Mit einer solchen Hinrunde haben die meisten im Umfeld von GWD Minden nicht unbedingt gerechnet: 14 Punkte aus 17 Spielen und sogar ein ganz annehmbares Torverhältnis – das lässt sich gut anschauen. // Von Carsten Dehne

GWD minden zieht eine nicht unbedingt erwartete starke Bilanz der Hinrunde

Nicht auszudenken, wenn aus dem einen oder anderen Unentschieden jeweils ein durchaus möglicher Sieg geworden wäre…Egal – die Grün-Weißen beweisen, dass sie eine akzeptierte und respektierte Nummer in der Bundesliga sind. Bis auf die Niederlagen in Mannheim, in Magdeburg und gegen Berlin gab es von den Spitzenmannschaften kein „Schützenfest“ gegen GWD. Die Gegner nehmen die Dankerser ernst – das hören wir regelmäßig in den Interviews nach den Spielen. So soll es ein. Richtig fein sind vor allem auch die Auswärtspunkte – da gab es ja vor noch nicht allzu langer Zeit meist nichts oder nur sehr wenig zu holen.
Bis Anfang Februar ist jetzt Zeit. Zeit ein wenig innezuhalten. Zeit zu regenerieren. Aber auch die Zeit der Vorbereitung Teil II. Denn alle die, die nicht zur Europameisterschaft nach Kroatien fahren, werden beim Training schwitzen. Da gilt es neue Kräfte aufzubauen, die Kondition auf den höchst möglichen Level bringen und das spieltaktische Element zu verfeinern. Auf das die Rückrunde ähnlich gut verläuft, wie die Hinrunde.
Einer von GWD Minden wird die deutsche Titelverteidigung bei der EM womöglich hautnah erleben: Marian Michalczik. Der Blondschopf zeigt eine tolle Saison und überzeugt mit seinen Leistungen Woche für Woche Bundestrainer Christian Prokop. Erst stand Marian im 28er-Kader – das ist die erste und damit größtmögliche Auswahl des Coaches. Kurz später stand Marian schon im 20er-Kader. Von denen werden zum Turnierstart „nur“ noch vier Spieler gestrichen. Mit 16 Mann geht es zur EM. Aber selbst wenn Marian dazu nicht zählt: ein Erfolg ist es für ihn bis jetzt schon allemal. Und: es gibt während des Turnieres noch Möglichkeiten „nach zu rutschen“. Marian, wir Drücken die die Daumen!
Es hat sich einiges getan in der Kampa-Halle – es sieht in dieser Saison merklich anders aus. „Schuld“ daran ist aber eben nicht das Fernsehen. Markus Kausche, GWD-Geschäftsführer im Gespräch mit der NEWS: „Das aktuelle Hallenbild entstand nicht durch Auflagen von Sky. Sky hat nur technische Anforderungen an uns gestellt, die wir an unseren Vermieter, den Kreis-Minden-Lübbecke, weiter gegeben haben und die umgesetzt worden sind.“
Richtig gut gefällt mir persönlich die neue Bande. Die macht nicht nur einiges her. „Die LED-Bande unterstützt uns in der Vermarktung. Bisher war die Kapazität an Werbefläche durch das statische System begrenzt. Durch die LED-Videobande haben wir eine deutliche Kapazitätsausweitung. Wir sind heute in der Lage zu jeder Sekunde vor, während und nach dem Spiel eine andere Werbung zu schalten. Wir können auch während des Spiels eine Sonderwerbung z. B. bei Time-Out einspielen. Diese Werbung haben wir gerade erfolgreich an das Autohaus Rostek verkauft. Die unterschiedlichen Zeiten spiegeln die Reichweiten der Werbung wieder. Hatten wir in der letzten Saison noch eine Reichweite von 0,3 Mio. Zuschauern, so hat sich diese mit dem neuen Sky-Vertrag fast verzehnfacht.“, so Markus Kalusche weiter.
Auch die „hässlichen“ Turnhallenwände hinter den Toren sind so gut wie verschwunden. Da hängen sehr auffallende Banner mit den GWD-Spielern drauf. Das hat auch psychologische Gründe, denn sie sollen die eigenen Spieler zu mehr Leistung motivieren und als eine Art „doppelte Wand“ an Spielern dem Gegner Respekt einflössen und zeigen wer in der Halle zu Hause ist. Alles sieht deutlich professioneller aus. Das beweist der Besuch in der Halle als auch jede TV-Übertragung.
Und schwuppdiwupp ist schon wieder ein Jahr rum – ich wünsche Ihnen und Euch besinnliche Tage und einen tollen Rutsch sowie alles Gute für 2018. Vielen Dank fürs Lesen!

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