1980 hat Tischlermeister Heinrich Rodenberg sein Unternehmen gegründet, das heute Kunden in der ganzen Welt hat. 520 Mitarbeiter zählt es inzwischen, ist Aktiengesellschaft und Marktführer in einer Nische: Gefertigt werden die so genannten Haustürfüllungen, die man auch „Gesichter“ der Türen nennt. // Von Carsten Korfesmeyer

Made in Minden: Die Firma Rodenberg Türsysteme aus Porta Westfalica

Im Schulungsraum stehen sie in einer Reihe, die aktuellen Vorzeigetüren aus dem Hause Rodenberg. Ihre jeweiligen Oberflächen wirken wie Keramik, Zement oder Holz. Sie snd nahezu unzerstörbar und reibt man mit einem scharfen Gegenstand darüber, hinterlässt das keinerlei Spuren. Die Haustüren haben pfiffige und edle Griffe, unterschiedliche Glaselemente und teilweise sind sie sogar mit LED-Lichtern ausgestattet. „Wir sind Zulieferer für die Fenster- und Türenindustrie“, sagt Vorstandssprecher Dieter Helbig. Dazu zählen weltweite Unternehmen, aber auch ganz normale Tischlereien.

Bei Rodenberg direkt kann keine Haustür gekauft werden. Für die Endkunden führt der Weg über die Handwerksbetriebe, die die Türen einbauen. Im Osterkamp 3 dreht sich alles um die „Gesichter einer Tür“ – und diese drei Worte hat das Unternehmen sogar unter dem Logo stehen. Denn sie sagen das aus, was Rodenberg macht. „Wir sind für das Aussehen der Türen zuständig“, erklärt Helbig. Die Füllungen bestimmen die Optik und wenn diese mit den Rahmen zusammengesteckt werden, spricht man von einer Hochzeit. Mehr als 800 Varianten gibt es aktuell.

Dass es 1980 mit nur zehn verschiedenen Türen los ging, beweist einerseits das kontinuierliche Wachstum des Unternehmens, zeigt andererseits aber auch den gestiegenen Anspruch der Kunden. Auf die Optik und von Haustüren wird heute deutlich mehr geachtet als noch vor Jahrzehnten und die Firma Rodenberg hält sich immer auf Höhe des Zeitgeistes. Gestaltet und produziert werden Türfüllungen mit Glas, Kunststoff oder Aluminium – und die Ideen kommen auch aus dem eigenen Haus. Besonders die Bleiverglasung ist bei den Kunden sehr angesagt. Diplom Designerin Katja Neumann entwirft die Optik; mit der Edition des berühmten Designers Luigi Colani hat man seit zehn Jahren allerdings auch ein externes Label exklusiv im Programm.

In Europa ist Rodenberg schon lange Marktführer, in Amerika und Asien ist das Unternehmen auf dem besten Weg dorthin. „Seit drei Jahren haben wir auch Kunden in Dubai“, sagt Vertriebs- und Marketingleiter Christian Korfsmeier. Bedient werden alle Käuferschichten und Ansprüche, die an eine Tür gestellt werden. „Von einfach bis ganz hochwertig“, sagt er. Und auch preislich ist das Rodenberg-Sortiment in allen Bereichen Zuhause.

Produktionsstätten hat das Unternehmen in Porta Westfalica, in Cramonshagen bei Schwerin und in Borkheide bei Potsdam. „Wir sind weltweit die einzigen, die Türen aus Keramik bauen“, sagt Korfsmeier, der im Gespräch mit news – Das Magazin mehrfach darauf hinweist, dass Rodenbergs Türfüllungen manuell und maschinell komplett selbst gefertigt werden. Auch das Glas sei „Made in Porta“, sagt er und wenn Kunden aus der Region eine oder mehrere Rodenberg-Türen haben möchten, können sie sich an nahezu alle Fachbetriebe wenden. „Die kennen uns alle.“

Dank fortschreitender Digitalisierung lassen sich die Rodenberg-Türen inzwischen auch über eine App kinderleicht konfigurieren. Das ist mit dem PC, dem Laptop und sogar mit dem Smartphone möglich. Laut Korfsmeier besteht sogar die Möglichkeit, den eigenen Eingangsbereich in diese Konfiguration mit einzubeziehen. Kunden erhalten dadurch einen nahezu kompletten Eindruck davon, wie die neu erstellte Haustür wirken würde.

Die Mode stoppt nie – und dass die Zahl der „Gesichter“ der Türen weiter zulegen wird, ist ebenso sicher. „Mit den Details lässt sich schon heute immer wieder etwas abändern“, sagt Helbig. Und eine Haustür in seinem Unternehmen zu erwerben, nennt der Vorstandschef auch einen Kauf fürs Leben. „Denn zwei Generationen hält die garantiert.“

www.rodenberg.ag

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