Der Internationale Museumstag fällt in diesem Jahr auf Sonntag, 21. Mai. Auch im Land von news – Das Magazin beteiligen sich die Häuser und bieten ihren Gästen jede Menge imposante Einblicke und Ausstellungen. In diesem Jahr lautet das Motto „Spurensuche. Mut zur Verantwortung“.

  1. Internationaler Museumstag am 21. Mai / Wichtige Beiträge zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben

Der Internationale Museumstag wird in Deutschland maßgeblich durch Stiftungen und die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe unterstützt. Und natürlich beteiligen sich die Verantwortlichen in den Museen an dem Tag, der immer unter einem bestimmten Motto steht und die Schwerpunkte in der Museumsarbeit verdeutlichen soll. „Spurensuche. Mut zur Verantwortung“ lautet das Thema in diesem Jahr. Spannende Momente sind garantiert und die nachstehenden Häuser aus der Region bieten ihren Gästen viele wichtige Informationen, die spannend aufgearbeitet sind.

Museum Hameln

Als Postkartenmotiv sind sie weithin bekannt und ziehen schon von außen die Blicke auf sich: Leisthaus und Stifts­herrenhaus, inmitten der Fußgängerzone gelegen, bilden den prachtvollen Rahmen für das Hamelner Museum, eins der größten und traditionsreichsten in der Region.

Im Inneren begeben sich die Besucher auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Stadt und ihrer Umgebung, von den ersten Siedlungsspuren bis in die jüngste Vergangenheit. Die Dauerausstellung wurde erst vor wenigen Jahren rundum erneuert und erstreckt sich über 1200 Quadratmeter auf sechs Ausstel­lungsebenen. Ein eigener Ausstellungsbereich ist der der weltberühmten Rattenfängersage gewidmet, zu der das Museum die wohl größte Samm­lung weltweit besitzt. Einige der schönsten musikalischen, künstlerischen und filmischen Bearbeitungen von Goethe bis Walt Disney werden in der Ausstellung präsentiert, ebenso jahrhun­dertealte Quellen zur Sage und kuriose Beispiele für den Rattenfänger als Ikone in Werbung und Tourismus.

Tauchen Sie ein in das Leben in einer mittelalterlichen Stadt, entdecken Sie die Schätze der Münsterkirche und bestaunen Sie die kulturellen Leistungen der Weserrenaissance. Begeben Sie sich auf die Spuren einer strategisch bedeutsamen Stadt am Fluss, die erbittert umkämpft und als „Gibraltar des Nordens“ zur Landesfestung ausgebaut wurde. Lassen Sie den industriellen Aufschwung und den frühen Weserbergland-Tourismus des 19. Jahrhunderts noch ein­mal Revue passieren und beenden Sie Ihre Zeitreise im 20. Jahrhundert, als die nationalsozialis­tischen Reichserntedankfeste auf dem Bückeberg bei Hameln bis zu eine Million Menschen anzogen.  Herausragende Exponate, moderne Medien und das einzigartige mechanische Rattenfängertheater, das mit moderner Sound- und Projektionstechnik die berühmte Sage neu erzählt, machen den Besuch im Museum zu einem spannenden Erlebnis für die ganze Familie

www.museum-hameln.de

Glashütte Gernheim

Die Glashütte Gernheim zwischen Geschichte und Gegenwart: Einst traten die Produkte der Glashütte ihren Weg per Schiff über die Weser bis in das ferne Südamerika an – heute können Besucher über den Weserradweg das Museum erreichen. Im Glasturm von 1826 arbeiten Glasmacher am Ofen und zeigen, wie sie im kunstvollen Umgang mit Pfeife, Holzform und Schere aus der glühenden Masse Gefäße formen. In der angrenzenden Schleiferei werden die fragilen Werke durch Gravur und Schliff veredelt. Das Herrenhaus der Fabrikantenfamilie und die Arbeiterhäuser, in denen die Glasmacherfamilien wohnten, laden zur Zeitreise in die Welt der frühen Industrialisierung ein. Mehr zu Produktion, Transport und Verwendung des vielseitigen Materials erfährt man in der ehemaligen Korbflechterei. Sonderausstellungen zu Glaskunst und Design sowie zahlreiche Veranstaltungen bieten neuen Zugang zu den Themen Industriekultur, Kunst und Glas und kreative Kurse ermöglichen den eigenständigen Umgang mit dem faszinierenden Werkstoff.

Geöffnet ist die Glashütte Gernheim dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Täglich gibt es Schauvorführungen im Glasturm und in der Schleiferei. Freie Führungen für Besucher des Museums ohne Voranmeldung sind sonn- und feiertags um 11 Uhr. 

