„Team Minden“ ist umgezogen. Die amtlich anerkannte Ausbildungstelle für Erste-Hilfe hat ihr Domizil ab sofort im ehemaligen Dialysezentrum in der Stiftsallee 50 in Minden.

Ausbildungsstelle „Team Minden“ in neuen Räumlichkeiten

Bei „Team Minden“ läuft der Unterricht locker und entspannt ab. „Nur im Einsatz müssen alle ernsthaft sein“, sagt Rolf Weber, der die im Jahr 2010 gegründete Ausbildungsstelle für die Erste-Hilfe-Ausbildung zusammen mit seiner Ehefrau Katharina leitet, die auch Inhaberin ist. Es ist der Nebenjob des Rettungsassistent, der bei der Berufsfeuerwehr Minden tätig ist und seine Arbeit mit einer spürbaren Leidenschaft ausübt.

„Lernen soll Spaß machen“, sagt Rolf Weber. Wer den Autoführerschein machen möchte, kann bei ihm den dafür erforderlichen Erste-Hilfe-Schein in einem neunstündigen Kurs erwerben. Die Ausbildung laufe vor allem praxisnah ab, erklärt er. Die Teilnehmer werden „dort abgeholt, wo sie fachtechnisch sind“ und erlernen unter anderem die lebensrettenden Sofortmaßnahmen, den Umgang mit Notfällen wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte sowie das richtige Verhalten am Unfallort. „Wir gehen vor allem individuell auf die Menschen ein“, sagt Weber. So lasse sich ein optimaler Schulungserfolg erzielen. Insgesamt sind zurzeit acht Ausbilder bei „Team Minden“ tätig. Die Seminare laufen in loser Regelmäßigkeit.

Die Kurse finden vor allem an den Wochenenden oder in den Ferien statt, weil dann die meisten Menschen Zeit haben. Andere Termine seien aber möglich, erklärt Weber. Und passende Kursangebote gibt es bei „Team Minden“ auch für die Ersthelfer-Fortbildung, die besonders für Mitarbeiter größerer Betriebe interessant ist, wo Ersthelfer einen gewissen Teil der Belegschaft stellen müssen. Eine hohe Nachfrage bestehe außerdem für Notfallseminare, die für Arztpraxen vorgeschrieben sind. Beliebt sind ebenfalls die Seminare „Erste-Hilfe am Kind“ sowie Hygieneschulungen.

Sprechen Rolf und Katharina Weber über ihre neuen Räumlichkeiten, fällt häufiger das Wort „ideal“. Von 80 auf 140 Quadratmeter habe man sich vergrößert, heißt es – und die Bedingungen für den Unterricht könnten besser nicht sein. Teil der Schulungen sind beispielsweise die Mund-zu-Mund-Beatmung, die Herz-Lungen-Massage oder Sofortmaßnahmen bei allergischen Reaktionen oder Vergiftungen. Beigebracht wird den Teilnehmern ebenfalls, wie man sich verhalten soll, wenn jemand auf der Straße liegt. Rolf Weber ist genau das eine Herzenssache, denn leider schauen in diesen Situationen viel zu viele Leute weg. „Das darf nicht sein“, sagt er. Die am Boden liegende Person müsse angesprochen werden, um dann die entsprechenden Hilfsmaßnahmen unverzüglich einzuleiten.

Rolf Weber hat eine lange Berufserfahrung und weiß, wie wichtig es ist, in der Ersten-Hilfe fit zu sein. Es komme zwar für den Normalbürger kaum vor, plötzlich in eine Notsituation mit Verletzten zu geraten, doch in diese Momente kann man von einer Sekunde auf die nächste kommen. Es wäre seiner Ansicht deshalb ratsam, mindestens alle zehn bis 15 Jahre einen Auffrischungskurs zu absolvieren. Der Rettungsassistent kann sich sogar vorstellen, dass der Gesetzgeber das für Führerscheininhaber in absehbarer Zeit auch vorschreibt.

Das „Team Minden“ ist in der Stiftsallee 50 in Minde sowie telefonisch unter (05 71) 38 60 15 52, per E-Mail unter info@team-minden.de sowie per Fax unter (05 71) 38 60 15 53 erreichbar.

www.team-minden.de

Von Carsten Korfesmeyer

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