Der September bringt für GWD einige Spiele, in denen es gilt, Punkte zu machen

Die schweißtreibenden Wochen sind vorbei – endlich wird es ernst. Was bringt die Saison 2018/2019 für GWD Minden? In der Vorbereitung lief nicht immer alles nach Plan – es gab meist Siege, aber es haute noch nicht alles hin.

Aber dafür ist die Vorbereitung ja auch da: Dinge immer wieder auszuprobieren, damit sie in der Serie funktionieren. Neben neuen Ideen von Trainer Frank Carstens, die die Spieler lernen und umsetzen sollen, gilt es die „Neuen“ zu integrieren.

Die werden verständlicherweise besonders „beobachtet“. Der weißrussische Nationalspieler Aliaksandr Padshyvalau hat die größte Bürde – als Mittelmann soll er neben Dalibor Doder die Fäden im Angriff ziehen. Er muss sich schnellstens ins Spiel integrieren – als Denker und Lenker ist es da besonders wichtig fix Deutsch zu lernen. Schon witzig: „Paddy“ ist 22 – sein Pedant „DaDo“ ist 39. Das ist fast wie Vater und Sohn – dementsprechend kümmert sich der Schwede um seinen designierten Nachfolger. Zum einen auf dem Spielfeld, zum anderen auch daneben. So lange es sein muss fungiert er auch als Dolmetscher.

Auf Rechtsaußen sprintet Kevin Gulliksen die Linie rauf und runter. Der Norweger ist mit seinen 1,80 Meter nicht der größte, aber wieselflink. Durch seine Landsleute Christensen, Gullerud und Rambo kennt er schon so einiges von GWD. Das norwegische Quartett ist komplett.

Auf den halblinken Schützen müssen wir noch wenig warten: Savvas Savvas verletzte sich beim Sportmenu – Kreuzbandteilriss. Mist. Unter Umständen wird es für den Griechen erst im Oktober mit einem Einsatz in der ersten Liga klappen. Wir wünschen dem Torschützenkönig der zweiten Liga beste Besserung und schnellstmögliche Heilung! Als Frank von Behren vom Ergebnis der Untersuchung hörte, haute er erstmal seinen Tennisschläger auf den Bodden – verständlich…

Mit Maximilian Nowatzki und Simon Strakeljahn gehören zwei Nachwuchsspieler frisch in den Kader. Sie werden, so es denn passt, auch in der dritten Liga für GWDs Reserve auflaufen. Sie werden aber vor allem Schritt für Schritt an die Bundesligaluft herangeführt. Die beiden waren extrem wichtige Säulen der A-Jugend.

Neu ist auch Gerrit Holland – er ist der Nachfolger von Tobis Glombeck. Der Spieler von GWD III ist Betreuer der Bundesligamannschaft. Eine Sache, die ihm so richtig Spaß macht. Das konnte man ihm beim Sportmenu und auch beim Harting-Cup jeweils in Dankersen anmerken.

Noch was Neues: Die Anwurfzeiten am Sonntag. SKY hat auf den Wunsch der Bundesliga-Vereine reagiert. Die Spiele werden am Sonntagnachmittag nun um 16.00 Uhr angepfiffen. Dadurch ändert sich auch der Start des Top-Spiels – das beginnt um 13.30 Uhr. Also: Erst Top-Spiel, danach Konferenz. Möglicherweise bringt das mehr Zuschauer in die Hallen. Denn viele Fans konnten sich an den sportlichen Happen zum sonntäglichen Mittagsessen eben nicht gewöhnen. Und: SKY erweitert sein Angebot, denn donnerstags gibt’s ab der neuen Serie ab 19 Uhr auch eine Konferenz.

Der Start ist den Grün-Weißen ja dann auch ganz gut geglückt: Im DHB-Pokal ist GWD zwei Runden weiter gekommen als im Vorjahr. Das blamable Erstrundenaus zuhause gegen Ferndorf ist endgültig abgehakt. Beim Turnier In Wilhelmshaven hatte Grün-Weiß sowohl in Runde 1 gegen Hamburg als auch in Runde 2 gegen den Gastgeber ein paar Problemchen, irgendwann setzte sich aber die mannschaftliche und individuelle Klasse durch.

Der September bringt so einige Spiele, in denen es gilt, Punkte zu machen. Am Mittwoch, den 05.09. kommen die Eulen Ludwigshafen nach Minden geflogen, am Sonntag den 9.9. geht’s nach Hannover, Donnerstag, den 13.9. empfängt GWD Erlangen, eine Woche später reist Grün-Weiß nach Magdeburg und zum Monatsende reisen am Ultimo die Stuttgarter in die Weserstadt. Die drei Heimspiele zählen in die Kategorie „Pflicht“ – auswärts folgt vielleicht die „Kür“…?

Zum Abschluss: Irgendwas fehlt in der neuen Saison – das Derby… Missgunst zum Trotz – eine Saison ohne die Mutter aller Handballspiele ist weniger aufregend. Das gilt nicht nur für die Fans: Spieler, Trainer, Macher, ach das gesamte Umfeld ist Tage und Wochen vorher elektrisiert. Schade – hoffentlich dauert es nicht allzu lange.

 

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