Für viele GWD-Fans war die halbe Saison schon nach dem dritten Spieltag vorbei: Derby-Sieg gegen den TuS N Lübbecke. Und was für ein Sieg. Zur Halbzeit sah es in der Kampa-Halle nach einer klaren Angelegenheit aus – dann wurde es aber noch so richtig spannend. // Von Carsten Dehne

GWD ist nach Sieg gegen Lübbecke hoch motiviert und optimistisch

Egal, am Ende ein 21:18, das zählt. Was mich wundert: die Halle war bei der Mutter aller Handball-Derbys bei weitem nicht ausverkauft: „Nur“ rund 3.400 Zuschauer – das ist eigentlich zu wenig…

Klar, es war ganz gutes Wetter. Klar, es spielten gleichzeitig jede Menge andere Handball- und Fußballvereine. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zuschauerzahl im Laufe der Serie entwickelt. Es sind halt neue, aber auch fixe Anwurfzeiten. Da müssen sich Fans und Zuschauer vielleicht noch dran gewöhnen. Aber nicht zu vergessen: es gibt deutlich mehr Fernsehgelder als früher. So lange die Rechnung unterm Strich aufgeht ist alles okay. Aber mehr Leute sprich mehr Stimmung in der Halle ist schon wichtig!

Der Erfolg einer Mannschaft ist selten von nur einer Person abhängig. Das sollte er auch nicht! Das ist mit Blick auf die Ziele viel zu gefährlich. Aber hin und wieder gibt es einen, den man herausstellen muss. Wie zum Beispiel Christoffer Rambo beim Auswärtsspiel in Wetzlar. Er war beim überraschenden Punktgewinn sicher der herausragende Akteur. So einer ist zu Beginn der Saison auch Dalibor Doder.

Schon so manches Mal in den vergangenen Jahren habe ich gedacht: „Na, wie lange macht er es noch. Na, wie lange geht das noch gut?“. Aber allen Unkenrufen zum Trotz zeigt er immer wieder seine Klasse. Nicht unbedingt in jedem Spiel. Das darf ja auch gar nicht sein – darauf könnte sich der Rest verlassen und wenn es denn nicht klappt, geht es in die Hose. Aber hin und wieder ist es eben doch so.

Bestes Bespiel für seine Klasse war das Spiel gegen Göppingen. Im Duell der Altmeister sehen die Grün-Weißen oft gar nicht gut aus. Auch letzte Saison gab es zwei Klatschen. Wie aber Dalibor Mitte September die Fäden zog und beim letzten Wurf die Verantwortung übernahm und das Ding dann auch noch rein macht. Chapeau! Und mit Ende 30 auch noch so ein Körper…

Vor der Saison wurde ich oft gefragt: „Und, wo landet GWD in diesem Jahr?“. Meine Antwort: „Mit der Mannschaft plus Machern hat GWD nichts mit dem Keller zu tun.“ Wenn sich denn nicht zu viele Spieler verletzen. Jetzt hat es leider einen erwischt: Charlie Sjöstrand fällt vermutlich ein halbes Jahr aus. Knorpelschaden im Knie. Gute Besserung Charlie! Das bedeutet viel Verantwortung auf den noch jungen Schultern von Mats Korte. Ich bin mir aber sicher: das GWD-Eigengewächs wird die Lücke schließen.

Mit zwei Aktionen sucht GWD Minden junge Leute. Die jüngeren – bis maximal zehn Jahre alt – haben die Chance einmal mit der Bundesliga-Mannschaft einzulaufen. Mit allem Drum und Dran – dunkle Halle, Lichteffekte, Einlaufmusik und Anmoderation – geht es mit einem der großen Vorbilder an der Hand rein in die Kampa-Halle. Egal ob Jugendmannschaft, Schulklasse oder Gruppe von Freunden – bewerbt euch unter gs@gwd-minden.de.

Ältere – mindestens 18 Jahre alt – können Volunteer bei GWD werden. Ihr erlebt die GWD-Heimspiele so nah wie nur die Spieler selbst. Ihr seid aber auch bei anderen wichtigen Terminen der Grün-Weißen präsent und packt mit an. Ihr seid verantwortungsbewusst, zuverlässig, teamfähig, freundlich zu den Gästen und könnt eigenständig eure Aufgaben erledigen? Dann macht mit. Bewerbungen unter volunteer@gwd-minden.de. Schreibt, warum ihr der oder die Richtige als „Grün-Weißer Freund und Helfer seid. Neben eurer Aufgabe gibt’s Eintritt zu den Heimspielen, natürlich Verpflegung, besondere Events mit der Mannschaft als auch das exklusive „Grün-Weiße Freund und Helfer“-Paket inkl. Karten für Freunde und Familie zum Sonderpreis.

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