Weihnachten kommt jedes Jahr überraschend. Ruckzuck ist es Advent und dann kommt der Wunsch auf, mit Freunden, Kollegen oder der Familie ein Weihnachtsessen zu erleben. In den Restaurants ist es in dieser Zeit meist rappelvoll, deshalb sollte früh gebucht werden. Dass diese Botschaft schon im Oktober gesendet wird, macht Sinn. // Von Carsten Korfesmeyer

Die Gastronomie rät bereits im Oktober zur Buchung von Weihnachtsfeiern. Im November ist es oft schon zu spät.

Während der Adventszeit spontan einen Tisch im Restaurant seiner Wahl zu bekommen, ist schwierig. Gefühlt geht im Dezember die ganze Welt essen – und deshalb rät die Branche der Gaststätten dringend dazu, sich zeitig Gedanken über die Weihnachtsfeier oder das Weihnachtsessen an den Festtagen zu machen. Es ist deshalb dringend nötig, diesen Text zu schreiben. Die Botschaft, dass ein frühes Buchen der Räumlichkeiten in Gastronomiebetrieben Sinn macht, muss einfach gesendet werden. Also: Sichern Sie sich möglichst rechtzeitig ihre Plätze. Das geht ganz einfach, indem Sie zum Hörer greifen, die Nummer des entsprechenden Lokals wählen – und einen Satz wie „Ich möchte in der Weihnachtszeit einen Tisch für fünf Personen buchen“ sagen. Sie werden sehen: das klappt.

Sollten Sie mit sechs oder mehr (oder weniger) Personen feiern, sollten Sie das in Ihrer Buchung entsprechend kundtun. Es wäre tragisch, wenn am Ende ein Gedeck fehlen würde. Das hat oft schon Tränen gegeben – und es nützt dann auch nicht, dass der Kellner rasch nachlegte.

Also buchen Sie schnell und korrekt. Ihre Weihnachtsfeier können Sie mit Freunden, Verwandten, Kollegen, Sportsfreunden aus dem Kegelverein oder auch mit Mitbetroffenen einer Selbsthilfegruppe feiern. Sie können im großen Rahmen oder im kleinen Kreis feiern. Was Speisen und Getränke betrifft, haben Sie ebenfalls freie Bahn. Ob  Pizza, Bier, Schnitzel, Gans, Wein, Ente, Fisch, Ouzo, Gyros, Döner oder Kartoffelpuffer mit Apfelmus: Genießen Sie und feiern sie!

Nur wer rechtzeitig bucht, kriegt was er will. Das ist die Kernaussage dieses Textes. Das muss ich natürlich noch deutlicher machen. Deshalb schreibe ich weiter. Denn es ist eine einfach tolle Sitte, in der Weihnachtszeit zu feiern. Sozusagen locker und flockig den Advent genießen – und gemeinsam ein paar schöne Stunden zu verleben. Wie man das macht, ist natürlich jedem selbst überlassen. Manche feiern groß, andere klein. Es ist so individuell wie die Menschen es selbst sind.

Und das lässt sich wirklich sehen: Vom typischen Weihnachtsessen mit Gans, Ente und Wild bis hin zu exotischen Fischkreationen, bleiben keine Wünsche offen. Wie und was gegessen werden soll, muss der Gast allerdings schon selbst entscheiden. Soll es richtig stilvoll mit Appetizer, Vorspeise, Hauptgericht und Dessert sein? Oder lieber mehrere kleinere Gerichte zum Probieren? Schon die Vorauswahl lässt manchen seine „guten Vorsätze fürs Essen“ über Bord werfen. Weihnachten ist schließlich nur einmal im Jahr.

In großen Firmen ist es oft schwer, alle Abteilungen unter einen Hut zubekommen. Da geht die Buchhaltung schon lieber als kleinere und eigene Abteilung gemütlich schlemmen, anstatt beim Weihnachtsessen zwischen Kollegen verstreut zu sitzen. „Nach dem Essen haben wir uns einfach zusammengesetzt, man kennt sich eben irgendwie besser“, heißt es oft. Und manche kleine Abteilung denkt sich für ihre Weihnachtsfeier gerne etwas Ausgefallenes aus.

