Hier ist Muskelkater der Lachmuskeln vorprogrammiert

  1. Mai bis 25. Juni, GOP Varieté Bad Oeynhausen

„Die große Coperlin Show“ erweckt das Las Vegas der großen Revuen, der Showballetts und der Orchestermsuik wieder zum Leben. Durch die Show führt der Schweizer Dustin Nicolodi als großer Coperlin, der von seinen beiden bezaubernden Assistentinnen Alexandra Kovalyova und Olivia Grainge Unterstützung erhält.

Sheila, die Schwester des Gastgebers, zeigt einen schwungvollen Tanz am Dance Pole, während Emma Phillips ihr Können gleich bei zwei unterschiedlichen Nummern unter Beweis stellt. Die junge Neuseeländerin zeigt neben einer Fußjonglage auch eine Performance am Luftring.In einer erstklassigen Varieté-Show darf ein Stepptänzer nicht fehlen: Bereits als kleiner Junge war Marcel Peneux auf großen Bühnen unterwegs und begeisterte das Publikum mit seinem Stepptanz. Heute ist er bereits mehrfacher Weltmeister.Für Verwunderung wollen die britischen Zauber-Künstler Craig und Liz sorgen, die bestimmt den ein oder anderen Hasen aus dem Hut zaubern werden. Die Welt auf den Kopf stellt das Duo „Lizeed“: Die kubanischen Künstler zeigen eine spektaküläre Kraftakrobatik. Auf Kraft kommt es auch bei der Darbietung von Dmitry an: An den Strapaten zeigt der Ukrainer, der sein Können schon überall auf der Welt unter Beweis stellen konnte, was wirklich in seinen Muskeln steckt.

„Klassischer geht es nicht“ – denkt man sich bei der Tellerjonglage von Guy Waerenburgh. Es sei denn, der Artist hat einen Eimer auf dem Kopf, und das während der gesamten Performance. Es kommt also auf das Publikum an: Die Zuschauer sind dafür verantwortlich, ob die Showeinlage gelingt.

Weitere Informationen und Eintrittskarten gibt es unter www.variete.de.

 

Labile Frau, untalentierter Sohn, dilettantische Tochter

  1. Mai, 20 Uhr, Theater Hameln

„Der Theatermacher“ ist eine ungewöhnliche Komödie: Staatsschauspieler Bruscon reist mit seiner Theatertruppe durch die tiefste Provinz, um sein Monumentalstück „Das Rad der Geschichte“ zu präsentieren. Als Schauspieler fungieren seine gesundheitlich labile Frau, ihr untalentierter Sohn und die dilettantische Tochter.

Den aktuellen Tiefpunkt seiner Tournee erreicht er in dem Kaff Utzbach: Der Aufführungssaal im Gasthof ist feucht und stickig, es ist Blutwursttag und die Resonanz auf sein Theaterstück wird wohl gering bleiben. Zu allem Überfluss hat der örtliche Feuerwehrmann noch nicht genehmigt, dass am Ende der Vorstellung das Notlicht ausgeschaltet werden darf.

Thomas Bernhards bitterböse Komödie und Reflexion über das Schauspielerdasein ist eine theatralische Nabelschau mit Witz und Sprachgewalt. Davon ist auch die Lippische Landes-Zeitung überzeugt: „Der Theatermacher ist eine Komödie, allerdings ist die Komik von dunkler, oft boshafter Natur. Bruscon zumindest hat schwer zu kämpfen, und Nobert Wendel bringt dieses Ringen des Theatermachers in höchst facettenreichem Spiel auf die Bühne. Er glänzt mit großartiger Sprechkultur – der Duktus von Bernhards Sprache, der oft beinahe an eine musikalische Partitur erinnert, ist höchst anspruchsvoll.“

 

Der Gröfaz ist zurück

  1. Mai, 20 Uhr, Stadttheater Minden

Berlin im 21. Jahrhundert: Ein Mann mit unverkennbarem Oberlippenbart – Adolf Hitler ist zurück in der Stadt. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. Über 60 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet der Gröfaz in der Gegenwart. Er stiftet größte Verwirrung und versteht selbst am wenigsten, warum. Blitzschnell analysiert er den Zustand der Gesellschaft und erkennt, was zu tun ist: Er geht zum Fernsehen. Denn mit Propaganda kennt er sich aus.

„Das Theaterstück ist eine hemmungslose Mediensatire, die danach fragt, wo genau die Grenze des guten Geschmacks verläuft, oder ob sie ganz und gar abgeschafft wurde“, freuen sich die Organisatoren auf den satirischen Abend.

