Pilotprojekt der Städte Minden und Porta Westfalica im Januar vorgestellt / Start im Juli geplant / Tourismus soll attraktiver werden

Der Kaiser-Wilhelm-Bus hat zwei Linien. Die eine führt nach Porta, die andere durch die Mindener Altstadt und bis zum Wasserstraßenkreuz. Die Touren starten auf Kanzlers Weide und jede dauert etwa eine Stunde. Start des Pilotprojekts ist dann, wenn die Arbeiten an der Ringterrasse des Portaner Wahrzeichens abgeschlossen. Das ist nach Mitteilung des Landschaftsverbandes (LWL) auf jeden Fall noch vor den Sommerferien – wahrscheinlich der 8. Juli. Beim Bürgerforum am 17. Januar ist das Pilotprojekt der Städte Minden und Porta Westfalica präsentiert worden. Es sei ein konkretes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit, heißt es.

Dass der Tourismus nur funktioniere, wenn sich die gesamte Region am Gesamtkonzept beteilige, hatten die Teilnehmer der Podiumsdiskussion zu diesem Zeitpunkt alle deutlich gemacht. Mit dem Bus ist jetzt allerdings das erste gemeinsame Vorhaben auf den Weg gebracht, mit dem auch die verzwickte Verkehrssituation am Kaiser-Wilhelm-Denkmal zumindest entschärft werden könnte.

85 Personen passen in jeden der beiden Busse, die nach dem so genannten Hop-On-Hop-Off-Prinzip fahren sollen. Sie sind Doppeldecker, deren obere Etage geöffnet werden kann. Es gibt Haltestellen an markanten Punkten und das bietet Touristen die Gelegenheit, dort ein- und auszusteigen. Die 60-minütige Taktung ermögliche es, an einer Sehenswürdigkeit zu verweilen oder die Gastronomie zu nutzen. Die Porta-Route steuere selbstverständlich das Kaiser-Denkmal an, sagt Hedtmann. Er gehe davon aus, dass sich auf dem Areal die durchschnittliche Verweildauer deutlich erhöhen werde.

Unterwegs ist der Kaiser-Wilhelm-Bus immer von donnerstags bis sonntags in der Zeit von 10 bis 17 Uhr. „Die Fahrzeuge kommen aus Berlin“, sagt Minden-Marketing-Geschäftsführer Dr. Jörg-Friedrich Sander. Momentan laufe die Feinabstimmung und geplant sei auch, dass die Fahrgäste nach dem Vorbild einer Stadtführung auch fachkundig begleitet werden. „So bekommen die Touristen sofort die gewünschten Infos“, sagt er. Zurzeit werde das Personal gesucht.

Beim Publikum kommt das zunächst auf drei Monate begrenzte Projekt sehr gut an. Vor allem wird gelobt, dass Angebote beider Städte miteinander verzahnen. „Beispielsweise die enge Beziehung zwischen dem Besucherzentrum am Kaiser-Wilhelm-Denkmal und dem Preußen-Museum“, sagt Sander. Es gehe auch nur gemeinsam – und das gelte für die gesamte Entwicklung. Touristen sei es egal, in welcher Kommune die Sehenswürdigkeit stehe. Sie wollen vor allem die Region erleben.

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