„Hut ab GWD Minden“: Ostern 2017 – 21 Punkte. Das kann sich sehen lassen. Das hat vor sieben Monaten kaum einer auf dem Zettel gehabt. Das ist aber leider „noch“ kein Grund zum Ausruhen oder für eine verfrühte Feier. Denn das „Getummel“ im unteren Tabellendrittel ist recht groß. // Von Carsten Dehne

 

Aufgaben für GWD fallen unter die Kategorie „geht so“ / Optimismus im Wonnemonat

 

Schon verrückte Welt, denn in der vergangenen Saison reichten bereits 14 (!) Punkte um in der Eliteliga zu bleiben. Selbst davon ist Coburg allerdings weit entfernt. Die verlassen die erste Liga nach einem Jahr direkt wieder. Aber wer begleitet den Aufsteiger? Streng genommen betrifft es acht Vereine – auch Hannover, Göppingen und eben GWD. Und das obwohl der Abstand für die auf die anderen fünf Vereine schon recht deutlich ist. Kleiner Nachteil dabei für die Grün-Weißen ist im direkten Vergleich mit anderen das bescheidene Torverhältnis.

 

Doch dass das „schief“ geht kann und will keiner mehr so richtig glauben. Denn die bedrohten Mannschaften spielen zum großen Teil ja auch noch gegeneinander – die nehmen sich also gegenseitig die Punkte weg. Spätestens nach dem Heimspiel gegen Stuttgart – einen Sieg vorausgesetzt – sollten für GWD Minden alle Zweifel beseitigt sein.

 

Die Aufgaben für GWD im Wonnemonat fallen in die Kategorie „geht so“. Am Samstag, den 13. Mai müssen die Grün-Weißen  nach Gummersbach. Dort wo Sead Hasanefendic im März das Amt in höchster Not übernommen hat. Das Sead es in Sachen „Feuerwehrmann“ drauf hat erlebten wir in Minden vor vier Jahren. Damals löste er Ulf Schefvert ab und holte mit der Mannschaft die nötigen Punkte zum Klassenerhalt. Das folgende Angebot, in Minden zu bleiben, lehnte er dankend ab. Die Chancen in diesem Jahr für Gummersbach in der Liga zu bleiben sind – Hasanefendic hin oder her – gar nicht so schlecht. Denn von allen Vereinen im Tabellenkeller haben die Oberbergischen das „angenehmste“ Restprogramm.

 

Am Freitag drauf, am 19. Mai, ist Hannover-Burgdorf Gast in der Kampa-Halle. Die „Recken“ hatten einen Anti-Lauf wie nie zuvor. Sie kamen nach der WM-Pause überhaupt nicht in die Gänge: zwischen Februar und April hagelte es acht Pleiten in Folge. Von einem Kandidaten auf einen Europapokalplatz ging es schnurstracks ins graue Niemandsland der Tabelle. In Hannover kassierte GWD eine deutliche 35:27 Niederlage.

 

Genau das Gegenstück zu Burgdorf ist der SC Magdeburg. Da geht’s für die GWD-Löwen Ende Mai hin. Die „Mannschaft der Stunde“ hat sich total berappelt. Seit Ende November gab es nur noch eine Niederlage – und die in Kiel. Da kann man schon mal verlieren. Und: die Jungs von der Börde werden das Hinspiel nicht vergessen haben: da siegte Dankersen mit 34:24. Mehr als dies Ergebnis wird SCM-Trainer Bennet Wiegert seiner Truppe in Sachen Motivation vermutlich nicht sagen müssen…

 

Supertolle Geste der dritten Mannschaft von GWD Minden. Die Mannschaft hat sich für den kleinen Janno aus Minden richtig ins Zeug gelegt. Der Junge ist an Blutkrebs erkrankt und die Mannschaft hat beim Heimspiel gegen den Bergischen HC Spenden für die Familie gesammelt. Schon da kamen 3.000 Euro zusammen. Die Ebay-Versteigerung eines von allen Bundesligaspielern signierten GWD-Trikots vom 1000sten Bundesligaspiel brachte dann noch mal knapp 300 Euro ein. Super!

 

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