Der Internationale Museumstag ist in diesem Jahr am Sonntag, 13. Mai. Ihn gibt es, damit auf die thematische Vielfalt der rund 6500 Museen in Deutschland hingewiesen wird. Auch im Land von news – Das Magazin gibt es Museen, die höchst facettenreich und die Besucher immer wieder faszinieren.

Faszination Museum

Zahlreiche Häuser in ganz Deutschland öffnen mit Sonderveranstaltungen  am Aktionstag am 13. Mai

Ein Besuch im Museum ist für Menschen immer wieder eine Begegnung mit Ereignissen früherer Zeiten. Gezeigt werden Exponate, die Zeugen aus vergangenen Epochen sind. Aufgebaut sind Museen auf unterhaltsame Art und Weise. Es gibt jede Menge Informationen und in der heutigen Zeit ist meist auch eine multimediale Aufarbeitung im Programm. In der Region bieten die Häuser neben Dauerausstellungen auch Sonderausstellungen, sodass die Besucher immer wieder aufs Neue fasziniert werden.  

 

Mindener Museum

Das Mindener Museum liegt zentral in der malerischen „oberen Altstadt“ Mindens. Sechs Häuser aus dem 16. Jahrhundert im Stil der Weserrenaissance bilden den Rahmen für eines der traditionsreichsten westfälischen Museen. Einen Einstieg in Mindener Geschichte bieten das interaktive Stadtmodell „Festung im Jahre 1873“ und das „Schaufenster zur Stadtgeschichte“ mit 35 Objekten vom Faustkeil bis zum Handballpokal. Auch ein Goldguldenschatz wird präsentiert und: Im Mindener Museum kann man sich auch trauen lassen.

Gezeigt werden zwei Sonderausstellungen: Anlässlich der Umgestaltung und Wiedereröffnung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals lädt die Ausstellung „Naturgefühl und Nationalstolz  – Die Porta Westfalica im Bild von 1800 bis heute“ mit Grafiken, Gemälden, Fotos und mehr zu einer Zeitreise rund um den „Willem“ ein. In der Ausstellung „Leben im Bett. Lesen, Essen, Wanzen jagen“ geht es um die unterschiedlichen Möglichkeiten, ein Bett zu nutzen. „Alles außer Schlafen“ lautet das Motto. Den Rahmen bilden das heimische Bett und die Zeit vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Zum Internationalen Museumstag am 13. Mai bietet das Mindener Museum bei freiem Eintritt um 14 und 16 Uhr Führungen an. Für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren gibt es einen Rallyefragebogen zur Porta-Ausstellung. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

www.mindenermuseum.de

 

Barres Brauereimuseum

In den 1842 errichteten Lagerkellern der Privatbrauerei Ernst Barre befindet sich das einzige Brauerei-Museum Ostwestfalen-Lippes.

Besucher erhalten einen umfassenden Einblick in die traditionelle Geschichte des Brauwesens. In der angeschlossenen Gastronomie genießen Sie bei frisch gezapften Bieren und westfälischen Speisen die außergewöhnliche Atmosphäre der historischen Gewölbekeller.

Die komplett erhaltene Brauerei liegt am Fuße des Wiehengebirges, direkt vor den Türen der Stadt Lübbecke.  „Barres’s Brauwelt“ das heißt „Bier erleben“ im historischen Ambiente der alten Lagerkeller. Die Ausstellung zeigt zahlreiche interessante Exponate, die in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten wurden. Liebevoll und informativ aufbereitet, spiegelt sie die Geschichte des Brauwesens und der Brauerei wider. „Erkunden Sie das Museum (ohne Führung) zu unseren Öffnungszeiten“, heißt es aus der Brauerei. Geöffnet ist diese dienstags bis samstags in der Zeit von 17 bis 22 Uhr sowie sonntags von 10 bis 16 Uhr. Außerdem werden geführte Museumstouren angeboten, die den Besuchern jede Menge Wissenswertes rund um das beliebte Getränk geben. Diese laufen jeden Dienstag und Donnerstag ab 18 Uhr. Darüber hinaus sind Erlebnisbesichtigungen, Sonderführungen und andere Veranstaltungsvarianten – beispielsweise mit dem beliebten Brauer Bernhard ab zehn Personen nach Absprache möglich.

www.barres-brauwelt.de

 

Museum Hameln

Der diesjährige Internationale Museumstag steht unter dem Motto: „Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher“. Das Museum Hameln bietet an diesem Tag wieder ein buntes Programm für Klein und Groß, Jung und Alt: u. a. wird eine Geo-Cache-Rallye angeboten. Von 13 bis 15 Uhr starten zudem stündlich Kurzführung durch die Sonderausstellung Ratten! Zu wenigen Tieren hat der Mensch ein so zwiespältiges Verhältnis wie zur Ratte: Einerseits als Schädling angesehen, der durch ungebremste Vermehrung zur Plage wird, andererseits für Intelligenz und ausgeprägtes Sozialverhalten bewurndert. Als Laborratte zu Versuchszwecken gehalten oder als liebgewonnenes Haustier: Das außergewöhnliche Anpassungsvermögen der Ratte ist ein evolutionäres Erfolgsmodell.  Die Ausstellung nähert sich Ratten aus unterschiedlichen Perspektiven. Denn trotz aller Vorbehalte handelt es sich um faszinierende Tiere, die besser sind als ihr Ruf. Neben biologischen Grundlagen werden das Verhältnis von Ratte und Mensch sowie ihre kulturgeschichtliche Wahrnehmung thematisiert. Dabei kommt auch die besondere Beziehung der „Rattenfängerstadt“ Hameln zu den kleinen Nagern zur Sprache. Mittelpunkt ist das große Gehege, das die seltene Gelegenheit zur Beobachtung lebender Ratten aus direkter Nähe ermöglicht.

