Der Sommer 2017 war insgesamt gesehen „so lala“. Manche Tage waren spitze, doch eine stabile Hochwetterlage hat es nichts gegeben. Macht ja nix – und das Wetter kommt ja sowieso wie es will. Jetzt ist Herbst und wer einen Garten besitzt, bereitet ihn auf die kalte Jahreszeit vor.

Laub, Rückschnitt und Neuanlage: Die Vorbereitungen für die Saison 2018 starten bereits in diesen Wochen

Die Natur macht Pause. Das ist nur normal und irgendwie auch schön. Das wöchentliche Rasen mähen steht in den kommenden vier Monaten nicht auf dem Programm und wer von Ende Oktober bis Anfang März in seinen Garten schaut, sieht auch nichts, was zu erledigen wäre. Es herrscht Ruhe. 

Wer zurzeit nach draußen blickt, sieht die Signale des Herbestes schon sehr deutlich. Die Sonnenstrahlen werden inzwischen schwächer. Das ist typisch für den Oktober – und mit etwas Glück (oder Pech) fallen in diesem Monat vielleicht die ersten Schneeflocken. Rosen, Astern und Heide sind neben dem sich langsam verfärbenden Laub die letzten kräftigen Farbtupfer im Garten. Zeit, diesen gründlich auf Vordermann zu bringen, bevor es spätestens im Dezember so richtig Winter wird.

Jetzt wird der Platz in den braunen Mülltonnen wieder merklich knapp. Laubbäume im eigenen, aber auch in Nachbars Garten, sorgen für bergeweisen Spaß – vor allem für die Kinder. Was gibt es schöneres, als in zusammengefegte Laubhaufen zu springen oder sich gegenseitig mit bunten Blättern zu bewerfen. Kinder sind übrigens tolle Helfer im Garten. Wenn es um den größten Blätterhaufen geht, kann ein kleiner Wettbewerb ganz schön anspornen. Denn es ist wichtig, den Rasen laubfrei zu halten. In den Beeten hingegen sollte es liegen bleiben. Das ergibt prima Humus.

Die Rose, Königin der Blumen, muss im Herbst leicht zurück geschnitten werden. Etwa ein Drittel ist hier das richtige Maß. Auch in diesem Jahr leiden Rosen vermehrt unter Krankheiten. Rost und Mehltau haben sich auf dem Blattgrün sichtbar angesiedelt. Diese Blätter (und auch die rund um die Pflanze am Boden liegenden), müssen aufgesammelt und entsorgt werden. Ab in den Restmüll, nicht auf den Komposthaufen oder in die Biotonne. Sonst geht der Mehltau- und Rostbefall wieder von vorne los.

Einige Gartengehölze sind über den Sommer ganz ordentlich aus der Form gewachsen. Da hilft nur eins: abschneiden. Bloß wohin mit den unzähligen Ästen? Aus Schnittabfällen einfach Kleinholz machen, das wäre eine gute Lösung. Mit Hilfe eines Häckslers lässt sich das schnell in den Griff kriegen. Für Aststärken bis zu 3,5 Zentimeter gibt es im Fachhandel so genannte Elektrohäcksler. Das Kabel in die Haussteckdose und los geht’s.

Bei bis zu vier Zentimeter dicken Ästen wird ein Drehstromanschluss benötigt. Alles über fünf Zentimeter spricht für einen Benzinhäcksler.

Viele Gartenfreunde stellen gern Kübel mit exotischen oder mediterranen Pflanzen auf ihre Terrasse. Leider sind diese oft schon Temperaturen unter zehn Grad Celsius nicht mehr gewachsen. Oleander, Trompetenbaum und Geranien sollten jetzt in einem frostsicheren, hellen und luftigen Raum untergebracht werden. Vor dem Umplatzieren putzt man die Pflanzen gründlich durch, damit keine kranken Pflanzenteile mit in den Überwinterungsraum gelangen.

Im Oktober ist der Gartenteich mit einer gründlichen Säuberung an der Reihe. Auch der Unterwasserpumpe kommt dabei besondere Aufmerksamkeit zu. Sie sollte gereinigt und im Keller oder einem anderen frostsicheren Raum eingelagert werden. Dabei ist darauf achten, dass die Pumpe feucht bleibt, also in Wasser gelagert werden muss. Ungeschützte Wasserleitungen und Regentonnen müssen vor dem Winter unbedingt entleert und gesäubert werden.

Solange der Boden noch offen, also nicht gefroren ist, kann um- und neu angepflanzt werden. Das geht schon mal bis in den Dezember hinein. Außerdem ist die Auswahl an Gehölzen jetzt besonders groß. Wer jetzt Blumenzwiebeln pflanzt, sorgt damit für einen blühenden Jahresbeginn. Schneeglöckchen, Tulpen, Narzissen und Osterglocken und viele andere Zwiebelgewächse lassen dann frühe Frühlingsstimmung aufkommen. Ein letztes Unkrautzupfen und neues Rindenmulch sorgen für eine jätfreie Zeiten bis ins späte Frühjahr hinein.

Wem es gar zu langweilig wird, weil nichts mehr im Garten zu tun ist, der kann seine Gartengeräte säubern, mit Öl einreiben und kleinere Reparaturen an ihnen vornehmen. Gartenmaschinen wie Rasenmäher, Vertikutierer und Häcksler können zur Wartung und Inspektion in den Fachbetrieb gegeben werden. Das verlängert ihre Lebensdauer.

Und bei aller Vorbereitung für den „Garten im Herbst und Winter“ kommt bereits die Vorfreude auf das kommende Frühjahr auf. Spätestens im März beginnen die Vorbereitungen für den Sommer. Und wer seinen Garten jetzt optimal auf die kalte Jahreszeit einstimmt, hat in den warmen Wochen umso mehr davon. Genießen wir diese Aussichten auf die neue Saison. 

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