Spezialisiert ist die VW Buspartner GmbH auf den legendären California-Bus aus dem Hause des Wolfsburger Autobauers, der von 1990 bis 2003 gebaut wurde. Aber auch andere Ausstattungen sind machbar. Das Mindener Unternehmen kauft die Fahrzeuge – und restauriert sie mit Originalteilen. // Von Carsten Korfesmeyer

Firma VW-Buspartner GmbH baut Erfolgsmodellreihe mit Originalteilen

Neben dem legendären T4 stehen ab und an aber auch dessen Vorgänger in der 1000 Quadratmeter großen Werkstatt in der Lahder Straße 2. Denn der T3, T2 oder T1 vermitteln ebenfalls ein besonderes Lebensgefühl, für das diese Fahrzeugreihe der „Bullis“ seit 68 Jahren steht: Freiheit und Unabhängigkeit. „Unsere Kunden sind Camper, Surfer, aber auch Leute, die den Bus als Familienwagen haben wollen“, sagt Andreas Krutschek. Zusammen mit Juri Osetinskij leitet er das 1998 gegründete Unternehmen, das seit 2018 als GmbH firmiert – und aus der ATH Minden hervorging.

Krutschek, Osetinskij und ihre beiden Mitarbeitern üben ihren Beruf mit einer spürbaren Leidenschaft aus. Sie arbeiten erfolgreich in einer Nische, die sich aus der Legende des Bullis entwickelte. Jedes Gebrauchtfahrzeug, das der Betrieb fertig, ist ein Unikat. „Das dann ganz nach den Wünschen unserer Kunden gefertigt wurde“, sagt Krutschek. Unter anderem arbeite man mit Tischlern zusammen, die die „T´s“ zu Wohnmobilen machen. Bis zu 30 Fahrzeuge werden auf dem Firmenareal zeitgleich restauriert.

Kern der Unternehmensphilosophie ist, dass nur Originalteile verwendet werden. Nach eigenen Angaben verfüge man mit dem 8000 Quadratmeter großen Lager über das weltweit größte Ersatzteilvorkommen der Baureihe. „Bei Volkswagen bekommt man die ja nicht mehr“, sagt Krutschek. Damit die Legende noch in vielen Jahren auf den Straßen der Welt unterwegs sein kann, gehe man im Unternehmen folgendermaßen vor. Zunächst werden die VW-Kleinbusse aufgekauft und bewertet. Die, deren Zustand als gut bezeichnet wird, werden wieder komplett restauriert. Die übrigen werden ausgeschlachtet und die Ersatzteile nach einer gründlichen Überholung wieder verwendet. Jedes T-Modell befinde sich danach im Top-Zustand.

Krutschek spricht von Nostalgie-Bussen, die überwiegend aus der Reihe der von 1990 bis 2003 produzierten T4´s kommen. Sie sind am meisten in seinem Unternehmen gefragt. Aus den VW-Bussen lassen sich zahlreiche Variationen fertigen. Die Experten bauen Pick-Ups, Mehrsitzer oder auch Fahrzeuge mit reiner Ladefläche. Wer auf der Facebook-Seite unterwegs ist, bekommt rasch einen Eindruck über die scheinbar unendlichen Möglichkeiten, aus dem VW-Bus ein individuell zugeschnittenes Auto entstehen zu lassen, das dennoch seine Originalität nicht verloren hat.

Als Wohnmobil ist die Wolfsburger T-Reihe aber am meisten gefragt. Die Dächer des so genannten California-Busses lassen sich beispielsweise hochstellen, sodass auch Erwachsene bequem darin stehen können. Als Urlaubsauto sei der VW-Bus absolut der Renner, teilt Krutschek mit – und das nicht nur für Individualisten. „Unsere Kunden kommen aus allen Teilen der Gesellschaft“, sagt der Firmenchef. Denn das Gute an dieser Baureihe sei, dass sie für alle möglichen Einsätze gemacht sei. Und wenn die T´s die Halle verlassen, seien sie so gut wie neu. „Es ist faszinierent, was man auf vergleichsweise engem Raum alles machen kann“, sagt er.

Wer sich für einen VW-Bus aus dem Hause des Unternehmens interessiert, bekommt vorab eine umfassende Beratung. Es sei wichtig zu wissen, für was der Kunde den Wagen nutzen möchte, sagt Krutschek. Der Service sei umfassend und decke sämtliche Montagen, Innenarbeiten, die Lackierung oder auch die Straßenzulassungen durch TüV und Co. ab. Und natürlich ist man auch zur Stelle, wenn die Kunden einfach nur ein Ersatzteil brauchen.

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