www.museum-hameln.de

 

Glashütte Gernheim

Die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts gelten als erfolgreichste und innovativste Phase der Glasproduktion Muranos. Die Gläser aus den Hütten der venezianischen Inselgruppe sind heute Klassiker und werden auf dem Kunstmarkt hoch gehandelt. Die Ausstellung zeigt einen repräsentativen Querschnitt von Gläsern dieser prägenden Phase.

Mit der Ausstellung „Le forme del vetro) knüpft die Glashütte Gernheim an die 2014 gezeigte Schau zum venezianischen Glas des 19. Jahrhunderts an. Diesmal steht die Formgebung im Mittelpunkt – daher auch der Titel „Le forme del vetro“ (Die Formen des Glases). Kurator der Ausstellung ist der italienische Kunsthistoriker Aldo Bova. Die Glashütten Muranos lösten sich Anfang des 20. Jahrhunderts von den überlieferten Gestaltungen des vorhergehenden Jahrhunderts und entwickelten eine aus heutiger Sicht moderne Formensprache. An die Stelle üppiger Dekore und detailreicher Applikationen trat nun eine reduzierte Gestaltung mit klaren Konturen und oft monochromen Glasmassen. Zu den bekanntesten Gestaltern der Epoche gehören Vittorio Zecchin und Napoleone Martinuzzi. Beide Entwerfer schöpften aus der Tradition, orientierten sich aber an den klar konturierten Gläsern des 16. und 17. Jahrhunderts und an antiken Glastypen. Sie stilisierten diese historischen Vorbilder zu räumlich geometrischen Hohlkörpern und passten sie so dem neuen Stil an.

Zum Begleitprogramm der Ausstellung gehören die Thementage „Jugendstilornamente“ am 13. Mai und der „Battuto“ am 15. Juli. Vor den Augen der Besucher werden am Ofen die gläsernen Rohlinge dieser venezianischen Technik hergestellt, die an einem weiteren Thementag im September in der Schleiferei bearbeitet werden.

www.lwl.org/industriemuseum/standorte/glashuette-gernheim

 

Automatenmuseum Espelkamp

Kaum ein anderer Zeitabschnitt der deutschen Geschichte war so prägend, so von grundlegenden Veränderungen bestimmt wie die Jahre nach 1945. Die Demokratie, die durch das Grundgesetz garantierten Rechte und die neue Wirtschaftsordnung veränderten das Land von Grund auf.
Die 1950er- und 1960er-Jahre gingen als Zeit des Wirtschaftswunders in die Geschichtsbücher ein. Die Soziale Marktwirtschaft, die Einführung der Deutschen Mark und das enorme und unerwartete Wirtschaftswachstum ließen die Bevölkerung nach den traumatischen Kriegsjahren optimistisch in die Zukunft blicken. Die Ausstellung „Wirtschaftswunder thematisiert neben der Politik- und Kulturgeschichte auch Wirtschaftsgeschichte mit dem Fokus auf die Automatenbranche. Als Motor und Symbol für Fortschritt und wirtschaftlichen Erfolg etabliert sich der Münzautomat in den Jahren nahezu in allen Bereichen des Lebens in der Bundesrepublik.

Das Deutsche Automatenmuseum auf Schloss Benkhausen präsentiert eine, seit 1985 wachsende, einzigartige Kollektion historischer Münzautomaten der Unternehmerfamilie Gauselmann, die aktuell etwa 1.800 Exponate aus aller Welt umfasst. Als Museum für Technik-, Kultur-, Design- und Wirtschaftsgeschichte werden für die Besucherinnen und Besucher in einer Dauer- und einer wechselnden Sonderausstellung permanent 200 historische Exponate gezeigt. Diese bieten dabei nicht nur einen Einblick in die technische Entwicklung und die Ästhetik der damaligen Zeit, sondern auch in die Geschichte der Automaten und ihre gesellschaftliche Relevanz. Ob Schokoladenverkäufer aus der Kaiserzeit, „allwissende“ Wahrsageautomaten, einarmige Banditen, amerikanische Musikboxen, farbenfrohe Flipper, leuchtende Geldspieler oder selbstspielende Klaviere – all diese münzbetriebenen Automaten von 1888 bis 1977 üben noch im 21. Jahrhundert eine große Anziehungskraft aus und sorgen noch heute für Begeisterung bei Jung und Alt.

www.deutsches-automatenmuseum.de

 

Share Button