Sein oder Nichtsein
Sieben Kinder machen in einer Kleinstadt Jagd auf das Monster „Es“

Unglaubliche 58 Filme entstanden bis heute nach einem Roman des amerikanischen Vielschreibers Stephen King. Seine vorwiegend dem Horror-Genre zuzuordnenden Bücher wurden weltweit über 400 Millionen mal verkauft und in mehr als 50 Sprachen übersetzt. Eines der bekanntesten Werke ist der 1986 erschienene 1.500 Seiten starke Schocker „Es“, der bereits 1990 als Zweiteiler für das Fernsehen verfilmt wurde. Bis heute genießt diese Schauermär Kultstatus, vor allem aufgrund der herausragenden Performance von Tim Curry als Horror-Clown Pennywise. Jetzt hat sich Regisseur Andres Muschietti des Klassikers angenommen, der schon mit dem Gruselthriller „Mama“ sein Händchen für schaurige Gespensterstreifen bewiesen hat.
Im beschaulichen Städtchen Derry verschwinden immer wieder Kinder am hellichten Tag. Um dem rätselhaften Treiben auf die Spur zu kommen, gründen Bill, dessen kleiner Bruder verwunden ist, und seine Freunde einen Detektivclub. Doch der Mörder ist kein Mensch aus Fleisch und Blut: In der Kanalisation lauert eine dämonische Kreatur, die sich alle 28 Jahre den Kindern als netter Clown zeigt und sie mit bunten Luftballons in die finsteren Kanäle unter der Stadt lockt. Die sieben Freunde beschließen, dem Grauen entgegenzutreten und es zu vernichten …
Autor Stephen King durfte das Werk bereits exklusiv betrachten. Der Altmeister des Horrors ließ danach verkünden, er sei mit der Umsetzung seines Stoffes sehr zufrieden – was bei dem anspruchsvollen Großmeister des Grusel keinesfalls selbstverständlich ist.

Tom Twelsiek

 

Gut gegen Böse
In „Kingsman 2 – The Golden Circle“ rettet Nachwuchsspion Gary die Welt

Die „Kingsmen“ sind eine geheime regierungsunabhängige Organisation, die vor Jahrhunderten von Englands Adelshäusern gegründet wurde, um das Land vor Gefahren zu bewahren. Ihre Mitglieder haben allesamt eine spezielle Ausbildung zum Gentleman-Spion genossen. Als das Hauptquartier der „Kingsmen“ zerstört wird und eine Schurkin namens Popp die Welt bedroht, schließen sich Gary und Merlin, die beiden letzten Überlebenden, der amerikanischen Schwesterorganisation „Statesman“ an. Die ebenfalls im Geheimen operierende Truppe unter Führung der strengen Ginger muss nun einspringen, um die Welt zu retten …

In der coolen Spionage-Parodie nach dem gleichnamigen Comic von Mark Millar spielen nicht weniger als fünf Oscar-Gewinner: Neben Julianne Moore und Halle Berry sind auch Jeff Bridges, Colin Firth und Elton John zu sehen. Die Inszenierung ist wie bereits im Vorgänger „very british“ und sprudelt über vor verrückten Einfällen (Roboter-Hunde), irrwitzigen Stunts (eine Prügelei in einer abstürzenden Seilbahn) und schillernden Figuren (einem einarmigen Killer).
Ein abgefahrener Kinospaß!

Tom Twelsiek

 

Arm trifft Reich
„High Society“-Girl Anabel wird mit dem wahren Leben konfrontiert, als sie ihre echte Familie trifft

Anabel von Schlacht (Emilia Schüle) ist als wohlhabende und wohlbehütete Tochter in einer superreichen Industriellenfamilie aufgewachsen. Ihr Leben ist eine einzige Party, Sorgen kennt sie nur vom Hörensagen und wenn es mal wirklich eng wird, rettet ihre Mutter Trixi (Iris Berben) die Situation. Doch dann kommt es für die verwöhnte Göre knüppeldick, als bekannt wird, dass in ihrer Geburtsklinik mehrere Babys vertauscht wurden – darunter wohl auch die kleine Anabel! Anabels Luxusleben endet unvermittelt, als sie bei ihrer echten Familie in einer abbruchreifen Plattenbausiedlung landet. Zusammen mit ihrer neuen Mama (Katja Riemann), zwei Geschwistern und einem illegalen Untermieter taucht Anabel in die Niederungen des wahren Lebens und erkennt, dass in ihrem alten Leben nicht alles Gold war, was glänzte …
Regisseurin Anika Decker ist bei deutschen Romantikern keine Unbekannte: Sie schrieb die Drehbücher von Kinohits wie „Keinohrhasen“ oder „SMS für Dich“ und legte mit ihrem ersten Film „Traumfrauen“ gleich einen respektablen Kinohit hin. Das könnte ihr mit dieser frischen und hochkarätig besetzten Romantic Comedy erneut gelingen.

Tom Twelsiek

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