Eine Lehrkraft packt an

In „Fack Ju Göhte 3“ bringt Elyas M‘Barek seine Problemschüler durchs Abitur

Die Schüler der Goethe-Gesamtschule stehen kurz vor dem Abitur. Doch insbesondere die Problemfälle Chantal (Jella Haase) und Danger (Max von der Groeben) sind nicht wirklich motiviert, das Reifezeugnis abzulegen. Schuld daran ist die Dame vom Berufsinformationszentrum, die den beiden ein trostloses Hartz-IV-Leben prophezeit hat. Dadurch ist bei den Kids Frust und Leistungsverweigerung angesagt, doch Klassenlehrer Zeki Müller (Elyas M’Barek) ist fest entschlossen, alles tun, damit auch sie das Abi schaffen. Dumm nur, dass er sich nicht voll auf diese Aufgabe konzentrieren kann, denn Schulleiterin Gudrun Gerster (Katja Riemann) wird vom  Bildungsministerium unter Druck gesetzt, Zeki Deutschkurse für Flüchtlinge geben zu lassen. Immerhin hilft ihm die neue Lehrerin Biggi Enzberger („Toni Erdmann“-Star Sandra Hüller), eine ausgewiesene Anti-Mobbing-Expertin, die Zekis ungewöhnlichen Lehrmethoden äußerst kritisch gegenübersteht …

Der dritte und letzte Teil über die dümmste Klasse der Filmgeschichte wurde erneut von Bora Dagtekin in der Tradition der ersten beiden Streifen inszeniert – frech, völlig unkorrekt, grell und laut.

Die Goethe-Gesamtschule gibt es übrigens nicht wirklich, Drehorte waren verschiedene Schulen in und um München: Das Gymnasium Kirchheim, das Unterhachinger Gymnasium und das Werner-von-Siemens-Gymnasium in Neuperlach mussten als Kulisse herhalten.

Hauptdarsteller Elyas M’Barek, zuletzt  in „Willkommen bei den Hartmanns“ und „Bullyparade“ zu sehen, wird uns schon im Dezember wieder im Kino begegnen: In „Dieses bescheuerte Herz“ spielt er einen reichen Taugenichts, der sich um einen herzkranken Jungen kümmern muss.

Tom Twelsiek

 

Eine Putzfrau packt aus

Veronica Ferres weiß, was „Unter deutschen Betten“ los ist

Ex-Schlagersternchen Linda Lehmann (Veronica Ferres) träumt von einer Karriere als Popstar, bis ihr Freund und Produzent Friedrich (Heiner Lauterbach) sie für ein neues hoffnungsvolles One-Hit-Wonder verlässt. Linda steht vor den Scherben ihres so verheißungsvollen Lebens und stürzt bis ganz nach unten: Allein auf sich gestellt geht die hochnäsige Diva durch die harte Schule des Lebens und muss gezwungenermaßen einen Job als Putzfrau annehmen. Linda sieht ihre ehemaligen Kollegen nun aus einer ganz neuen Perspektive, erlebt so manche Überraschung und lernt dabei auch viel über sich selbst.

Unter dem Pseudonym Justyna Polanska schrieb Sachbuchautor Holger Schlageter 2011 seinen Bestseller, der die Vorlage für diese Komödie liefert, und der bei seinem Erscheinen eine Debatte über die katastrophalen Arbeitsbedingungen von Putzkräften lostrat. In Nebenrollen brillieren Oliver Pocher (“Bruder vor Luder“), Milan Peschel (“Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“) und Götz Otto („Iron Sky“)

Tom Twelsiek

 

Ein Cop packt zu

Ryan Gosling jagt als „Blade Runner 2049“ abtrünnige Replikanten

In der Zukunft müssen die sogenannten Blade Runner abtrünnige Androiden finden und ausschalten. 30 Jahre nachdem der Blade Runner Rick Deckard (Harrison Ford) damit beauftragt wurde, eine Gruppe von vier dieser menschenähnlichen Roboter aufzuspüren, stößt der L.A.P.D.-Beamte K (Ryan Gosling) zufällig auf ein gut gehütetes Geheimnis von enormer Sprengkraft, dessen Entdeckung droht, die von ebenso mächtigen wie gewissenlosen Konzernen geprägte Gesellschaft zu zerstören. K macht sich auf die Suche nach Deckard, um von dem ehemaligen Blade Runner Hilfe zu erhalten…
In der langerwarteten Fortsetzung des Cyberpunk-Kultfilms “Blade Runner” aus dem Jahr 1982 ist  Los Angeles wieder das von Dauerregen, Hologrammwerbung und fliegenden Polizeiwagen geprägte Drecksloch, das ein idealer Nährboden für korrupte Herrschaftssysteme ist. Um die zeitliche Lücke zwischen dem Original und der Fortsetzung zu überbrücken, ist Regisseur Denis Villeneuve („Arrival“) auf die ungewöhnliche Idee gekommen, noch vor dem Kinostart von “Blade Runner 2049″ drei Kurzfilme zu  veröffentlichen, in denen unterschiedliche Regisseure die Vorgeschichte erzählen.

Tom Twelsiek

Share Button