Lecker und leicht zugleich

Gerade jetzt im Sommer ist die Lust auf Salate ganz besonders groß. Aber immer nur Tomate, Gurke, Paprika, Schafskäse und Essig-Öl-Dressing oder Nudelsalat ist auch langweilig. Wer ausgefallene Alternativen sucht und zugleich ein bisschen aufs Gewicht achten möchte, wird hier auf jeden Fall fündig. Können Sie sich vorstellen, dass ein Salat mit einem Blauschimmelkäse-Dressing unter 100 Kalorien haben kann? Lange hat die Autorin an ihren Rezepten getüftelt, um Salate zu kreieren, die lecker und gesund sind, wenige Kalorien haben und trotzdem auch noch satt machen. Es gibt Klassiker, wie den Waldorfsalat, Grüne Salate, Soulfood-Salate, die tröstlich sein können, besonders einfache oder auch glamouröse Salate, wie Gebeizter Lachs mit eingelegten Gurken und Grapefruit-Sauerrahm. Es finden sich Salate mit Fleisch oder Fisch, aber auch vegetarische und sogar gluten- und laktosefreie Rezepte. Die Salate sind als Hauptmahlzeit oder Vorspeise geeignet, fürs Büro, für Gäste und für jede Jahreszeit. Dazu gibt es Tipps für besonders pfiffige Dressings. Ansprechende Fotos machen Appetit. Cornelia Hoppe

„Skinny Salads“ von Kathryn Bruton, Thobecke Verlag Ostfildern, 160 Seiten, 20,00 Euro

 

Verlust und Freundschaft
Sonntag für Sonntag sitzen die 15jährige June und ihre zwei Jahre ältere Schwester Greta ihrem Onkel Finn Modell. Finn Weiss ist ein erfolgreicher Künstler und will vor seinem Tod noch dieses Gemälde seiner Nichten schaffen, das er „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ nennen wird. Er weiß, er wird sterben, denn er hat AIDS. 1987 gibt es noch kein Medikament, abstruse Vorstellungen kursieren über die Krankheit. June vergöttert ihren Onkel. Nachdem er nach vielen Jahren im Ausland nach New York zurückgekehrt war, haben die beiden unendlich viel Zeit miteinander verbracht und sind sich sehr nahe gekommen. Für June ist ihr Onkel der einzige Mensch, der sie wirklich versteht. Die Eltern müssen aus beruflichen Gründen die Kinder oft den ganzen Tag sich selbst überlassen und ihre Schwester Greta ist ihr fremd geworden. Nun verliert June den geliebten Onkel und ihre Welt bricht zusammen. Doch dann versucht Toby, Finns Lebensgefährte, der bisher vor Greta geheim gehalten wurde, vorsichtig zu Greta Kontakt auf zu nehmen, und eine zarte, stetig wachsende Freundschaft entsteht im Geheimen zwischen den beiden. Ein wunderbarer, einfühlsamer, trauriger und zugleich heiterer Familienroman über Verlust, Trauer, Freundschaft und Vertrauen. Cornelia Hoppe

„Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ von Carol Rifka Brunt, Eisele Verlag München, 445 Seiten, 22,00 Euro

 

Sanfte Übungen für mehr Beweglichkeit
Eigentlich möchte man ja jetzt im Sommer viel unterwegs sein, sich bewegen, etwas unternehmen. Doch wenn es an allen möglichen Stellen zwickt und zwackt, das Knie schmerzt, der Nacken verspannt ist, durch zu langes Sitzen oder Stehen, ist die Lust darauf schnell beeinträchtigt. Und wie unangenehm ist es, im Lieblings-Biergarten vor aller Augen nach dem Aufstehen erstmal mühsam zu humpeln, als sei wäre man gefühlt 100 Jahre alt. Abhilfe schaffen könnten die Übungen aus diesem Buch. Besonders angenehm dabei: es geht bei der Feldenkrais-Methode nicht darum, den Körper bis zur Schmerzgrenze zu strapazieren, sondern um langsame, kleine, achtsame Bewegungen, bei denen der Körper seine alte Beweglichkeit wieder „lernt“. Sport- und Gymnastiklehrerin Heike Höfler erklärt in einfachen Schritten, wie jeder lernen kann, seinen Körper besser wahrzunehmen, ungünstige Bewegungen zu erkennen und für den Körper günstigere, schmerzfreiere Varianten zu entwickeln. Alle Übungen im Buch sind durch aussagekräftige Fotos erläutert, einige noch zusätzlich auf einer beiliegenden DVD veranschaulicht, und lassen sich gut in den Alltag integrieren. Sanfte Bewegungen statt schweißtreibender Gymnastik – wunderbar! Besonders gut gefallen mir die Übungen im Liegen. Mit denen werde ich starten. Cornelia Hoppe

„Feldenkrais“ von Heike Höfler, TRIAS Verlag Stuttgart, 128 Seiten, 17,99 Euro

 

Mörderische Jagd nach einem Moor-Schatz
1788: Geograph und Kartenzeichner Reginald Fitzgibbon ist in den kleinen Ort Bresterholz im Moor bei Bremervörde gekommen, um im Auftrag seines Königs, George III., König von England, die Moorgebiete südlich von Stade zu vermessen und zu skizzieren, weil dort ausgedehnte Kolonien entstehen sollen. Als er während seiner Arbeit auf einen kostbaren Schatz erhält und sie in seinen Karten und Notizen festhält, geraten er und alle, die etwas von diesem Schatz wissen, in Lebensgefahr. Denn der gierige Sohn König George III., der Prince of Wales, setzt alles daran, in den Besitz dieses möglichen Schatzes zu kommen und hat seine skrupellosen Spitzel und Helfer überall. Über zwei Jahrhunderte später zieht die Kunsthistorikerin Anne Bentorp in die kleine Hütte ein, in der Reginald Fitzgibbon gelebt hatte. Sie hat den Auftrag für eine Ausstellung mit Karten aus der Zeit George III., hunderte von Karten mit Darstellungen der norddeutschen Gebiete zu sichten und für einen Katalog vorzubereiten. Doch bald ereignen sich merkwürdige Vorkommnisse und sogar Todesfälle in ihrer Umgebung. Die mörderische Jagd nach einem vermeintlichen Schatz scheint noch nicht zu Ende. Anne gerät in deren Mittelpunkt und weiß bald nicht mehr, wem sie trauen kann. Schaurig schön und spannend. Cornelia Hoppe

„Der Moormann“ von Margarte von Schwarzkopf, Emons Verlag Köln, 368 Seiten, 12,90 Euro

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