Die „Hamburger Morgenpost“ schreibt zu dem von Timur Vermes geschriebenen Werk: „Kristian Bader brilliert in der Hauptrolle, wirkt als Hitler so authentisch, dass einem eigentlich das Lachen im Halse stecken bleiben müsste.“ Ebenso sieht es der NDR: „Kristian Bader spielt die ästhetische Metamorphose und Wandlungsfähigkeit des Verführers brillant und facettenreich. Dem Regisseur Axel Schneider ist vor allem dank Kristian Bader ein unterhaltsamer, nachdenklicher Theaterabend gelungen.“

 

Eine Mutprobe mit authentischem Vorbild

  1. Mai, 18 Uhr, Stadttheater Minden

In diesem Theaterstück von Tom Lycos und Stefo Nantsou hat eine Mutprobe tödliche Folgen: Flo und Diesel sind nur befreundet, weil sie sich immer wieder gegenseitig zu gefährlichen Spielchen herausfordern. Das Verlangen nach dem Verbotenenen steigert sich weiter: Wer traut sich, einen Stein von einer Brücke auf ein fahrendes Auto zu kicken?

Flo traut sich, doch die gefährliche Mutprobe hat schlimme Folgen: Der Autofahrer stirbt, die Polizei nimmt die Ermittlungen auf. Es beginnt ein Konflikt zwischen Schuldgefühlen und Furcht. Als Flo den Kampf gegen die Schuldgefühle verliert, stellt er sich der Polizei. Er und sein Freund werden verhört. Das Publikum stellt sich dieselben Fragen wie Anwalt, Richter, Polizist oder die Eltern: Was soll mit den beiden geschehen? Sind sie für ihre Tat verantwortlich? Und: Welche Strafe ist angemessen? Die jugendlichen Zuschauer sind dazu aufgefordert, sich selbst ein Bild der Situation zu machen.

Das Theaterstück basiert auf einer wahren Begebenheit: Eine ähnlich abgelaufene Mutprobe im australischen Melbourne 1994 hat bis heute weltweit zahlreiche Nachahmer gefunden.

„In Stones wird aus kindlichem Spiel tödlicher Ernst. Erwachsen ist man erst, wenn man Verantwortung übernimmt. Klug, lebensecht, sehr zu empfehlen“, schreiben die „Ruhr- Nachrichten“ zu dem Stück.

 

Otto sagt „Holdrio again“

  1. Mai, 20.07 Uhr, Kampa-Halle

Im vergangenen Jahr hat der Ostfriese synchronisiert, geschauspielert und gemalt. Jetzt, wo die Filme angelaufen und die Ausstellungen abgebaut sind, feiert er sein Comeback auf der Bühne. Und das bereits im 101. Jahr, denn Bühnenjahre zählen doppelt – zumindest, wenn es nach Otto geht. Mit dabei sind viele gute Bekannte: Urzeit-Faultier Sid ist auf der Bühne mit Otto verabredet. Auch Koch-Urgestein Louis Flambée hat sein Erscheinen angekündigt und bringt neue Rezepte mit. Auf der Bühne bereitet er seine neuesten Kreationen zu. An guten Tagen bekommen einige Zuschauer sogar etwas von den Köstlichkeiten ab.

Damit auch die Kleinen im Publikum nicht zu kurz kommen, bringt Otto sein Eigengewicht in Plüsch-Ottifanten mit. Zum Programm  gehören neue Lieder und Geschichten, viele Gags und Überraschungen.

Der Künstler verspricht: „Auch dieses Mal werden prominente Kollegen die Vorlage für eine aktuelle „Hänsel-und-Gretel”-Version liefern.”

Auf die Frage, was er denn nun am liebsten mache – Fernsehen, Filme, Ausstellungen oder Live-Shows – weiß Otto nur eine Antwort: „Eigentlich alles! Aber am besten gefällt es mir allein auf der Bühne. Natürlich nicht ganz allein: Wenn ein paar Zuschauer da sind, macht es noch mehr Spaß, und vor ein paar tausend gebe ich mein Bestes. Dafür mache ich den ganzen Quatsch doch überhaupt: Damit mein Publikum Spaß hat. Und ich selbst natürlich auch!”

Eintrittskarten für die „Holdrio-Show” in der Kampa-Halle gibt es beim „Express”-Ticketservice, Obermarktstraße 26-30, Minden, (0571) 88277.

 

Nichts für schwache Nerven

  1. Mai, 20 Uhr, Theater Hameln

An einem ganz normalen Tag im Jahr 2002 verschwindet eine Frau auf der Fähre nach Puttgarden. Seitdem ist sie eine Gefangene. Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Kein Kontakt zur Außenwelt. Jewils an ihrem Geburtstag wird der Luftdruck in ihrem Gefängnis erhöht, erst um ein bar, dann um drei bar, dann um fünf bar.

In Kopenhagen gründet das Präsidium der Kriminalpolizei 2007 ein Sonderdezernat, um den unbequemen Kommissar Carl Mørck loszuwerden. Widerwillig macht er sich gemeinsam mit Hafez el-Assad, einem Syrer, an die Arbeit. Der erste Fall, der ihr Interesse weckt, ist der der Politikerin Merete Lynggaard, die vor fünf Jahren spurlos verschwand…

Jussi Adler-Olsen gilt als der bestverkaufte dänische Krimiautor und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Seine Krimireihe um Kommissar Carl Mørck brachte für ihn in Deutschland den Durchbruch und bescherte ihm wiederholt vordere Plätze in den Bestsellerlisten.

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