Eiscreme schlemmen ohne Reue

Geht es Ihnen auch so: im Moment könnte ich ständig Eis essen – morgens, mittags, abends. Aber immer habe ich dabei ein kleines bisschen ein schlechtes Gewissen, natürlich wegen der Kalorien, aber auch weil das Speiseeis aus dem Supermarkt viele Zusatzstoffe enthält, die man eigentlich nicht zu sich nehmen möchte. Auch die beiden finnischen Autorinnen sind verrückt nach Eis, wollten aber irgendwann auch bei Eiscreme ein gesundes und vollwertiges, frisches Produkt haben.  Also fingen sie an zu experimentieren. Und dieses wunderbare Buch ist gefüllt mit den absolut leckeren und sogar veganen Ergebnissen. Nach einer kurzen Auflistung der grundlegenden Zutaten folgen die achtzig Eiscreme-Ideen:  vom cremigen Speiseeis über eisige Milchshakes bis hin zu Eistorten und Eiskeksen. Fruchtig wie Erdbeer-Rhabarber-Eis oder Mango-Melonen-Sorbet, süß und schokoladig wie Dattel-Zimt-Eis oder Schokobananen-Pops oder üppig wie die Karamell-Erdnuss-Eistorte. Die kurzen Zutatenlisten und Zubereitungsanleitungen sind ergänzt durch anregende Fotos, die Lust machen, sofort eines der Rezepte aus zu probieren.  Cornelia Hoppe

„N´ICE CREAM“ von Virpi Mikkonen und Tuulia Talvio, Heel-Verlag Königswinter, 221 Seiten, 19,99 Euro

Kurvenglück für Biker

Eng und kurvig schrauben sie sich nach oben und belohnen mit einer grandiosen Aussicht: die Alpenpassstraßen.  Ein Traum für jeden passionierten Motorradfahrer. Dreihundert von ihnen hat der leidenschaftliche Biker, Fotograf und Journalist Heinz E. Studt selbst ausprobiert. Seine zehn liebsten Touren präsentiert er in diesem kleinen Motorradreiseführer. Touren von rund 500 km bis zu über 900 km, für zwei bis fünf Tage, leicht, mittelschwer oder schwer,  in Tirol, den Dolomiten, dem Drei-Länder-Eck, dem Engadin, an den Oberitalienischen Seen, im Tessin, im Aostatal und im Haute-Savoie. Kurze Streckenbeschreibungen, Sehenswürdigkeiten, hilfreiche Fahr-Tipps, Karten, die ergänzt werden können durch GPS-Tracks zum Download, Unterkünfte und Biker-Treffs. Gut, Fotos und Karten sind aufgrund des kleinen Formats des Büchleins nicht besonders beeindruckend, dafür passt der schmale Band im Gegensatz zu einem üppigen Bildband aber in jede Biker-Tasche. Wunderbar zum Vorbereiten und als Begleiter auf der Tour, für jeden, der den Sommer für eine Alpentour mit dem Motorrad nutzen möchte. Cornelia Hoppe

„Kurvenfieber Alpenpässe“ von Heinz E. Studt, Bruckmann Verlag München, 142 Seiten, 15,00 Euro

Traumgärten in Deutschland

Wer begeistert ist von den Offenen Gärten hier in der Region und gerne mehr solcher wunderbarer Gärten sehen und Anregungen daraus mitnehmen möchte, muss nicht extra dafür nach Großbritannien reisen. Auch in Deutschland, gibt es eine Vielzahl traumhaft schöner Gärten zu sehen. In diesem attraktiven Bildband ist eine Vielzahl von Anregungen dazu zu  finden. Die fünf Autoren, alle Garten-Spezialisten, stellen neun Touren vor, die quer durch Deutschland führen und mehr als sechzig ihrer Garten-Favoriten präsentieren. Darunter sind ganz unterschiedlichen Gärten zu finden: kleine Privatgärten, Kurgärten, Gärtnereien, Parks, große Landschaftsgärten und Gartenanlagen, die zu den UNESCO-Welterbestätten zählen.  Die Gartenbeschreibungen sind recht kurz gefasst, die herrlichen Fotos ergänzen sie wunderbar, dazu gibt es Reisetipps und Adressen. Für jeden Gartenliebhaber eine Bereicherung. Cornelia Hoppe

„Romantische Gartenreisen in Deutschland“, Callwey-Verlag München, 224 Seiten, 39,95 Euro

Heimtückische Machenschaften an der idyllischen Algarve

Wenn die Touristen im September die Algarve verlassen, wird es in dem kleinen Ort Fuseta recht ruhig und beschaulich. Doch dann muss sich die Policia Judiciaria um einen Mord kümmern: ein Privatdetektiv  wird in einem Boot vor der Atlantikküste ermordet, sein Büro durch einen Brand vernichtet. Woran hat er gearbeitet, wem ist er mit seinen Recherchen in die Quere gekommen? Gleichzeitig müssen Sub-Inspektorin Graciana Rosada und ihr Kollege Carlos Esteves sich mit einem Kollegen herumschlagen, der ihnen durch ein europäisches Austauschprogramm zugeteilt wurde. Der Start des Neuen,  Leander Lost aus Hamburg, ist denkbar ungünstig. Schon nach wenigen Stunden haut er seine Kollegen scheinbar ohne Grund in die Pfanne und macht ihnen Schwierigkeiten. Was ist los mit diesem Mann? Er ist ihnen ein Rätsel. Am liebsten würden sie ihn gleich wieder loswerden. Erst als klar wird, dass er unter dem Asperger-Syndrom leidet, entwickeln sie etwas mehr Verständnis für ihn: er ist einfach unfähig, zu lügen, spricht nach 3 Wochen Training perfekt Portugiesisch, weil er ein fotografisches Gedächtnis hat, begreift aber Ironie und Witz gar nicht. Doch mehr und mehr kann er ihnen mit seinen speziellen Fähigkeiten helfen. Werden die drei doch noch ein Team? Und wird es ihnen gelingen, trotz mächtigen Widerstandes, den Mord auf zu klären? Die drei geraten durch ihre Nachforschungen sehr schnell selbst in Lebensgefahr. Eine herrliche Landschaft, ein sympathisches Team – hoffentlich gibt es bald weitere Fälle. Cornelia Hoppe

„Lost in Fuseta“ von Gil Ribeirio, Verlag Kiepenheuer & Witsch Köln, 388 Seiten, 14,99 Euro

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