Dieser Smart fährt elektrisch – und das sehr gut. Mit einer Ladung schafft es der Kleinstwagen immerhin eine Strecke von knapp 180 Kilometern zurückzulegen. Das macht ihn besonders für den Stadtverhehr interessant und zu einer prima Alternative zu Autos mit Verbrennungsmotor. // Von Carsten Korfesmeyer

Heute im Test: Der Smart „Electric Drive“ Forfour

Die Reichweite passt der Computer der Fahrweise immer aktuell an. Geht es genügsam über die Straßen schafft der Smart „Electric Drive“ ohne Schwierigkeiten bis zu 180 Kilometer (Werksangabe: 155 Kilometer) mit einer Stromladung. Drückt man das Pedal hingegen ein bisschen tiefer, nimmt der Radius etwas ab. Das Aufladen der Lithium-Ionen dauert dann an einer normalen Steckdose etwa sechs Stunden; eine Schnellladestation ist mit 1,5 Stunden deutlich schneller. Und an der Wallbox dauert die gesamte Prozedur 3,5 Stunden.

Der Stand der Ladung wird über das Armaturenbrett mitgeteilt, an dem der Fahrer alles bestens im Blick hat. Der elektrische Smart wirkt von Innen einen Hauch futuristischer als sein Bruder mit dem Verbrennungsmotor. Ansonsten spürt der Fahrer beim Einstieg keine großen Unterschiede. Der Smart „Electric Drive“ kommt wie ein ganz normaler Vertreter seiner Klasse daher – und das ist seine Stärke, weil sich sein Besitzer auf keine nennenswerten Änderungen gefasst machen muss. Es gibt den typischen Automatikhebel oder auch das Zündschloss. Wird der Schlüssel allerdings umgedreht, ertönt kein Motorengeräusch. Ein kurzes Signal ertönt und die Anzeige „Ready“ signalisiert, dass die 82 Strompferdchen startklar sind.

Lautlos setzt sich das elektrische Auto in Bewegung. Nur Fahrgeräusche sind wahrnehmbar – so wie es sich für einen echten Stromer gehört. Dass sich auch beim Fahrverhalten im Vergleich zum normalen Smart so gut wie keine Änderungen ergeben, freut den Autofan. Es macht mächtig Spaß, mit dem agilen Flitzer im Stadtverkehr unterwegs zu sein. Der Wagen bietet einen erstaunlichen Komfort; sogar einen Hauch Luxus und die Verarbeitung ist top. Aufgrund seiner Größe kommt der Smart selbst in kleinste Parklücken. Der Wendekreis ist gering, die Rundumsicht bestens.

Dieser Smart strotzt voller Dynamik. Wer ihn sieht, erkennt Leidenschaft und Lust auf das Autofahren. Toll ist auch die Zweifachlackierung, die für eine zusätzliche sportliche Note sorgt. Fahrspaß pur begleitet die Reise, die durch Minden, Porta Westfalica und Bückeburg führt. Auffällig ist die sehr gute Straßenlage, die der elektrische Smart auch jederzeit bei den höheren Geschwindigkeiten hat. 12,9 Kilowattstunden verbraucht er im Schnitt auf 100 Kilometern und das entspricht Kosten von etwa drei Euro. Somit ist er deutlich sparsamer als ein Fahrzeug mit einem Verbrennungsmotor. Und dass ein Elektroauto sehr viel umweltschonender ist, sei auch noch gesagt.

Fazit: Der Smart „Electric Drive“ ist ein starkes Fahrzeug, das für seine Klasse eine Menge zu bieten hat, prima fährt und seine Stärken besonders im Stadtverkehr zeigt. In der Elektroklasse wird er ein großes Wörtchen mitreden.

Unser Testfahrzeug ist uns vom Autohaus Sieg, Minden, zur Verfügung gestellt worden.

Unser Testfahrzeug:

Smart Forfour „Electric Drive“

Motor: Drehstrom-Synchronmotor
Leistung: 82 PS
Max. Drehmoment: 160 Nm
Batterietyp: Lithium-Ionen
Reichweite: 155 Kilometer
Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h
Beschleunigung: 12,7 Sekunden (0 auf 100 km/h)
Verbrauch: 13,1 Kilowattstunden auf 100 Kilometern
CO2-Ausstoß: 0
Effizienzklasse: A+
Preis: ab 22 600 Euro (Basisversion)

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