Auszeit in der Natur
Die Seele mal baumeln zu lassen, ist in der heute so hektischen Zeit mehr denn je wichtig. Das wird immer mehr Menschen bewusst. Und wo kann man das besser, als in der Natur. In unserer Region gibt es davon zum Glück eine Menge, Mindener Glacis und Weser, Weser- und Wiehengebirge, zahlreiche Wälder und Parkanlagen und die unendlich scheinende Naturschutz-Landschaft der Bastau-Wiesen und des Großen Torfmoores. Wie man dieses Grün optimal nutzen kann, um zu sich selbst zu finden, zur Ruhe zu kommen und Kraft zu schöpfen, das möchte die schwedische Autorin dieses Buches vermitteln. Grün tut gut, davon ist sie überzeugt und erklärt, wie jeder die Kraftquelle Natur und Garten für sich entdecken kann, durch Bewegung, Meditation, Ernährung, durch kurze Momente oder intensive Beschäftigung. Für ein stärkeres Immunsystem, weniger Stress, weniger Angst und Niedergeschlagenheit, mehr Kreativität, besseren Schlaf, mehr Gelassenheit, weniger Krankheiten. Mit ihren Tipps, die ihr selbst geholfen haben, sich das Leben leichter zu machen, auch in Krisensituationen, wendet sie sich direkt an jeden Einzelnen und nimmt uns mit zu „grünen Pausen für die Seele“. Interessant und ungewöhnlich. Probieren wir doch einfach den einen oder anderen Tipp mal aus.

Cornelia Hoppe

„Grüne Pausen für die Seele“ von Eva Robild, TRIAS Verlag Stuttgart, 216 Seiten, 19,99 Euro

 

Fußball-Erinnerungen
Autor und Literaturkritiker Rainer Moritz scheint fast von Geburt an fußballbegeistert gewesen zu sein. Sein Wissen über Ereignisse, Menschen und Details der Fußballgeschichte scheint auf jeden Fall unerschöpflich. Passend zur Fußball-WM hat er nun seine Fußball-Erinnerungen herausgebracht. Sehr persönlich, sehr kundig, sehr unterhaltsam. Schreckliche, unangenehme, soso-lala, schöne und grandiose Erinnerungen, hat er seine Kapitel betitelt. Er möchte mit diesem Buch „über die düstere Gegenwart“ mit „unseliger FIFA und Pay-TV-Regentschaft“, „dubiosen Investoren“ und „Gewaltexzessen“ hinweghelfen. Natürlich kommen auch die großen Stunden des Fußballs nicht zu kurz – als probates Mittel gegen Alltagsfrust empfiehlt er beispielsweise, sich das WM-Halbfinalspiel Brasilien gegen Deutschland anzusehen – aber drum herum findet sich eine Fülle von weniger Bekanntem und Kuriosem. Wer sich heute über die Ungerechtigkeit des Elfmeter-Schießens aufregt, den erinnert er daran, dass bis 1970 das Reglement in so einer Situation vorgab, das Weiterkommen durch einen Münzwurf zu entscheiden. Wer anfängt, in diesem Buch zu blättern, ist überrascht, gefesselt, amüsiert und mag es nicht so schnell wieder aus der Hand legen.

Cornelia Hoppe

„Als der Ball noch rund war“ von Rainer Moritz, Hoffmann und Campe Verlag Hamburg, 270 Seiten, 16,00 Euro

 

Die sieben Dämonen
Zwei Sekunden haben das Leben des norwegischen Kommissars Bogart Bull völlig aus der Bahn geworfen: ein von ihm gefasster Gewaltverbrecher hat bei seinem Selbstmord Bulls Frau und Tochter mit in den Tod genommen. Nach Alkohol-Exzessen und Therapie kehrt Bull an seinen Arbeitsplatz bei der Osloer Polizei zurück, doch er hat das Gefühl, auf einem Abstellgleis zu stehen. Dann versetzt ihn seine Chefin zu Europol. Sein erster Fall führt ihn nach Süd-Frankreich, wo einer der vermögendsten Männer Norwegens in seiner Traumvilla bei Saint-Tropez ermordet worden ist. Dabei gibt es zwei Besonderheiten: der Körper des Toten ist geschändet worden und von den kostbaren Kunstgegenständen, die sich im Haus befinden, fehlt nur ein einziges kleines Gemälde eines unbekannten Malers, das laut Zeugen einen Dämon zeigt. Die Zusammenarbeit mit den französischen Kollegen klappt von Anfang an gut, trotzdem können weitere, ähnliche Morde nicht verhindert werden. Fast zu spät erkennt er Bull einen Zusammenhang mit einem grauenhaften Verbrechen in der Vergangenheit. Ein äußerst spannendes Debüt des norwegischen Autors, mit einem sympathischen Ermittler, das auf weitere Bände hoffen lässt.

Cornelia Hoppe

„Kreuzschnitt“ von Øistein Borge, Droemer Knaur Verlag München, 334 Seiten, 9,90 Euro

 

Neuer Trend: Bullet Journal
Selbermachen und individuell gestalten ist nach wie vor ein Trend. Dazu gehört auch der aus Amerika stammende Trend des Bullet Diary oder Bullet Journal. Aus einem Blanko Notizbuch entsteht ein Kalender, Tagebuch oder Notizbuch, mit viel Platz für Termine, Aufgaben und Gedanken, ganz nach persönlichem Bedarf und Geschmack gestaltet. Die Autorin macht Vorschläge, wie ein Grundgerüst erstellt werden kann, Inhaltsverzeichnis, Jahres-, Monats- Tagesübersicht, Legende der verwendeten Symbole zum Beispiel. Aber Sie stellt auch Möglichkeiten vor, wie ein Bullet Diary mit Urlaubsplaner, Geschenke- und Finanzplaner, Adressverzeichnis, Gewichtstracker für Diäten, Gefühlstracker für Stimmungen, Büchertracker für eine Lese-to-do-Liste und vieles mehr für die eigenen Bedürfnisse ergänzt werden kann – flexibel und vielfältig. Darüber hinaus zeigt sie graphische Gestaltungsmöglichkeiten durch Farben, Layouts, Handlettering und bietet Vorlagen dafür. Ein Buch voller Ideen und Inspirationen für alle, die sich ein bisschen mehr Individualität und Kreativität wünschen und denen Handy-Dienstprogramm und Outlook einfach zu uncool sind.

Cornelia Hoppe

„ Mein Bullet Diary selbstgemacht“ von Nathalie Güllü, Frech-Verlag Stuttgart, 141 Seiten, 17,99 Euro

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