Natürliche Schönheit durch Kokosöl

Selbermachen, Naturkosmetik und vor allem Kokosöl sind extrem angesagt. Was liegt also näher, als aus dem vielseitigen Wundermittel Kokosöl eigene Schönheitsprodukte herzustellen? Dass das überhaupt nicht kompliziert sein muss und auch preiswert sein kann, will Autorin Lucy Bee mit diesem Titel demonstrieren. Bei ihren Ideen kommen der Beauty-Therapeutin und Bloggerin ihre Leidenschaften für das Kochen und für Schönheitsprodukte zu Gute. Schon mit ganz wenigen Zutaten und wenig Aufwand lassen sich natürliche Pflegeprodukte wie ein erfrischendes und pflegendes Zitrus-Fußbad, eine After-Sun-Lotion, ein Lippenbalsam oder eine Ananas-Peeling-Maske herstellen. Es gibt Tipps zur Hautreinigung, zur Massage und Ernährung, aber vor allem Rezepte zum Verwöhnen und zur Pflege von Haut und Haar, Zähnen, Händen und Füßen, Gesicht und Körper. Ein kleines aber feines, auch optisch sehr ansprechendes Büchlein mit einer Fülle von Ideen. Leider fehlen Bezugsquellen, aber im Reformhaus oder Internet wird man sicher fündig. Cornelia Hoppe

„Natural Beauty“ von Lucy Bee, Thieme Verlag Stuttgart, 96 Seiten, 12,99 Euro

 

Düsteres Geheimnis eines wiederentdeckten Gemäldes

Auf der Suche nach einem besonderen Geschenk erwirbt die junge Köchin Annie ein kleines, recht eingestaubtes Bild in einem Trödelladen. Aus ihrem Date wird nichts, so bleibt das Bild bei ihr, ohne dass sie sich sonderlich dafür interessiert. Denn sie hat ganz andere Sorgen, sie ist dabei, sich eine neue Existenz in London auf zu bauen, nachdem ihre private und geschäftliche Partnerschaft zerbrochen ist. Doch dann lernt sie den jungen sympathischen Museumsführer Jesse kennen und gemeinsam versuchen sie mehr über das Gemälde, das sie irgendwie in den Bann zieht, herauszufinden. Sie ahnen nicht, welche Welle von Begehrlichkeiten sie damit wecken und in welche Gefahr sie sich mit ihren Nachforschungen begeben. Denn das kleine Gemälde ist das lange verschollene Werk des französischen Malers Jean-Antoine Watteau, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts eine neue Bildgattung begründete, den Rokokostil. Damit ist es von unermesslichem Wert. Zugleich ist mit ihm aber auch ein düsteres Familiengeheimnis verbunden, dass irgendjemand um jeden Preis bewahren will. Ein spannender Familien-, Liebes und Kunstroman. Cornelia Hoppe

„Die Launenhaftigkeit der Liebe“ von Hannah Rothschild, Deutsche Verlags-Anstalt München, 508 Seiten, 21,99 Euro

 

Rätselhaftes Verschwinden junger Frauen

Die Studentin Caitlin hat eine Trennung und eine Abtreibung hinter sich, doch so leicht lässt sie sich nicht unterkriegen. Noch ein Abschlussbesäufnis mit ihrer Freundin, dann will sie erstmal zu ihrer Familie nach Irland zu reisen. Doch dort kommt sie nie an. Erst als sie nach den Semesterferien nicht zurückkommt, meldet ihre Mitbewohnerin sie als vermisst. Ist sie einfach abgehauen? DI Damon Brook und sein Mitarbeiter DS John Noble sind skeptisch. Vor allem, als sie auf noch weitere ähnliche ungeklärte Vermisstenfälle stoßen. Alles junge, katholische Frauen aus dem Ausland, die nach kurzem Aufenthalt in dem idyllischen Städtchen Derby verschwunden sind, ohne irgendeine Spur zu hinterlassen. Die beiden fangen an, akribisch zu recherchieren, lassen sich dabei weder vom Spott einiger Kollegen noch dem Druck ihres Vorgesetzten beeinflussen. Dann taucht die verbrannte Leiche einer jungen Frau auf – Caitlin oder noch ein weiteres Opfer? Die Ermittler gehen jeder noch so kleinen Spur nach und nähern sich schließlich der grauenhaften Wahrheit.  Nichts für zarte Gemüter, dieser ausgesprochen fesselnde neue Fall des zwar etwas eigenwilligen, aber sehr sympathischen Inspektors Brook. Die Vorgängerbände stehen auf jeden Fall auf meiner Wunsch-Lese-Liste. Denn dieser Krimi hat mich von der ersten Seite an nicht mehr losgelassen. Cornelia Hoppe

 „Todesmond“ von Steven Dunne, Berlin Verlag Berlin, 478 Seiten, 9,99 EURO

 

Reise durch Geschichte und Gegenwart Lübbeckes

In diesem Bildband über die kleine, über 1200 Jahre alte Stadt am Wiehengebirge werden Gestern und Heute eindrucksvoll gegenübergestellt. Autor und Fotograf Winfried Hedrich hat dazu mit Hilfe privater und amtlicher Unterstützer historische Aufnahmen von Straßen und Plätzen der Stadt ausfindig gemacht und ausgewählt und stellt ihnen jeweils eine aktuelle Fotografie gegenüber. So ist ein direkter Vergleich möglich und es wird deutlich, was erhalten geblieben und was im Laufe der Jahre verloren gegangen ist. Kurze Texte liefern Hintergrundinformationen. Es gibt viel zu entdecken und zu erfahren. Denn wer weiß heute schon noch, dass dort, wo sich heute die Stadthalle befindet, ein großer Bauernhof bewirtschaftet wurde. Oder dass das jetzige Gästehaus „The Rose“ an der Bergertorstraße schon um 1910 als sogenanntes Pfarrwitwenhaus existierte. Das Kapitelviertel hat sich offenbar kaum verändert, am Burgmannshof sind viele Gebäude erhalten, von den historischen Gebäuden am Niederwall ist nichts mehr vorhanden. Ein Buch, das zum Blättern und Entdecken einlädt – eine wunderbare Ergänzung zu den bereits vorhandenen Büchern zur Geschichte der Stadt Lübbecke. Cornelia Hoppe

„Lübbecke “ von Winfried Hedrich, Sutton Verlag München, 128 Seiten, 20,00 Euro

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