Anreiz zum Abenteuer
Cave-Tubing in den Höhlen von Belize, Rafting im Durmitor-Nationalpark Montenegros, Bikepacking in Vietnam, Paragliding in Pakistan. Eine Fülle von Vorschlägen für solch ungewöhnliche Abenteuer in 150 Ländern der Welt, von A wie Ägypten bis Z wie Zypern gibt es in diesem Band. Aber auch bekanntere Aktivitäten wie Kitesurfen vor Mauritius, Wandern im Norden Portugals oder Hundeschlittenfahren in Grönland finden Erwähnung. Die Anordnung der Länder ist alphabetisch, leider nach dem englischen Namen, das ist ein bisschen irritierend, aber beim faszinierten Blättern stört es nicht. Und ein Register hilf bei der gezielten Suche. Die Texte sind pro Land sehr kurz, meist nur eine Seite. Mögliche Outdoor-Aktivitäten werden mit ein paar Zeilen vorgestellt, besondere Orte dabei hervorgehoben. Bei der Vielzahl von Tipps fehlt natürlich detaillierte Information. Der fesselnde Bildband mit eindrucksvollen Fotos soll einfach nur Anregungen geben und Lust auf Abenteuer und Entdeckungen machen. Nicht mehr. Wer sein Traumziel dabei entdeckt und mehr erfahren möchte, kann ja auch auf die umfangreichen Reiseführer des Verlages zurückgreifen. Ganz gleich, ob Sie Ideen für reale Abenteuer oder Ihr nächstes Reiseziel suchen oder lieber von der Couch aus sich in fremde, abenteuerliche Welten entführen lassen wollen– dieser Bildband ist für alle geeignet.

Cornelia Hoppe
Lonely Planets Abenteuer Atlas, MAIRDUMONT Verlag Ostfildern, 336 Seiten, 34,90 Euro

 

 

Wo die Zitronen blühen
Marco Pantanella, erfolgreicher Immobilienanwalt in München, steht ständig unter Strom. Sein Beruf, sein Ehrgeiz fordern ihn immer mehr, Zeit für Frau und Kinder bleiben ihm kaum. Trotzdem kann er nicht fassen, dass seine Frau ihn plötzlich einfach mit den Kindern allein lässt, nach Mallorca fliegt und die Scheidung von ihm verlangt. Auf dem Weg zu einem wichtigen Deal in Singapur bricht er zusammen: Burnout. Für eine Auszeit reist er in seine italienische Heimat. An die Mittelmeerküste, nach Amalfi, wo sein Vater nach wie vor eine Limonenplantage betreibt. Doch lange bleiben will er nicht, vierzehn Tage sollen reichen, er will nur ein bisschen Kraft schöpfen, um seine Ehe und seine Karriere zu retten. Aber seinem Vater geht es schlecht, er braucht Hilfe und jemand muss sich um die Plantage kümmern – alles etwas, was für Marco immer völlig abwegig war. Doch dann werden wunderschöne Erinnerungen wach, an seine Kindheit und Jugend und einen ganz besonders herrlichen Sommer. Und er begegnet seiner ersten großen Liebe Lisabetta wieder. Ein leichter, unterhaltsamer Sommerschmöker, der in eine zauberhafte Landschaft entführt und Ferienstimmung aufkommen lässt.

Cornelia Hoppe
„Ein Sommer wie Limoneneis“ von Marie Matisek, Knaur Verlag München, 303 Seiten, 9,99 Euro

 

 

Lebensbedrohliche Forschungsergebnisse
Ein Mann wird an den Strand der schottischen Hebrideninsel Harris gespült, ohne zu wissen, wer er ist. Trotz seines Gedächtnisverlusts ist ihm der Weg zu seinem Cottage vertraut, wo er von Nachbarn erfährt, dass er angeblich Neal Maclean heißt und ein Buch über das dramatische Verschwinden einiger Leuchtturmwärter auf einer der unbewohnten Nachbarinseln schreibt. Bei seinen verzweifelten Versuchen, seinen Spuren zu folgen, um sein Gedächtnis wieder zu erlangen, entdeckt er auf dieser einsamen Insel einen erschlagenen Mann. Und es deutet vieles darauf hin, dass er diesen Mann getötet hat. All seine Bemühungen, seine wahre Identität zu finden, scheitern. Warum gibt es so gut wie keine Aufzeichnungen oder Papiere im Haus von ihm? Was haben seine regelmäßigen Wanderungen auf der einsamen Coffin Road zu bedeuten? Und wieso hat er sich offenbar intensiv mit einigen im Gebirge versteckten Bienenvölkern beschäftigt? Auf jeden Fall, scheint es jemand auf sein Leben abgesehen zu haben, und gleichzeitig verdächtigt ihn die Polizei des Mordes. Eine fast aussichtslose Lage. Wem kann er überhaupt noch vertrauen? Zur gleichen Zeit findet in Edinburgh ein junges, sehr unglückliches Mädchen heraus, dass ihr Vater offenbar gar nicht vor zwei Jahren Selbstmord begangen hat und macht sich mutig auf die Suche nach ihm. Doch mit welch mächtigen, skrupellosen Gegnern sie sich anlegt, ahnt sie nicht. Sympathische Charaktere, faszinierendes, aktuelles Thema, überraschend und spannend bis zur letzten Seite.

Cornelia Hoppe
„Coffin Road – Tödliches Vergessen“ von Peter May, Bastei Lübbe Verlag Köln, 382 Seiten, 10,90 Euro

 

 

Selbermacherprojekte für draußen

Gartenmöbel aus Paletten sind ausgesprochen im Trend, vermutlich weil sie einfach etwas Besonderes sind. Aber es gibt noch viel mehr Möglichkeiten, seinen Garten, Balkon oder die Terrasse individuell und preiswert zu gestalten. Gartenbau-Ingenieur Folko Kullmann stellt hier kleine und große Projekte für Selbermacher vor. Sichtschutz, Rankhilfen, Ordnungshelfer, Gartenwege, Pflanzregale, Gewächshäuser, Hochbeete, Windlichter, Pflanzentöpfe, Regenrinnen-Salatfarm – die Vielfalt ist groß. Die meisten Objekte sind einfach und in überschaubarer Zeit zu fertigen, einige sogar in nur wenigen Stunden. Das Material ist zum Teil neue aus dem Baumarkt, zum Teil recycelt. Die Ideen teilweise klassisch, teilweise recht ausgefallen. Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind gut verständlich und durch Fotosequenzen unterstützt, so dass auch Anfänger damit klarkommen. Ein Buch, das Lust zum Ausprobieren macht. Also, wenn Sie im Urlaub noch etwas Zeit haben oder schlechtes Wetter Ihnen einen Strich durch Ihre Ausflugsziele macht, findet sich hier vielleicht eine Alternative, die Spaß macht und an der Sie lange Freude haben könnten.

Cornelia Hoppe

„Garten & Balkon Projekte für Selbermacher“ von Folko Kullmann, BLV-Verlag München, 176 Seiten, 15,00 Euro.

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