Maserati – dieser Name klingt nach Luxus und automobiler Leidenschaft. Der Hersteller aus Modena (Italien) hat das Image einer Nobelmarke, was bei manchen Kunden eine Schwellenangst aulösen kann. News – Das Magazin begegnet dem Levante S Q4 in Bielefeld – und ist mit ihm ein wenig unterwegs. Es ist ein beeindruckendes Treffen. // Von Carsten Korfesmeyer

Heute im Test: Der Maserati Levante S Q4

Der Levante S Q4 spielt in einer Liga mit den SUV´s weiterer namhafter Hersteller. Er ist ein ganz Großer – und das nicht nur optisch. Dass er aus dem Hause Maserati stammt, hebt ihn allerdings von den Konkurrenten ab. Mit der Marke verbinden die Menschen eine Top-Qualität, jede Menge Eleganz oder edles Design. Und das zu einem gepfefferten Preis. Sicher, dieses Fahrzeug ist für den Durchschnittsbürger nur schwer erschwinglich, liegt aber preislich in keiner anderen Kategorie dieser Fahrzeugklasse.

Meine erste Begegnung mit dem Levante S Q4 hat etwas Faszinierendes.
Es ist ein Mittwochmorgen im Februar. Ich sehe den Maserati – und bin schwer angetan. Sein markantes Design weckt die Lust aufs Fahren, seine Ausstrahlung ist die eines Stars und seine Form strahlt Dynamik aus. 430 PS schlummern unter der Haube dieses Italieners und laut Werk schafft er es von Tempo Null auf 100 innerhalb von 5,2 Sekunden. Wahnsinn! Als Höchstgeschwindigkeit sind 264 km/h angegeben. Informationen zufolge soll er es sogar bis an die 290 km/h bringen – Werte, die während der Testfahrt allerdings nicht erreicht und auch nicht angestrebt werden.

Die markante Front macht Eindruck. Als ich den Maserati zum ersten Mal „live“ erlebe, kommt er mir noch größer vor als auf den Fotos, die ich mir zur Einstimmung auf diesen Autotest angeschaut habe. Er wirkt robust und strotzt vor Kraft, kommt irgendwie aber auch sehr freundlich rüber. Dass dieser Ialiener eine starke Persönlichkeit ist, steht für mich sofort fest.

Der Innenraum unterscheidet sich sehr von der Konkurrenz. Futuristische Elemente fehlen und die analoge Uhr auf dem Armaturenbrett gibt die Richtung vor. Auf Schnickschnack wird bewusst verzichtet, dafür setzt der Autobauer auf Qualität und Übersichtlichkeit. Der Schalthebel am Lenkrad ist aus echtem Aluminium und die Verarbeitung absolut hochwertig. Was die technischen Möglichkeiten betrifft, geht es sehr vielseitig zu. Per Knopfdruck lassen sich beispielsweise das Fahrwerk höher- oder tieferlegen sowie der Auspuffsound regulieren. Der Sechszylinder hat einen ruhigen Sound, wahlweise aber auch den eines Rennwagens.

Die Automatikschaltung lässt sich leicht handhaben und die Bedienteile sind gut zuzuordnen. Auch das Display erklärt sich überwiegend von selbst und die Fahrt beginnt. Gestartet wird der Motor per Knopfdruck und in ein Schloss muss der Schlüssel auch nicht gesteckt werden. Es geht durch Bielefeld – und somit überwiegend durch den Stadtverkehr. Hier zeigt der Maserati eine Wendigkeit, wie sie bei beinem SUV nicht unbedingt zu erwarten ist. Der Levante S Q4 zeigt sich bestens aufgelegt und auch das Parken gelingt kinderleicht – sicher auch aufgrund der Rückfahrkamera.

Auf die Autobahn geht es nicht, aber auf die Landstraße. Das Fahrzeug zeigt jedes Mal eine tolle Leistung und liegt wie ein Brett auf dem Asphalt. Der Allradantrieb wird computergsteuert und der verlagert die Belastung je nach Fahrweise auf die Räder. Selbst bei einer zu rasanten Fahrt fliegt man dadurch kaum aus der Kurve – obwohl die Gesetze der Physik natürlich Grenzen setzen. Fahrer und Auto sind ein Team – und das ist genau das, was zwischen Mensch und Maschine als großes Ziel gilt. Dieser Maserati und ich ergänzen sich prima. So solls sein! Wir sollten zusammen bleiben.

Die Testfahrt verläuft mit einem Auto, das technisch ausgereift ist und mit einer ganz deutlich erkennbaren Liebe zum Detail konstruiert wurde. Unter der Haube sitt übrigens ein Motor aus dem Ferrari-Werk. Und rein
platzmäßig ist der Levante S Q4 ein Riese. Die Sitze sind sportlich, komfortabel und sehr bequem. Auf den vorderen Rängen haben alle Insassen eine Menge Raum. Nur ein ganz klein wenig enger wird es dann auf der Rückbank, wo Erwachsene aber bequem die Beine ausstrecken können. Auch die Kopffreiheit ist enorm. Kompliment an die Ingenieure aus Modena , die diesen Maserati zu einer wahren Perle machen.

Unser Testfahrzeug ist uns vom Autohaus Stopka, Bielefeld, zur Verfügung gestellt worden.

Unser Testfahrzeug

Maserati Levante S Q4

Hubraum: 2979 ccm
Leistung: 430 PS
Höchstgeschwindigkeit: 264 km/h
Beschleunigung: 5,2 Sek. (0 auf 100 km/h)
Verbrauch: 10,9 Liter (100 km, kombiniert)
Tankinhalt: 80 Liter
Zylinder: 6
Wendekreis: 11,7 Meter
Antrieb: Automatikgetriebe
Max. Drehmoment: 580 Nm bei 4500 U/min
Kraftstoff: Super
CO2-Ausstoß: 253g/km
Abgasnorm: Euro 6
CO2-Effizienzklasse: F
Preis: ab 77 520 Euro (Basis Levante Q4)
Preis Testahrzeug: ab 91 120 Euro (Basis Levante S Q4)

Der Levante ist auch mit einem 275 PS-Dieselmotor erhältlich.

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