Auch Bestandsimmobilien bieten die Möglichkeit sich den Traum vom Wohnen nach Wunsch zu erfüllen. Stimmt die Bausubstanz, könnte man fast sagen, je günstiger desto besser. Wer eine günstige Immobilie sucht, wird immer einen gewissen Sanierungsaufwand haben. // Von Christian Bendig

Der Traum vom Eigenheim. Für viele lässt er sich angesichts der hohen Kosten für Grundstück und Neubau nur schwer verwirklichen. Aber deshalb darauf verzichten? Das muss nicht sein.

Wer plant, Grundriss und Ausstattung ohnehin den eigenen Wünschen anzupassen, kann mit den „Ideal für Handwerker“ angepriesenen Schnäppchenhäusern, die häufig bereits unter dem Grundstückswert verkauft werden, genau richtig liegen. Am Anfang jeder Haussanierung steht eine detaillierte Bestandsaufnahme, bei der der Zustand aller Gebäudekomponenten präzise erfasst werden sollte. Ein Sachverständiger kann helfen, den Sanierungsaufwand schnell zu überblicken. Ist der Umfang der Sanierung bekannt, geht es an die konkrete Planung. Auf professionelle Unterstützung sollte man dabei nicht verzichten. Mit Hilfe eines Architekten wird auf dem Papier aus nahezu jedem Haus im Handumdrehen ein Traumhaus. Sind die Pläne erstmal fertig, sollte man sich Angebote der verschiedenen Gewerke einholen, um so den Überblick über die Kosten für die Sanierung zu behalten und diese bei der Immobilienfinanzierung auch berücksichtigen zu können.

Am Anfang steht die Entkernung der Immobilie. Hier kann man einige Kosten sparen und selber anpacken. Für die Entsorgung des Bauschutts bietet es sich an, eine Mulde beim örtlichen Abfallentsorger zu bestellen, diese wird bei Bedarf einfach wieder gegen eine leere getauscht und am Ende wird abgerechnet.

Steht der „Rohbau“ dann, kann die Sanierung und Modernisierung richtig starten. Bei der Sanierung eines Hauses wird stehts von außen nach innen gearbeitet. Unverzichtbar ist dabei meist der Einbau neuer Fenster, die den heutigen Standards entsprechen. Fenster mit entsprechender Verglasung reduzieren den Energiebedarf und somit die Nebenkosten. Es empfiehlt sich, auch der Fassade nicht nur einen neuen Anstrich zu gönnen, sondern in diesem Zuge eine entsprechende Wärmedämmung aufzubringen. Auch die Erneuerung des Daches mit entsprechender Dämmung sollte durch einen fachkundigen Dachdecker durchgeführt werden.

Ist das Haus dann wieder dicht, kann die Haustechnik modernisiert werden. Die Elektrik sollte dabei in jeden Fall durch einen Fachbetrieb überprüft und gegebenenfalls erneuert werden. Eine neue Heizungsanlage ist ebenfalls eine Investition in die Zukunft. Ein Heizungsbauer informiert gerne über die verschiedenen Möglichkeiten und hilft Ihnen bei der Entscheidung, welche Heizungsanlage Ihren Ansprüchen entspricht.

Sind Leitungen und Rohre erneuert kann es an den Innenausbau gehen. Der Trockenbauer sorgt dafür, dass die die Pläne des Architekten Gestalt annehmen. Auch wer handwerklich nicht sonderlich geschickt ist, kann den Umbau aktiv mitgestalten. Denn die neu verputzten Wände wollen gestaltet werden. Kompetente Hilfe bei der Wahl der richtigen Farbpalette bietet der Malermeister.

Nun ist es Zeit, dem Gebäude mit Möbeln und liebevollen Details Leben einzuhauchen. Unterstützung bietet hier ein Innenarchitekt sowie Raumausstatter. Wem hierfür nach der umfangreichen Sanierung das nötige Kleingeld fehlt, bieten zahlreiche Internetplattformen tolle Anregungen, um den Innenraum individuell und kreativ selber zu gestalten.

Ob Neubau oder Sanierung, der Traum von Eigenheim kostet immer Geld. Doch wer bei der Planung und Durchführung von Anfang an auf die Unterstützung durch Profis vertraut, kann mit einer Bestandsimmobilie seinen Weg in das eigene Traumhaus finden.

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