Fitnesskurse sind im Frühjahr immer hochaktuell. Die Menschen wollen gestärkt in die warme Jahreszeit gehen und deshalb ist in den Studios derzeit allerhand los. Fitness ist jedoch das Ergebnis einer kontinuierlichen sportlichen Betätigung. // Von Carsten Korfesmeyer

 

Fit in den Frühling: Durch Kurse den inneren Schweinehund besiegen

Der Fitnesseffekt hält sich am besten, wenn regelmäßig Sport getrieben wird. Die Worte des Trainers richten sich an alle, die nur ab und zu auf den Gedanken kommen, mal etwas für sich und seinen Körper zu tun. Er erzählt von Kontinuität oder davon, es langsam angehen zu lassen und vor allem es nicht zu übertreiben. Sätze, die jeder kennt und schon X-Mal gehört hat. Wer jedoch ehrlich zu sich selbst ist, weiß auch, dass auf diese guten Ratschläge meist nicht gehört wird. Wir wollen den schnellen Erfolg und meinen, ihn nach ein bisschen Sport sofort haben zu müssen. Klappt das nicht, ist man enttäuscht und kehrt gefrustet zurück auf seine Couch.

 

Wer seinen inneren Schweinehund kaum, wenig oder gar nicht für Sport begeistern kann, könnte im Fitnesskursangebot der Studios und Institute die Lösung finden. In Gruppen und unter fachlicher Anleitung wird dort trainiert. Durch die gemeinsamen Aktivitäten fühlt man sich auf eine sehr positive Weise verpflichtet, am Ball zu bleiben und auch dann noch weiter zu machen, wenn man eigentlich lieber aufgeben möchte. In der Fachwelt wird dann von einer so genannten Gruppendynamik gesprochen. Jeder zieht jeden irgendwie mit. Und gemeinsam wird jeweils das Ziel erreicht.

 

Die Angebote sind enorm und werden ständig erweitert. Vieles ist sogar kombinierbar. Schwer gefragt ist beispielsweise Step-Aerobic. Dabei werden auf dem so genannten „Step“ verschiedene Schrittkombinationen gemacht. Das stärkt Herz, Kreislauf und fördert die Fettverbrennung. Seit geraumer Zeit sind auch die Zumba-Kurse heiß begehrt. Mit musikalischer Begleitung (meist lateinamerikanische Rhythmen) gibt es ein Training aus Tanz und Fitness. Wie von selbst läuft das, heißt es über dieses relativ schweißtreibende Angebot mit dem anschließend hohen Wohlfühleffekt.

 

Durch unsere schnelllebige Zeit mit wachsender Alltagshektik gewinnen Kurse zur Stressbewältigung und Entspannung immer mehr an Bedeutung. Qi-Gong zählt unter anderem dazu. Diese Trainingsmethode kommt aus China und sie kombiniert Atemübungen mit Konzentrationsübungen in fließende Bewegungen. Yogakurse sind ebenfalls sehr geeignet. Mit Atemübungen lässt man den Alltag hinter sich. Körper und Seele kommen in Einklang. Pilateskurse gehen auch in diese Richtung. Durch spezielle Übungen der Rückenmuskulatur und der Atmung können neue Energien freigesetzt werden. Man fühlt sich dadurch insgesamt wohler, heißt es.

 

Angebote gibt es wie Sand am Meer – und wer sie annehmen möchte, bekommt bei seiner Krankenkasse möglicherweise sogar eine finanzielle Unterstützung. Viele Kassen fördern den Wunsch ihrer Versicherten, etwas für die eigenen Körper zu tun. Oft anteilig, manches Mal sogar komplett werden die Kosten der Kurse übernommen. Vorausgesetzt wird in den meisten Fällen jedoch, dass es sich um zertifizierte Angebote handelt. Welche Kurse unterstützt werden, teilen die Krankenkassen auf Nachfrage mit. Das ist für die Versicherten zugleich ein hilfreicher Leitfaden dafür, was alles machbar ist. Oft steht auch eine Liste auch auf der Homepage.

 

Ob Wirbelsäulengymnastik, Bauchmuskeltraining, Spinning oder Aerobic: Wichtig ist vor allem, dass man sich überhaupt bewegt. Dass es tatsächlich so ist, dass Menschen in Westeuropa täglich keine 300 Meter laufen, ist schon irgendwie erschreckend und ein Weckruf an alle, für die der Weg zum Kühlschrank eine sportliche Herausforderung geworden ist. Wer rastet, der rostet. Dieser Spruch ist zwar alt und abgedroschen, hat aber von seiner Bedeutung nichts eingebüßt. Also auf zum Sport! Und dann geht es fit und spürbar gestärkt in die warmen Monate des Jahres 2017.

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