Fahrradständer und Schließfächer für Taschen und Helme sind vorhanden.

www.lwl-industriemuseum.de

Mindener Museum

Zum Internationalen Museumstag lädt das Mindener Museum in der Ritterstraße bei freiem Eintritt am Sonntag, 21. Mai, in der Zeit von 12 bis 18 Uhr. Um 14 und 16.30 Uhr gibt es Führungen  durch die Ausstellung „Menschen, Schiffe und Maloche. Lebenswelt – Arbeitswelt“: Geschichten der Mindener Häfen. Um 15.30 Uhr folgt eine Führung durch die Ausstellung „Vogelfänger, Venntüten und Plaggenstecher“ – Natur und Landschaft vor 100 Jahren: Bilder und Filme von Dr. Hermann Reichling (1890-1948). Und außerdem werden geboten: Rallyefragebogen für Kinder zwischen sieben und zehn Jahren, ein interaktives Stadtmodell mit neuer „Tour“ zu Minden in der Kaiserzeit, die Sonderausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“. Außerdem gibt es stündlich eine  Vorführung des Kurzfilms „Die Damen von Ilse“ – Was ist meine Heimat? Migrierte Identitäten – gefundene Identitäten! (Der Film entstand in Kooperation des Mindener Museums mit der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule Minden, gefördert vom Kultursekretariat NRW und dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW.) Das Mindener Museum in der Ritterstraße 23-33 ist dienstags bis sonntags in der Zeit von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

www.mindenermuseum.de

Eulenburg-Museum Rinteln

Das Museum in Rinteln ist aus einer Altertümersammlung des 19. Jahrhunderts hervorgegangen und im Jahr 1908 eröffnet worden. Seinen Sitz hat es im Gebäude der Eulenburg, bei der es sich um einen Stadthof des Klosters Möllenbeck aus dem 16. Jahrhundert handelt. Im Jahr 2000 wurde die Dauerausstellung gestaltet. Auf 400 Quadratmetern werden darin viele interaktive Elemente geboten. Außerdem gibt es diverse Informationsebenen. Die Ausstellung führt die Besucher durch 10 000 Jahre der Stadtgeschichte und veranschaulicht ihre Informationen durch Modelle, Hörstationen oder Texttafeln. Alles ist übersichtlich gestaltet, verständlich geschrieben und nach museologischen Kriterien sortiert. Eine besondere Attraktion ist ein begehbarer Kleinstwohnwagen aus dem Jahr 1965. Fünf Abteilungen stehen zur Verfügung, die zu Dreiviertel barrierefrei erreichbar sind. In allen Räumen befinden sich außerdem Bänke zum Ausruhen und Innehalten. Ferner steht ein Museums-Shop mit reichhaltigen Angeboten zur Museumsarbeit zur Verfügung. Geöffnet ist das Museum von dienstags bis sonntags in der Zeit von 14 bis 17 Uhr.

www.eulenburg-museum.de

Besucherbergwerk Kleinenbremen

Im Betriebsgebäude der ehemaligen Eisenerzgrube Wohlverwahrt ist das Museum mit den Abteilungen Bergbau und Erdgeschichte untergebracht. Der Zugang ist barierrefrei. Eine einmalige Fotogalerie erwartet Sie in der „Halle der Bergleute“. Noch heute aktive Bergmänner flankieren auf rund 140 Quadratmetern die im Juli 2014 eröffnete Ausstellung zur Geschichte der Montanindustrie in der Region Porta Westfalica. Interaktive Modelle vermitteln anschaulich die Eisenerzförderung in der Grube Wohlverwahrt, die Transportwege, Lage und Ausdehnung der Abbaufelder und die Einbettung in die Landschaft dieser Region. Im Schaudepot finden die Besucher eine umfangreiche Sammlung von Gegenständen, die das Leben und die Arbeit des Bergmanns über Jahrzehnte begleitet haben. Zugänglich ist auch die Energie-Einspeisungsstation für die Grube Wohlverwahrt, eine Schalt- und Verteilerstation, die von der Firma Siemens gebaut wurde. Weitere Räume im Betriebsgebäude wie die Jugendkaue oder die Steigerkaue sind im ursprünglichen Zustand erhalten und vermitteln so einen authentischen Einblick in die tägliche Arbeitswelt des Bergmanns.

Fossilien, Minerale und Steine weisen den Weg in die erdgeschichtliche Abteilung des Museums. Im Urmeer-Raum können Sie einen Moment verweilen und sich auf die Reise durch die Erdgeschichte einstimmen. Die Besucher erleben Dinosaurierfährten, Pflanzen, Knochen und Bodenschätze mit artenreicher Flora und Fauna und beschließen Sie den ereignisreichen, Museumstag mit einem Spaziergang durch den historischen Museumssteinbruch und den Gesteinsgarten. Geöffnet ist dienstags, mittwochs, donnerstags, samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr.

www.bergwerk-kleinenbremen.de

Brauerei Museum in Barre’s Brauwelt Lübbecke

Sachkundige Führungen durch das Museum werden sonntags um 12  Uhr und um 14 Uhr angeboten. Sonderführungen sind individuell buchbar.

Im Jahre 1842 gründete Ernst Johann Barre in Lübbecke am Fuße des Wiehengebirges eine Brauerei. Als eines der ersten Gebäude ließ er aus Kalksandstein und Brandziegeln den Gär- und Lagerkeller errichten. Dieses markante Gebäude, seit Langem unter Denkmalschutz stehend, wurde bis ungefähr 1985 auch für diesen Zweck genutzt.

Da im Laufe der Zeit, bedingt durch die technische Entwicklung, immer wieder neue, moderne Maschinen angeschafft werden mussten, die ausrangierten Gerätschaften jedoch sorgfältig aufbewahrt wurden, lag der Gedanke nahe, diese in einem Museum zu sammeln und nach erfolgter Restaurierung der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. Die mittlerweile große Sammlung umfasst alte Brauereimaschinen, Werkzeuge und sonstige Exponate, die ebenfalls sorgfältig repariert und aufgearbeitet wurden.

Am Internationalen Museumstag ist der Eintritt ins Brauerei Museum frei.

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