Krawall im All

In „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ retten zwei Zeitpolizisten die Zukunft

In ferner Zukunft sind Zeitreisen alltäglich geworden. Eine spezielle Raum-Zeit-Polizei sorgt während der Ausflüge durch die Epochen für Recht und Ordnung. Zwei der besten Time-Cops sind Valerian und seine Kollegin Laureline, die von ihrem raubeinigen Commander in die intergalaktische Metropole Alpha geschickt werden. In diesem Schmelztiegel leben unzählige Rassen aus allen Teilen des Universums friedlich zusammen. Doch finstere Mächte wollen nicht nur Alpha City, sondern auch die Galaxis mitsamt Vergangenheit und Zukunft ins Chaos stürzen …

Luc Besson, Frankreichs bedeutendster Filmproduzent und Regisseur, verfilmte 19 Jahre nach seinem Science-Fiction-Hit „Das fünfte Element“ die auch bei uns äußerst populären Comics von „Valerian & Veronique“. Dass ihm dies eine langjährige Herzensangelegenheit war, sieht man dem detailverliebten und immer wieder überraschenden Film in jeder Einstellung an. Mit einem für deutsche Verhältnisse unglaublichen Budget von 197 Millionen Euro (zum Vergleich: Der bislang mit Abstand teuerste deutsche Kinofilm ist „Cloud Atlas“ mit rund 100 Millionen Euro) konnte sich Besson auch hemmungslos austoben und eine Zukunftsvision auf die Leinwand zaubern, die man so noch nicht gesehen hat. Auch ist der außergewöhnliche Film erstaunlich witzig und bricht immer wieder mit Erwartungen und Sehgewohnheiten.

Die Hauptrollen sind mit dem US-Schauspieler Dane DeHaan („A Cure for Wellness“) und dem britischen Ex-Model Cara Delevingne („Margos Spuren“) hochkarätig besetzt, in Nebenrollen sind u.a. Theaterdarsteller Clive Owen und Popsängerin Rihanna zu sehen.

Knallbuntes, kurzweiliges und äußerst originelles Weltraumspektakel.

Tom Twelsiek

Flucht aus der Bucht

Im zweiten Weltkrieg warteten 370.000 Soldaten im Kessel von „Dunkirk“ auf Rettung

Im Mai 1940 überrollen die Nazis Europa. Auf ihrem Weg nach Westen haben die deutschen Truppen auch die französische Hafenstadt Dünkirchen eingekesselt. Zusammen mit den Bewohnern sind rund 370.000 alliierte Soldaten zwischen den vorrückenden Deutschen Panzerverbänden und dem Atlantik eingeschlossen. Um sie zu retten, erarbeitet man in Großbritannien einen tollkühnen Plan: Mit Hilfe von mehr als 900 privaten Booten, Fähren und Fischerkuttern sollen die immer verzweifelteren Soldaten zurück in die Heimat geholt werden. Doch auf dem offenen Meer gibt es kein Versteck vor den deutschen Kampffliegern …

Regie-Legende Christopher Nolan („The Dark Knight“, „Inception“, “Interstellar”) schildert die mutige Rettungsaktion aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln: An Land hofft eine Gruppe Eingeschlossener, endlich übers Meer den ständigen Luftattacken zu entfliehen. Auf dem Wasser machen sich zahlreiche Zivilisten todesmutig auf, die Soldaten zu befreien und in der Luft versuchen Piloten der britischen Royal Airforce, den Rückzug zu sichern.

Die Operation Dynamo ging gut aus: Bis zum 4. Juni 1940 wurden 338.226 Mann gerettet. Monumentaler, bewegender Kriegsfilm mit Tom Hardy und Kenneth Branagh.

Tom Twelsiek

Ostwind

In „Ostwind – Aufbruch nach Ora“ beschützt eine Ausreißerin wilde Pferde

Die eigenwillige Mika ist auf dem Gestüt ihrer Oma mittlerweile zur berühmten Pferdeflüsterin geworden. Als der sechzehnjährigen die Aufgabe über den Kopf wächst, brennt sie nach einem Streit mit ihrer Großmutter zusammen mit ihrem Pferd Ostwind nach Andalusien durch, wo sie hofft, Ostwinds Herkunft zu enträtseln. In Spanien angekommen, entdeckt Mikaa in der Nähe einer abgelegenen Wasserquelle eine Herde Wildpferden. Hat sie Ostwinds Ahnen gefunden? Als das idyllische Leben der Pferde in Gefahr gerät, nimmt Mika mit Ostwind an einem Rennen teil, um mit dem Preisgeld den Tieren ihre Freiheit zurückzugeben …

Die 18jährige Hanna Binke spielt auch im dritten Teil der Jugendbuchverfilmung die rebellische Mika. Die Berliner Nachwuchsschauspielerin steht bereits seit ihrem 10. Lebensjahr vor der Kamera: In kleineren Rollen trat sie in Werbespots und Serien auf, bevor sie 2011 mit „Die geerbte Familie“ im TV und im gleichen Jahr mit

„Kriegerin“ im Kino debütierte.

Wunderschön bebilderter Pferdefilm mit sympathischen Darstellern, toller Musik und rassigen Pferden vor sonnendurchfluteten Kulissen.

Tom Twelsiek

Share Button