Magische Kultstätten

Um uns von der geheimnisvollen Ausstrahlung  alter Kultstätten einfangen zu lassen, müssen wir gar nicht weit reisen: die Externsteine liegen ja quasi vor der Haustür.  Auch diese Felsformation im Teutoburger Wald wird in diesem Bildband vorgestellt. Doch er führt uns quer durch Europa, von Schottland bis nach Portugal, von Norwegen bis nach Griechenland. Themen sind die Steinkreise der Megalithkultur wie Stonehenge und Carnac, in Stein gehauene Zeichen in Alta in der norwegischen Finnmark oder Valcamonica in der Lombardei, Dolmen, Hügel- und Ganggräber, geheimnisvolle Klöster wie Athos, Burgen der Katharer, magische Berggipfel und Landspitzen wie Glastonbury oder Kap Finisterre. Dem Autor sind atemberaubende Fotographien gelungen und zusammen mit kurzen, prägnanten Texten machen sie dieses faszinierende Buch zu etwas ganz Besonderem. Für alle, die Lust haben, vom Sofa aus mal eine etwas andere Reise durch Europa zu begehen und sich vielleicht für ein paar Augenblicke aus unserer hektischen Zeit auszuklinken und in die Magie dieser geheimnisvollen Orte einzutauchen. Wunderbar auch als Geschenk geeignet. Cornelia Hoppe

„Jenseits der Zeit“ von Hartmut Krinitz, Verlag Frederking & Thaler, 192 Seiten; 40,00 Euro

 

Damit es mit einem Hund in der Familie klappt

„Ein Hund“ dieser Wunsch wird sicher auch in diesem Jahr auf vielen Kinder-Wunschzetteln für Weihnachten auftauchen und unter Umständen zu heftigen Diskussionen in einigen Familien führen.  Leider vermutlich auch zu einigen spontanen Hundeanschaffungen, die dann im Tierheim enden. Aber ein Hund kann auch eine große Bereicherung für eine Familie sein, und Kinder und Hunde sind oft ein  wunderbares Team.  Doch dafür ist einiges zu beachten. Hundetrainer und Entertainer Martin Rütter, selbst Vater von 4 Kindern, und seine erfahrene Co-Autorin haben in diesem Buch alles zusammengestellt, was dazu wichtig ist. Vorüberlegungen, Auswahl des passenden Hundes, Voraussetzungen in der Familie und umfangreiche Tipps, wie der Alltag mit Familienhund aussehen sollte. Wichtige Signale, Regeln für Hund und Kind, Erkennen der Körpersprache des Hundes und gemeinsame Aktivitäten zwischen Hund und Kind werden vorgestellt. Genau wird jeweils verdeutlicht, was in verschiedenen Altersstufen – Baby, Kleinkind, Schulkind und Teenager – möglich und zu bedenken ist. Die Texte sind fundiert und umfassend, aber trotzdem gut verständlich und sehr praxisbezogen. Viele Fotos laden zum Blättern ein. Cornelia Hoppe

„Hund und Kind“ von Martin Rütter und Andrea Buisman, Kosmos Verlag, 157 Seiten, 19,99 Euro

 

Geheimnisvolle  Pilgerstätte

Als Lili Gray  mit 35 Jahren nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll, weil sie ihr Café in einem kleinen schottischen Küstenort nicht mehr halten kann und damit auch ihr Zuhause verliert, erhält sie überraschend die rettende Nachricht, dass ein Unbekannter ihr ein altes Haus, eine ehemalige Pilgerraststätte an der nordwalisischen Küste und etwas Geld vererbt hat. Lili ist sofort begeistert von dem Haus und der faszinierenden Landschaft auf der Halbinsel Llyn. Nur leider scheinen nicht alle Anwohner von Lilis Anwesenheit ebenso begeistert zu sein, immer wieder erhält sie Drohungen. Doch Lili lässt sich nicht einschüchtern und geht ihre neue Aufgabe mit Elan an. Sie spürt von Anfang an eine besondere Verbindung zum Haus, aber vor allem auch zur gegenüberliegenden Insel Bardsey.  Sie ahnt nicht, wie sehr die Geschichte dieser Orte mit ihrer eigenen Familiengeschichte verknüpft ist. Ein wunderbarer Schmöker, der neben der Geschichte der Lili Gray auch die der Heilerin Meare im siebten Jahrhundert erzählt und damit in die Mythen Wales entführt. Cornelia Hoppe

„Das Erbe von Carreg Cottage“ von Constanze Wilken, Goldmann Verlag München, 474 Seiten, 9,99 Euro

 

Eine Familie vor dem Abgrund

„Habe ich meine Tante,  der ich immer all meine großen und kleinen Geheimnisse anvertraut habe, überhaupt wirklich gekannt?“ Diese Frage stellt sich Saskia Flynt, nachdem sie erfahren hat, dass sich ihre Tante Ellen vom zwanzigsten Stockwerk eines Hochhauses gestürzt hat. Sie ist erschüttert und verunsichert, zumal ihr eigene Mutter vor vielen Jahren ebenfalls aus großer Höhe in den Tod gestürzt ist, bei einem Unfall. Nach wie vor ist Saskia deshalb in Therapie. Als sich schnell herausstellt, dass ihr Tante nicht freiwillig gesprungen ist, sondern ermordet wurde, beginnt sie, sich intensiv mit ihr und der Familiengeschichte zu beschäftigen und nach Antworten zu suchen. Dabei ist sie entsetzt, was ihre Tante alles vor ihr verheimlicht hat. Zunächst ist ein Zusammenhang mit dem Verschwinden eines möglichen Zeugen nicht zu erkennen, doch die Verbrechen reißen nicht ab. Und Saskia begibt sich mit ihren Nachforschungen in große Gefahr. Ihr ist nicht bewusst, wie nah der Mörder ihr ist. Ein Albtraum. Spannende Unterhaltung für lange Winterabende. Cornelia Hoppe

„Nach dem Schweigen“ von Christine Drews, Bastei Lübbe Verlag Köln, 398 Seiten, 9,90 Euro

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