Gemütlich und ansprechend soll der Raum für die Feier sein. Was am eigenen oder am Nachbartisch gesprochen wird, möchte keiner wirklich wissen. Gerade kleineren Gruppen bietet die Gastronomie im Kreis Minden-Lübbecke und über dessen Grenzen hinaus separate Räume oder großzügig platzierte Gruppentische an. Denn nur eine private Atmosphäre sorgt für richtiges „X-Mas-feeling“.

Leckeres Essen ist aber immer angesagt. Besonders Sportgruppen lassen es sich gerne schmecken. Gleichzeitig will man Klönen – und sich mit Wichtel-Paketen beschenken. Aber auch Privates, was im Arbeitsalltag oft zu kurz kommt ist Tischthema. Mancher entdeckt eben erst nach der dritten Weihnachtsfeier, dass sein Gegenüber auch Tennis spielt. Oder, dass der Chef mal ganz privat, eigentlich doch ganz nett ist. Der lockere Umgang miteinander und die Vorfreude auf die bevorstehenden Feiertage schaffen das, was gemeinhin Weihnachten genannt wird: friedliches Miteinanderumgehen. Oft geht es im Anschluss noch weiter – häufig in Diskos. Nicht selten enden die Weihnachtsfeiern dann erst in den frühen Morgenstunden.

Und doch geht nichts über ein Fest zu Weihnachten in der Familie selbst. Schwierig wird es jedoch, wenn Verwandte weiter weg wohnen. Eltern und Schwiegereltern würden gerne die Kinder sehen. Ein Abstecher zu Tante und Onkel liegt gewissermaßen auf dem Weg. Alle möchten, dass man „mal“ vorbeischaut. Da reichen oft die Feiertage nicht aus. Und schon hängt der Haussegen schief. Um Streitigkeiten zu vermeiden, ist es ratsam, in Etappen zu feiern. So könnte ein Essen mit guten Freunden oder Tante und Onkel einige Wochen vor dem 24. Dezember für Entspannung sorgen.

Tja die Weihnachtsfeiern – da gibt es jede Menge Varianten. Und auch Anekdoten. So ist unter anderem Franz Beckenbauer dank einer Weihnachtsfeier beim FC Bayern München noch einmal Vater geworden. Oder auch Peter und Iris aus Hannover sind ein prima Beispiel, wie sich durch eine Weihnachtsfeier das Leben verändern kann. „Ich hatte Peter bislang nur auf dem Flur getroffen“, sagt die 30-Jährige. Im Dezember 2015 hat es zwischen beiden gefunkt. Nach einer etwas größeren Weihnachtsfeier mit 130 Kollegen war man mit ein paar Leuten noch zum Bowlen gegangen. Dort hatten die kaufmännische Angestellte und der Buchhalter endlich die Chance, sich einmal etwas länger zu unterhalten. Was folgte, war ein Date am nächsten Abend, dem sich ein Date am übernächsten Tag anschloss. So ging es weiter, denn Peter und Iris sind heute unzertrennlich. Im Juni 2016 wurde geheiratet – im Mai dieses Jahres wurde Sohn Kevin geboren. Das Glück der beiden ist damit perfekt.

Auch diese Geschichte steht für den Erfolg von Weihnachtsfeiern. Gabi und Petra hatten als Kinder gemeinsam die Schulbank gedrückt. Nach dem Abi verloren sie sich aus den Augen. Jahrelang hörte man nichts mehr voneinander, bis Gabi und Petra sich beim Italiener trafen. Beide waren dort mit ihren Sportvereinen zum Essen – und die Zusammenkunft ein Mega-Zufall. Schnell fanden die zwei wieder zusammen – und sind inzwischen wieder ganz dicke Freundinnen.

Weihnachtsfeiern sind klasse. Kaum jemand mag sie missen. Nur bei aller Vorfreude sollte man eines nicht vergessen: Rechtzeitig buchen und: Für Ostern 2018 werden bereits die  ersten Anmeldungen entgegengenommen.

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