Mindener Tauziehen am 20. August / Englisches Bier, Bratwurst und Spaß

Mit acht bis zehn Männerteams rechnet Stefanie Friedrich. Sie koordiniert die Veranstaltung des Mindener „Great Britain Clubs“ und geht davon aus, dass bei den Frauen wieder vier Mannschaften an den Start gehen. Damit liege man auf dem Vorjahresniveau, was für gesunde Konstanz spreche. „Vielleicht bilden sich ja noch spontan ein paar weitere Teams“, sagt sie. Noch bis kurz vor Beginn der Veranstaltung seien Anmeldungen möglich. Die Kontaktdaten von Stefanie Friedrich stehen am Ende dieses Beitrags.

Im Gespräch mit der Tauziehen-Koordinatorin ist immer wieder zu hören, dass es vor allem um den Spaß am Sport geht. Es sei ein nettes Treffen, bei dem sich gut gelaunte Menschen gegenseitig im Wettkampf messen. Dabei gelte es, das Fähnchen in der Mitte des Taus über die jeweilige Zielinie zu ziehen. „Das ist etwa eine Strecke von einem Meter“. Das Ziehen am Seil kann je nach Kräfteverteilung auch schon mal etwas länger dauern. Bis zu drei Minuten seien durchaus drin, in denen die Sportler alles geben. Viele ziehen einfach so; andere hätten im Vorfeld sogar eine Taktik erarbeitet.

Stefanie Friedrich tritt auch an. Sie gehört zu dem Team „No Chance“, das im Juni die Deutsche Meisterschaft im Bus-Tauziehen gewonnen hat. Mit

Sandra Zullo, Sandra Hergert, Sabine Titzsch, Anna Katharina Westenfeld, Melanie Zullo und Stefanie Domscheit konnte sie sich auf dem Marktplatz von Wolfenbüttel über den Titelgewinn freuen. Keine anderen Frauen können in Deutschland zurzeit mit dem Tau schneller einen Reisebus über eine Strecke von 30 Metern ziehen. Dafür habe man aber auch hart trainiert, sagt sie. Jede Woche bereiteten sich die Frauen unter Leitung ihres Coachs James Young auf den Wettkampf vor. Unzählige Autos wurden abgeschleppt und jede Menge Steine durch die Gegend gekarrt. Es komme neben einer guten Kondition und viel Disziplin aber entscheidend auf die richtige Technik an, erzählt Sandra Zullo. Man müsse das Seil von möglichst weit unten ziehen, damit die Kräfte optimal genutzt werden. Das gehe keineswegs in die Bandscheiben, dafür aber sehr in die Oberschenkel.

„No Chance“ haben 2015 auch den Titel beim Mindener Tauziehen  geholt – und die Frauen wolen diesen Triumph natürlich wiederholen. Von einer Favoritenrolle will Stefanie Friedrich zwar nicht unbedingt sprechen, doch die Chancen dafür stehen zumindest nicht schlecht. Klappe es, sei es toll. „Und wenn nicht, ist das auch okay“. Denn atmosphärisch herrsche beim Tauziehen auf dem Hindenburgplatz ohnehin so etwas wie eine Festivalatmosphäre. Es geht kollegial und sportlich fair zu. Und weil der „Great Britain Club“ der Ausrichter ist, macht man gerne auch ein bisschen Werbung in eigener Sache. Es gibt beispielsweise Englisches Bier oder Informationen über den Verein. Natürlich ist man auch mit verschiedenen Verzehrständen vor Ort – und sämtliche Überschüsse, die der Verein in diesem Jahr erwirtschaftet, kommen einem guten Zweck zugute. „Sie gehen dieses Mal an den Förderverein der Wichernschule.“

Bei den Sportlern treten zunächst alle Teams nach dem Motto „Jeder gegen Jeden“ an. Jedes besteht aus sechs Personen – und nach den Vorkämpfen gilt es, die drei besten Mannschaften zu ermitteln. Damit immer alles korrekt läuft, gibt es Schiedsrichter. Und nach dem Abpfiff wird auf dem Platz noch weiter gefeiert. Der Tag klinge dann gemütlich aus, heißt es.

Teams, die beim Mindener Tauziehen am Samstag, 20. August, teilnehmen möchten, können sich bei Stefanie Friedrich unter Telefon (01 75) 5 91 22 83 oder per E-Mail unter friedrich1980@t-online.de anmelden.

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