Die Geburtsstunde der Harting-Unternehmensgruppe schlug kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Minden-Dankersen. Die Erfolgsgeschichte startete am 1. September 1945 und inzwischen ist sie weltweit führend auf dem Gebiet der Industriesteckvebindungen. Auch Zigarettenautomaten oder Musikboxen wurden bei Harting gebaut.

Made in Minden: Die Unternehmensgruppe Harting zeigt ein klares Bekenntnis zur Region.

Zu 100 Prozent ist die Unternehmensgruppe in Familienbesitz. Von Dankersen siedelte man bereits 1950 über und die Zeichen stehen bei Harting seither auf Wachstum. Von der Autoelektrik bis zu Anwendungen im Bereich der Telekommunikation reichen die Sparten. Harting ist nicht nur im Mühlenkreis, sondern weltweit ein Begriff. Und trotzdem ist den Verantwortlichen die Bodenständigkeit geblieben. Das Unternehmen, das in Minden seit Jahren ein architektonisch markantes Vertriebsgebäude in der Portastraße bewohnt, hat seit jeher einen sehr engen Bezug zur Region, setzt Akzente in der Wirtschaft, in der Kultur, im Sport, in der Forschung und vor allem auch in der Förderung von Nachwuchskräften.

„Wir wollen die Zukunft mit Technologien für Menschen gestalten“, heißt es in der Harting-Vision. Teil dieser Vision ist seit vielen Jahren der Ansporn und die Motivation für die Harting-Technologiegruppe in Espelkamp. Das 1945 von Wilhelm und Marie Harting gegründete Unternehmen ist heute Markt- und Technologieführer industrieller Verbindungstechnik für die drei Lebensadern Data, Signal und Power, Anbieter kompletter Kassenzonen und Ladetechnik für e-Mobility.

Darüber hinaus sieht sich Harting mit vielen seiner Produkte und Lösungen als Wegbereiter der digitalen industriellen Transformation. Das Unternehmen mit weltweit 13 Produktionsstätten und Niederlassungen in 43 Ländern erwirtschaftete 2015/16 einen Umsatz von 586 Millionen Euro und beschäftigte 4300 Mitarbeiter – davon rund 2400 an den Standorten in Espelkamp, Rahden und Minden.

Für seine innovativen Entwicklungen wurde Harting mehrfach ausgezeichnet. Als bisher erstes Unternehmen ist eszweimaliger Gewinner des renommierten „Hermes Award“. Nach 2006 erhielt der Global Player den höchstdotierten deutschen Technologiepreis 2016 auch für seinen Mini-Industrie-Computer MICA – einem so genannten Edge-Gateway für die Verbindung von Maschinen und Anlagen mit der „Cloud“. Einer der Gratulanten war der damalige US-Präsident Barack Obama, der den Messestand zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte.

Das laufende Jahr 2017 steht im Zeichen von zwei Jubiläen. „70 Jahre Hannover Messe“ durfte Harting im April mitfeiern. Denn seit der Messe-Premiere 1947 ist das Familienunternehmen als einer der wenigen Aussteller regelmäßig präsent auf der weltweit größten Industrieschau und hat ihre Entwicklung mitgeprägt. Fast zwei Jahrzehnte leitete Dietmar Harting den Ausstellerbeirat und engagierte sich von 2002 bis 2014 als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Messe.

Und im Juli 2017 konnte der Sohn der Firmengründer auf ein halbes Jahrhundert erfolgreiches unternehmerisches Wirken zurückblicken. Nach dem Eintritt in das elterliche Unternehmen 1967 führte er es zunächst mehr als zwei Jahrzehnte zusammen mit seiner Mutter. In dieser Epoche wurde die Firma strategisch neu ausgerichtet und entwickelte sich zu einem führenden Entwickler und Produzenten von Verbindungstechnik. 2015 übergab Dietmar Harting den Vorstandsvorsitz an seinen Sohn Philip.

Als Wegbereiter des digitalen Wandels ist Harting auf konsequentem Wachstumskurs. Qualifizierte Aus- und Weiterbildung ist dabei von entscheidender Bedeutung. Das Unternehmen aus dem Minden-Lübbecke gehört zu „den ersten Adressen“ im Mühlenkreis bei den Berufsanfängern. Die hohe Qualität der Ausbildung im firmeneigenen NAZHA (Neues Ausbildungszentrum Harting) wird regelmäßig unter Beweis gestellt durch Bestnoten und Auszeichnungen für die erfolgreichen Absolventen.

Mit dem im Mai offiziell begonnenen Bau des „European Distribution Center“ (EDC) schafft Harting neue Kapazitäten für die stetig wachsende weltweite Nachfrage. Mit rund 40 Millionen Euro ist das Projekt die größte Einzelinvestition in der Geschichte der Technologiegruppe. Seit sieben Jahrzehnten legt HARTING auch ein klares Bekenntnis zu seiner Heimat ab, initiiert, unterstützt und fördert Projekte, Vereine und Einrichtungen im Sport, der Kultur und Bildungswesen und leistet damit einen herausragenden Beitrag zur Attraktivität der Region.   

Bild: Die Unternehmerfamilie Harting: Philip Harting (v.l.), Dietmar Hartig, Margrit Hartig und Maresa Harting-Hertz. Foto: pr

Share Button