Vor einem Vierteljahrhundert hat Uwe Holland seinen „Gourmet Service“ gegründet. Das Catering-Unternehmen fährt seither in der Erfolgsspur und schafft es locker, bei Veranstaltungen bis zu 2000 Gäste zu bekochen. Und die Nachfrage nimmt immer weiter zu.

Hollands Gourmet Service in Minden feiert Jubiläum / Gegründet 1992

Angefangen hat es mit „Hollands Gourmet Service“ eher mit einem Zufall. Der Firmenchef ist in der Motorsportszene gut vernetzt und wurde 1992 von heimischen Fahrern angesprochen, ob er nicht das Catering beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans übernehmen möchte. „Da habe ich dann ganz spontan zugesagt“, sagt Uwe Holland, der damals noch den Ratskeller von Minden Betrieb – jenes Lokal, das die Stadt im Jahr 2003 geschlossen hat – und dem in Minden viele Menschen nachtrauern. Auch Uwe Holland.

Parallel zum Ratskeller baute der Vollblut-Gastronom den Gourmet Service weiter aus. Es zeigte sich schnell, dass dieser Geschäftszweig voll ins Schwarze trifft. Immer mehr Menschen fanden Gefallen an der Idee, die eigene Party von Uwe Holland ausrichten zu lassen. Das Motto „Nur feiern müssen Sie noch selbst“ wurde immer häufiger gelebt. Ob kleinere Partys, Firmenevents oder Abi-Bälle: Die Möglichkeiten des Caterings sind mittlerweile nahezu grenzenlos geworden. „Wir schaffen es locker, an einem Tag bis zu 2000 Menschen zu bekochen“, sagt der Firmenchef, der schon Buchungen für Ende 2018 hat. Längerfristige Planungen sind zwar in der Branche durchaus üblich, doch Holland kann auch kurzfristig noch etwas auf die Beine stellen. „Natürlich nur, wenn wir nicht verplant sind“, sagt er. Und weil die Waren beim Gourmetservice jederzeit ganz frisch eingekauft werden, kann Holland auch dann noch vollen Service leisten, wenn bei einer Feier noch kurzfristig eine Menge Gäste ab- oder zusagen.

Am Anfang jeder Veranstaltung steht das Vorgespräch. Holland macht sich darin ein Bild davon, was die Gastgeber wünschen. Bei 30. Geburtstagen gehe es immer etwas anders zu als bei Goldenen Hochzeiten, erzählt er – und in den vergangenen Jahren habe sich gezeigt, dass viele Gastgeber am Tisch serviert haben möchten. „Zumindest die Vorspeise“, sagt der gelernte Koch, der in alle Richtungen beweglich ist. Das Buffet hat er ebenso im Angebot wie den Komplettservice an den Tischen. „Unsere Ausstattung ist für jede Art zu feiern ausgerichtet. Holland ist mit allem stets vor Ort.

Angebotstechnisch ist der Gourmet Service-Chef ebenfalls auf alles eingestellt. So individuell wie die Menschen ist auch das, was die jeweiligen Gastgeber auf die Teller haben möchten. „Geschmäcker sind verschieden“, sagt der Caterer – und im Gespräch lässt er es an vielen Stellen durchblicken, dass er gerade darin den Reiz seines Berufes sieht. Für ihn gilt es, die Atmosphäre einer Veranstaltung vorab genau zu erfassen, um dann für das entsprechende kulinarische Angebot zu sorgen. „Das ist vor allem auch eine Frage der Erfahrung“, sagt der gelernte Koch, der aus einer Gastronomiefamilie stammt und das Geschäft von klein auf kennt. Selten verkalkuliert er sich mit den Mengen – und ihm geht es darum, seinen Gästen ein schönes kulinarisches Erlebnis zu bereiten.

Angesprochen auf den Einzugsbereich seiner Catering-Firma nennt Uwe Holland spontan den Bereich Ostwestfalen-Lippe und das angrenzende Niedersachsen. Anfragen kommen allerdings auch gelegentlich aus ganz Deutschland. Sogar aus der Schweiz habe ein Veranstalter mal bei ihm angeklopft, ob er nicht ein Event für ihn ausrichten könne. Theoretisch wäre das für Uwe Holland selbstverständlich überhaupt kein Problem, doch für den 59-Jährigen ist die umfassende Beratung seiner Kundschaft eine feste Säule in der Firmenphilosophie. „Und da musste ich ihm sagen, dass es sich für ihn nicht rechnet, wenn ich mit dem ganzen Equipment bis in die Schweiz fahre“, sagt er. Der Kunde hat Hollands ehrliche Worte sehr geschätzt – und der Gastronom freut sich, dass er inzwischen einen guten Ruf genießt, der sogar bis in das Land der Eidgenossen hallt.

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