiele dafür bilden die Bereiche Urologie und Kardiologie, das Labor sowie die Diagnostik. „Die Bildung weiterer Netzwerke soll und wird in der Zukunft erfolgen“, so die Investoren damals. Dieses Ziel ist erreicht – und wird weter verfolgt. Das Gebäude wurde in knapp einem Jahr errichtet: Während die Legung des Grundsteins am 16. Mai 2007 datiert ist, konnten am 5. Mai 2008 die ersten Mieter einziehen. Und die Erfolggstory hat seither viele Kapitel.

Ein Blick zurück in den November des Jahres 2007. Das Medizinische Zentrum am Klinikum hat nun ein Dach über dem Kopf. 149 Tage nach der Grundsteinlegung hatten die Bauherren zum Richtfest geladen. Monika Kramer, Norbert Schulte und Wilfried Engberding freuten sich, dass über 200 Gäste der Einladung gefolgt waren.  „Wir bewegen uns im Zeitplan und im geplanten Kostenrahmen“, sagte die Geschäftsführerin Monika Kramer in Ihrer Begrüßungsrede. Landrat Dr. Ralf Niermann zeigte sich beeindruckt von der Größe und offenen Gestaltung des Medizinischen Zentrums.  Karl Erich Schmeding, stellvertretener Bürgermeister der Stadt Porta Westfalica überbrachte die Grüße des Rates und der Verwaltung und stellte fest, dass das Medizinische Zentrum am Klinikum ein wesentlicher Schritt zur zentralen medizinischen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger des Kreises Minden-Lübbecke sei. Mindens stellvertretender Bürgermeister Harald Steinmetz überbrachte die Grüße von Rat und Verwaltung der Stadt Minden. Alle zeigten sich schwer angetan. Und nach den Reden wurde zur Tat geschritten. Ralf Niermann und Monika Kramer stiegen zusammen mit Zimmermann Johannes Wietkamp auf das Dach, um den letzten Nagel einzuschlagen. Es waren schon einige Hammerschläge nötig, um den entscheidenden Nagel im Balken zu versenken, erinnert man sich noch heute.

Architekt Martin Burek lobte Bauherren, Mieter, Fachingenieure, Behörden und Handwerker. „Eine so gute Zusammenarbeit kann man sich als Architekt nur wünschen.“ Offenheit für alle Dinge und Bereitschaft, Probleme unkompliziert zu lösen, hätten bei diesem Projekt deutlich gemacht: Planen und Bauen kann auch heute noch Spaß machen.

„Es ist uns besonders wichtig, darauf hinzuweisen, dass alle Arbeiten, mit einer Ausnahme, nur von Handwerkern aus der hiesigen Region ausgeführt werden“, hieß es weiter. Ab Mitte März 2008 zogen die ersten Mieter ins neu errichtete Medizinische Zentrum ein. Neben fast allen wichtigen Facharztrichtungen gibt es eine Apotheke, ein Sanitätshaus, Krankengymnastik, ein Bistro, Ernährungsberatung und vieles mehr.

Rund 8,5 Millionen Euro wurden verbaut und 5000 Quadratmeter Fläche vermietet. Die Erfolgsgeschichte des Medizinischen Zentrums wird weiter gehen – und auch symbolisch für das stehen, was wichtige Gebäude an einer Stadtgrenze immer tun: Ein Symbol dafür sein, was heutzutage als interkommunale Zusammenarbeit bezeichnet wird. Denn ein Medizinisches Zentrum ist für alle da – und kennt daher keine Grenzen.

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